Stress und Ängste – Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

by Roland Späht | 16.12.2018

Stress & Ängste: Nicht nur ein Thema der Psyche

Negativer Stress und Ängste liegen nahe beieinander, zumindest was die Auswirkung auf den Körper angeht. Wer darunter leidet fühlt sich oftmals überfordert und alleine gelassen. Wir wollen Dir helfen die Anzeichen zu erkennen und zeigen was Du dagegen tun kannst.

Was erfährst Du in diesem Artikel?

1. Zuerst lesen!

Wie ist dieser Artikel zu lesen? Dein Alltag ist stressig, Du fühlst Dich in manchen Situationen unwohl in Deiner Haut?
    Lies Dir als erstes die durch, wenn sie teilweise oder gänzlich auf Dich zutreffen ist es sinnvoll den kompletten Artikel zu lesen.
Du suchst nach Möglichkeiten wie Du Dir helfen (lassen) kannst? Du leidest bereits an chronischen Schmerzen, Dauerstress, Ängsten und bist auf der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten, die Dir eine Linderung verschaffen?

Wir möchten Dich an dieser Stelle über Ursachen, Symptome, Diagnosemöglichkeiten und therapeutische Maßnahmen bei Stress und Ängsten informieren.

2. Was ist Stress? Was sind Ängste?

Stress und Ängste begegnen uns allen im Alltag. Die einzigen Unterschiede sind, wie man sie wahrnimmt, wie man auf sie reagiert und vor allem was man draus macht. Jede Persönlichkeit hat sicherlich eine individuelle Art der Stressbewältigung entwickelt. Aber worum handelt es sich eigentlich bei dem Stress und den Ängsten, die uns täglich begegnen?

Die Entstehung einer psychischen und körperlichen Anspannung, bedingt durch äußere Reize, bezeichnen wir als Stress. Wirkt diese Anspannung dauerhaft auf uns ein, kann es uns krank machen. Alle Muskeln werden dauerhaft angespannt und verkrampfen mit der Zeit. Es kommt zu ständigen Rückenschmerzen, die wir einfach nicht loswerden.

Unser Körper steht in unserem hektischen Alltag unter Dauerstrom. Hinzu kommen andere Formen von Stress und seelischen Belastungen, die Angstgefühle und Angstzustände auslösen können. Ängste können zudem bei fast jeder psychischen Krankheit auftreten. Sie äußern sich körperlich durch Pulsbeschleunigung, Erweiterung der Pupillen und Händeringen. Psychisch kann man sagen, dass sie als Gefühl des Entsetzens und der Ausweglosigkeit wirken. Depressionen und Ängste gehen häufig miteinander einher.

Fakt ist, beide Zustände gehören zu unserem Leben dazu, auch wenn manch einer es ungern zugibt. Ironischerweise aus Angst für schwach gehalten zu werden. Leider besteht die Gefahr, dass sie schleichend außer Kontrolle geraten und krankhaft werden. Angststörungen verursachen häufig massive körperliche und psychische Beschwerden, hohen Leidensdruck und sogar Lähmung im Alltag.

Welche Ängste gibt es?

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass jeder Mensch Angst unterschiedlich empfindet und über individuelle Angstniveaus verfügt. Dabei kann es von einem mulmigen Gefühl bis hin zu heftigen Angstwellen mit deutlichen körperlichen Beschwerden kommen.

  • Panikattacken (körperliche und psychische Alarmreaktionen ohne äußerliche Einwirkungen),
  • Agoraphobie (Platzangst, starke und anhaltende Furcht vor verschiedenen Orten und Situationen, bei denen eine Flucht schwierig wäre),
  • Isolierte Phobien (übertriebene Ängste, bezogen auf bestimmte Dinge, Situationen, Gegenstände oder Handlungen),
  • Soziale Phobie (Angst vor zu viel Aufmerksamkeit, negativer Kritik und sich bloß zu stellen),
  • Generalisierte Angst (beständiges, langdauerndes, unangemessenes Angstsyndrom und Besorgtheit, die sich auf verschiedene Alltagssituationen bezieht),
  • Zwangsstörungen (Zwangsgedanken bzw. Zwangshandlungen),
  • Posttraumatische Belastungsstörung (außergewöhnliche Lebensereignisse mit hoher seelischer Belastung, das Schreckensereignis wird wiederholt durchlebt und erzeugt eine schwere, langdauernde und chronische Angst).

