Symms Kino Preview: Ohne Limit

Von Symm

Was würden wir mit der Gabe tun, unser Gehirn voll nutzen zu können. Mit dieser Frage beschäftigt sich der Film „Ohne Limit“. Die Hauptfigur Eddie (Bradly Cooper) schafft das nicht durch jahrelanges Training sondern mit Hilfe einer kleinen transparenten Pille, die er über seinen dubiosen Ex-Schwager erhält. Eddie ist das Paradebeispiel eines Losers, so wie man es schon oft in Film und Fernsehen gesehen hat. Ein Schriftsteller mit Schreibblockade der in einer versifften Wohnung lebt und irgendwie von der Hand in den Mund lebt. Als sich seine Freundin Lindy (Abbie Cornish) dann noch von ihm trennt scheint das Leben vollends den Bach runter zu gehen. In Selbstmitleid zerfließend trifft er den Bruder seiner Ex-Frau, dieser war schon immer in dunkle Kanäle verstrickt und gibt ihm eine kleine Pille die ihn wieder auf die Beine bringen soll. Nach Einnahme der Pille erlebt Eddie die Welt mit neuen Augen, auf einmal wird ihm alles klar und alles ist auf einmal auch so einfach. Ihm gelingt es aus seiner Lethargie zu entfliehen und er schafft es sogar erste Riege der Finanzwelt. Das dieser Weg mittels Pille nicht so einfach ist wie gedacht stellt sich aber erst im Laufe der Geschichte heraus.

„Ohne Limit“ ist sicherlich sehr unterhaltsam und auch technisch und Schauspielerisch kann man dem Film eigentlich nicht viel nachsagen. Bradly Cooper scheint genau der richtige zu sein um die Wandlung von Loser zum Winner darzustellen. Sobald eine der Figuren die kleine Pille geschluckt hat, verschwinden die grauen Farben der Amerikanischen Metropole und die Welt wird irgendwie Bunter und Freundlicher. Somit hat auch als Zuschauer das Gefühl das sich was verändert hat. Die Story scheint nicht einmal sehr weit weggeholt. Denn das manche Menschen gewisse Dinge schlucken um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen ist ja unter der Hand auch bekannt. Was mich etwas an dem Film gestört hat, ist der Subtext, die Message. Auch wenn durch die Einnahme der Pille gewisse Nebenwirkungen und gefährliche Situationen entstehen, ein Happy End gibt’s doch irgendwie trotzdem. Was Klartext bedeutet: Nimm Drogen, auch wenns Scheisse ist und viel passieren kann, am Ende wird es sich für dich lohnen.

Und das finde ich in einer Welt in der Drogen allgegenwärtig sind und in jeder Gesellschaftsschicht konsumiert werden, einfach die falsche Message. Im Film gab es einige Kreuzungen an denen die Hauptfigur hätte eine andere Richtung einschlagen können und so eine bessere Message verbreiten können ohne das die Story gelitten hätte. Aber was solls. Der Film ist auf jeden Fall auch so nicht schlecht.

Meine Wertung: 8/10

Symm

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