Tag 129 & 130: All Inclusive auf Roatan, Honduras

Datum: 16.02.2019 & 17.02.2019 | Ort: Roatan

Mit der Fähre von Utila nach Roatan

Am nächsten Morgen geht es weiter. Max bleibt noch etwas im Zimmer, während wir zur Tauchschule laufen um uns die Unterschriften zu den gestrigen Tauchgängen zu holen. Jeder Tauchgang, den wir machen, wird ordentlich in einem kleinen Buch notiert und vom Tauchleiter unterschrieben. Falls wir mal einen weiteren Tauchschein machen, können wir damit unsere Erfahrung nachweisen.

Danach gehen wir zur Fähre und kaufen die Tickets. Sie brauchen dazu die Pässe und tippen diese ab. Für eine Fährfahrt ist es erstaunlich langwierig und kompliziert. Die Einreise nach Guatemala war auf jeden Fall schneller.

Wir holen Max und unser Gepäck im Hotel und gehen zur Fähre. Auch beim Boarding werden erneut die Pässe kontrolliert. Von Utila flüchtet keiner so einfach.

Die Fähre ist groß und modern. Die Fahrt dauert eine dreiviertel Stunde. Als ich so nach Utila zurückblicke bereue ich es etwas, dass wir dafür nicht mehr Zeit eingeplant haben, denn wirklich viel haben wir von der Insel nicht gesehen. Auf der anderen Seite des Schiffes sehe ich in der Ferne die Berge des Festlandes und im Wasser sehen wir immer wieder fliegende Fische, die aufgeschreckt vor der Fähre flüchten.

Roatan: Eine Insel mit Stau

Dann erreichen wir Roatan. Tim hat morgen Geburtstag, daher verbringen wir noch zwei Tage in einem All-Inclusive-Bunker.

Als wir den Hafen von Roatan erreichen fällt direkt eine Schar Taxifahrer über uns her. Sau teuer sind sie alle. Als wir lachend abwinken wird einer der Fahrer, offenbar der Platzhirsch, gleich pampig. Wir gehen weiter in Richtung Stadt, als uns ein weiterer Fahrer schüchtern anspricht. Er bringt uns dann für die Hälfte des Preises zum Hotel.

Die Fahrt dauert beinahe eine Stunde. Die hälfte der Zeit stehen wir allerdings auf der Landstraße. Ein großer Teil der einzigen Straße über die Insel wird gerade renoviert und ist daher nur einspurig befahrbar. Entsprechend besteht Roatan im Moment hauptsächlich aus Stau. Als wir endlich weiterfahren sehen wir einen Vier-Mann-Trupp an der mehrere Kilometer langen Straße arbeitet. Ich gehe daher davon aus, dass die Baustelle noch einige Zeit bestehen bleibt.

All Inclusive auf Roatan – Das Hotel

Dann kommen wir beim Hotel an. Der Empfang ist irgendwie umständlich und unfreundlich. Ich bin müde und habe Hunger, Max ist sowieso angeschlagen und wir wollen doch nur aufs Zimmer. Das Zimmer ist auch fertig. Aber es dauert trotzdem gute zwanzig Minuten bis wir hinein können – Weil irgendwie alles kompliziert ist.

Das Hotel ist ganz nett aufgebaut. Es gibt Holzstege die die einzelnen Gebäude in einer Mischung aus Park und Sumpf miteinander verbinden. Es gibt viele Katzen in diesem Hotel, die den ganzen Tag unter den Bäumen schlafen. Gelegentlich läuft auch ein Aguti durchs Unterholz oder aber auch neben der Hauptterrasse entlang.

All Inclusive auf Roatan – Das Essen

Nach diesem Stress müssen wir erst einmal etwas Essen. Es gibt ein großes Restaurant, mit einem Buffet in der Mitte und zwei zusätzlichen versteckten Küchen links und rechts.

Es ist bereits gegen Ende der Speisezeit. Das Essen ist daher ein wenig ausgeklaubt. Für mich als Vegetarierin ist die Auswahl ohnehin eher bescheiden. Die anderen drei kommen allerdings voll auf ihre Kosten. Naja, der Salat ist lecker und der Brokkoli auch. Sonntag abends ist das Buffet größer, für die Fleisch- und Fischesser zumindest.

All Inclusive auf Roatan – Das Programm

Den restlichen Tag verbringen wir gemütlich im Hotel. Max schwächelt ein wenig mit seinem nach wie vor rebellischen Magen, daher darf ich nun stellvertretend für ihn “mitsaufen”. Es gibt im Hotel frisch gebackene Donuts zum Cafe und abends wieder Buffet. Danach folgt eine Feuershow am Strand, die zwar nett ist, die wir aber alle so ähnlich schon zig mal gesehen haben. Danach tanzen die Animateure.