Jede Lebenssituation wird von jedem anders wahrgenommen und gelebt. Es gibt Menschen, die in ein Flugzeug steigen und sich unglaublich freuen, während andere schon vor dem Betreten des Flugzeuges Beruhigungstabletten einnehmen müssen und grundsätzlich versuchen das Fliegen zu vermeiden. Unzählige solcher Situationen, wie auch ein Zahnarztbesuch oder das Betreten eines Fahrstuhls, begegnen uns täglich und lösen unterschiedlichste Gefühle in uns aus.

  • Kopfschmerzen,
  • Rückenschmerzen und andere Verspannungen,
  • hoher Blutdruck,
  • Herzerkrankungen,
  • ein oder sogar
  • ein Herzinfarkt.

Krankhafte und übertriebene Angst kann in verschiedensten Formen auftreten, wie z. B.:

Mittlerweile ist es erwiesen, dass übermäßiger Stress der Auslöser für unterschiedliche Symptome sein kann. Zu den am häufigsten Auftretenden gehören:

Häufig erhöht sich zusätzlich der Cholesterinspiegel und Schmerzen werden grundsätzlich von den Betroffenen viel stärker wahrgenommen. Die Entwicklung ist bedenklich, denn der Mensch fühlt sich immer mehr ausgebrannt und die ständigen Schlafstörungen gehören irgendwann zum Alltag. Sogar das sexuelle Verlangen kann sich verringern, denn ein alltäglicher und andauernder Stress kann auch das Sexleben zu einer Anstrengung werden lassen und man wird von Lustlosigkeit geplagt.

  • Wie gehen wir beispielsweise mit unseren Lebens- und Arbeitsbedingungen um?
  • Haben wir einen Ausgleich zu unserem stressigen Alltag?
  • Empfinden wir Freude bei dem was wir alltäglich tun?
  • Respektieren und pflegen wir unseren Körper und Geist?
  • Oder schenken wir ihnen überhaupt Aufmerksamkeit?

Stress kann viele Auslöser verschiedensten Ursprungs haben. Eine Stressreaktion kann durch äußere und innere Faktoren ausgelöst werden. Zu den äußeren Stressfaktoren gehören u.a. Lärm, Wärme, Kälte, eine falsche Körperhaltung beim Sitzen oder auch ein Überangebot an Reizen. Dennoch sind die Hauptursachen für Stress meistens die inneren Faktoren, die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind. Unsere Psyche ist an dieser Stelle das Antriebswerk unseres Wohlbefindens.

Denn viele Faktoren spielen eine wichtige Rolle für unseren gesunden Geist:

  • „Das schaffe ich nie!",
  • „Ich werde mich blamieren!" oder
  • „Dafür bin ich zu blöd!"

Vielleicht hast Du Dich gerade selber bei dem Gedanken „Naja, oft habe ich es eilig und komme nicht dazu zu frühstücken." oder „Ich schaffe es einfach nicht früh schlafen zu gehen, selbst wenn ich müde bin." ertappt. Es fängt bei den kleinen Dingen im Leben an, die den Unterschied im Umgang mit uns selbst machen. Jeder ist Mensch gewiss völlig unterschiedlich und eine Generalisierung ist hier nicht möglich.

Wichtig ist es mir festzuhalten, dass wir selbst größtenteils unbewusst unsere inneren Faktoren für uns festlegen. Richtig, wir entscheiden selbst, ob wir gewisse Situationen positiv oder negativ erleben und inwiefern wir Kontrolle über sie haben. Dabei gehen uns Sätze wie

  • ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung,
  • einen Drang zu Perfektionismus,
  • viel Ehrgeiz,
  • Angst vor Ablehnung,
  • ein schwaches Selbstwertgefühl,
  • Angst vor Verantwortung,
  • ein mangelndes Durchsetzungsvermögen,
  • viele Verpflichtungen in der Freizeit,
  • Schwierigkeiten Berufliches von Privatem zu trennen,
  • ein schlechtes Zeitmanagement,
  • einen Drang es allen recht machen zu wollen.

durch den Kopf.

