Sturmtief Zoran: Kleinstadt Bützow wird von Tornado verwüstet. Autofahrer stirbt in Hamburg

Erst verdunkelte sich der Himmel, dann kündigten Blitze das nahende Unheil an und Sturmtief Zoran fegte durchs Land. Am späten Nachmittag ist eine Unwetterfront vom Westen her über Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Die Meteorologen hatten bereits im Vorfeld vor Sturmböen mit 8 bis 9 Beaufort, Starkregen und heftigen Gewittern bis in die frühen Nachtstunden gewarnt.

In Hamburg kam ein Autofahrer ums Leben, als am Fischmarkt ein Vordach auf seinen Wagen stürzte. Die schwangere Lebensgefährtin des Opfers, die ebenfalls im Wagen saß, kam verletzt in ein Krankenhaus. In Mecklenburg-Vorpommern hat offenbar ein Tornado die Kleinstadt Bützow verwüstet. Eine 8000-Seelen-Ortschaft in der Nähe von Rostock.

Beim Horror-Sturm gab es wohl Verletzte. Der Bürgermeister der Kleinstadt wurde nach Berichten der „Bützower Zeitung“ von Glassplittern im Gesicht verletzt, als der Tornado das Fenster seines Büros zum brechen brachte.

Auch die Dächer eines Pflegeheimes und einer Kirche wurden teilweise abgedeckt. Der Katastrophenschutz des Landkreises hat eine Einsatzleistelle in Bützow errichtet, es sind mehr als 100 Rettungskräfte im Einsatz. Das Rathaus ist für Hilfesuchende geöffnet.

Für Betroffene wurde eine Notunterkunft in der Turnhalle am Rühner Landweg eingerichtet. Der Sturm habe eine “Schneise der Verwüstung” durch den Ort gezogen, sagte eine Augenzeugin den Kollegen vom NDR. Im Ortskern “fehlt an jedem Haus irgendwo etwas“, sagte sie weiter. “Die Innenstadt ist abgesperrt, zahlreiche Bäume sind umgestürzt“. Menschen auf den Straßen seien damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen.

Das örtliche Krankenhaus wurde evakuiert, das Mobilfunknetz brach zusammen. Das heftige Unwetter traf zudem noch die Gemeinde Zepelin

Quellmaterial: NDR/SVZ/DPA

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