Die Animateure in dem Hotel sind auch so eine Sache für sich. Einer verscherzt es sich bei uns gleich am ersten Tag indem er Tim nachäfft, Laura und mich zum Zumba nötigen will (freiwillig ja immer gerne aber so nicht Freundchen!) und dann auch noch anfängt an meinen Haaren herumzuspielen, während er sich mit den Männern unterhält. Seine Kollegin hingegen ist nett und lustig und verbringt einen Vormittag damit Leute mit Grashalmen von hinten am Ohr zu kitzeln. Es ist witzig die verschiedenen Reaktionen zu beobachten.

All Inclusive auf Roatan – Die Gäste

Die Gäste im Hotel sind fast alle Kanadier und Amerikaner. Die Anreise ist für die Nationen einfach, das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut und der Winter scheint dieses Jahr viele zum verreisen motiviert zu haben.

Eine nette Bekanntschaft machen wir auch noch im Hotel. Als wir morgens von den Zimmern zum Haupthaus laufen, spricht uns plötzlich von hinten eine ältere Dame an. Sie ist in Deutschland geboren, aber vor Jahrzehnten nach Kanada ausgewandert. Es stellt sich heraus, dass sie ursprünglich aus dem gleichen Dorf kommt wie Tim und Laura. So langsam wird uns klar, warum der Ort so klein ist, immerhin haben wir inzwischen schon fünf (ehemalige) Bewohner in Honduras getroffen. Die wandern alle aus!

All Inclusive auf Roatan – Das Meer

Außerdem gibt es ein Riff unweit des Hotels, das man zu Fuß aus erreichen kann. Wir nutzen die Gelegenheit unsere Schnorchel und Brillen gleich wieder zu nutzen. Es lohnt sich, denn wir sehen im Riff direkt vor dem Hotel in Roatan einen Hummer, zahlreiche Papageienfische, Blaukopfjunker, Kreolen Lippfische, Spanische Schweinslippfische, Doktorfische, Schnapper, Grunzer, Vieraugen-Schmetterlingsfische, Juwelenriffbarsche, Hornhechte, Soldatenfische, Schwalbenschwänze, einen kleinen Barrakuda und zu guter letzt auch einen giftigen Skorpionfisch.

Im Riff wachsen kaum noch Korallen, es sieht ziemlich mitgenommen aus. Kein Wunder, denn hier schnorcheln täglich hunderte Pauschaltouristen herum. Wenn ich an den Skorpionfisch und den Hummer denke wundert es mich ein wenig, dass die Hotels keine Infos dazu bereitlegen. Ich jedenfalls werde nächstes Mal wenn ich keine Flossen habe zumindest meine Wasserschuhe (Socken) anziehen. Aber eigentlich besteht die Kunst ja auch darin nicht am Boden herumzutrampeln.

Übrigens gibt es auch einen Bademeister, der mit einem Megafon dafür sorgt, dass die Touristen in Strandnähe bleiben. Somit hat das Riff weiter draußen seine Ruhe. Das finde ich gut (auch wenn ich zu gerne weiter hinaus geschnorchelt wäre)

Bilder von den Fischen haben wir leider nur wenige, da wir nach der Tour feststellen mussten, dass unsere Go Pro seit neuestem verzögert auslöst. Falls ihr verwackelte Korallen, Fische von hinten und die Wasserkante von unten sehen wollt, meldet euch aber gerne. Falls ihr eine Idee habt, wie die Kamera zu retten ist, natürlich auch.

Natürlich haben wir einen fürchterlichen Sonnenbrand nach dem Schnorcheln. Das gehört inzwischen irgendwie dazu. Ich fasse daher den Beschluss in einen Skinsuit zu investieren, falls mir mal einer günstig über den Weg laufen sollte.

Fazit All inclusive auf Roatan

So vergehen die zwei Nächte und einbegriffenen Tage im All Inclusiv wirklich schnell. Wären die Cocktails nicht alle fürchterlich gewesen, wären sie vielleicht sogar noch ein bisschen schneller vergangen.

Dann ist es jedoch auch schon wieder Zeit zum Packen. Es war interessant hier zu sein und mal die Dynamik eines solchen Ortes zu erleben. Es war auch schön sich mal keine Gedanken machen zu müssen, wo es das nächste Essen gibt und auch mal von jedem Essen ein bisschen probieren zu können. Aber damit es sich wirklich gelohnt hätte, haben wir alle noch viel zu wenig gegessen. Außerdem bevorzuge ich dann doch eher die Durchschlageübungen durch unbekannte Städte und tolle Natur, anstatt im Hotel zu sitzen und den Animateuren zuzusehen.


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