Menschen, die häufig unter Stress und Ängsten leiden haben:

Das Hauptproblem bei den genannten inneren Faktoren ist, dass wir uns selber unter Druck setzen. Alles muss sofort, schnell und perfekt erledigt werden und das Ganze hätte eigentlich am besten schon gestern gemacht worden sein. Einen Fehler zu machen empfinden wir als Weltuntergang, ein großes Drama und persönliches Versagen. Mal ganz abgesehen vor der Blamage was die Anderen wohl jetzt über unser „Versagen" denken.

Ich möchte, dass Du Dir vor Augen hältst, dass im Endeffekt alle Menschen gleich sind. Sicherlich ist die Ausprägung der Ängste und der Stressempfindung bei jedem anders, aber im Prinzip kennen wir alle diese Gefühle. Der größte Unterschied ist wie wir damit umgehen.

Alltagsstress

In einer halben Stunde kommen die Gäste, der Tisch ist nicht gedeckt, der Braten ist noch immer nicht im Ofen, mal ganz abgesehen von der Unordnung in der Küche und der Tatsache, dass Du nicht mal die Zeit hattest Dir etwas Schickes anzuziehen. Nebenbei fällt Dir auch noch ein was Du heute hättest dringend in der Arbeit erledigen sollen, aber einfach keine Zeit dafür hattest. Somit hätten wir den Stress für morgen bereits vorprogrammiert.

Diese oder ähnliche Situationen haben wir mit Sicherheit alle schon mal erlebt oder zumindest bei anderen beobachtet. Die Zeit rennt uns davon und fehlt an allen Ecken und Enden. Versuche zu verstehen, dass Du Dir selber helfen kannst und Dein Alltag so nicht aussehen muss. In den folgenden Kapiteln möchte ich detaillierter auf den Zeit- und Leistungsdruck eingehen, dem wir uns ständig selber unterziehen. Vielleicht hilft es ein wenig die Augen zu öffnen oder zu verstehen wie viel Einfluss wir selber auf unser Wohlergehen im Alltag haben.

Wenn wir das Ausmaß verstehen sind wir automatisch motiviert unseren Tagesablauf zu überdenken oder vielleicht sogar neu zu gestalten. Dein Wohlergehen liegt uns am Herzen. Wir möchten, dass Du verstehst, dass niemand jemals so gut auf Dich aufpassen kann und wird wie Du selbst. Deswegen solltest Du auf Deinen Körper achten, hören und ihn liebevoll behandeln und pflegen.

Kein Mensch sollte seinen gesamten Tag mit Leid und Schmerzen verbringen müssen, wenn es doch eigentlich einen Ausweg gibt sich selbst zu helfen. Jeder Mensch sollte die Chance haben glücklich und entspannt durch den Tag zu gehen und wir sind davon überzeugt, dass auch Du es schaffen kannst.

Warum ist Stress schädlich?

Ich möchte verdeutlichen, dass körperliche Probleme, die Du vielleicht gar nicht mit Deiner Stressbelastung in Verbindung bringst, in direktem Zusammenhang entstehen. Wenn man sich darüber klar wird, ist es einfacher die Stresssymptome zu kontrollieren. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Körper 24 Stunden am Tag ununterbrochen funktioniert, selbst wenn wir meinen ihn gerade gar nicht zu belasten oder im Schlaf.

Unterziehen wir ihn nun dem ständigen Gefühl unter Stress zu stehen, ohne einen wohltuenden Ausgleich zu finden, um Körper und Geist harmonisch in Gleichgewicht miteinander zu bringen, wehrt sich unser Körper irgendwann. Häufig ignorieren und unterdrücken wir die Signale, sodass wir im Prinzip unseren Körper selbst dazu zwingen mit drastischeren Maßnahmen Alarm zu schlagen und uns buchstäblich selbst dazu zwingen uns eine Auszeit zu nehmen und Erholung zu gönnen.

In der Medizin hat man sich bereits mit vielen Untersuchungen über Stressreaktionen auseinander gesetzt und dabei physische und psychische Erkrankungen aufgrund von Stressoren festgestellt. Eine der bekanntesten Folgen unserer Zeit ist das Burnout Syndrom. Es besagt, dass der Mensch aufgrund der alltäglichen Überforderung ausgebrannt ist. Der Körper hat folglich keine Kraft mehr die kleinsten Dinge des Alltags zu bewältigen.

Alarmbereitschaft sollte auch bei einem Herzinfarkt, starken Rückenschmerzen oder auch einem geboten sein. Nimm Dir Zeit Dein Leben und seinen Rhythmus zu überdenken und zu analysieren. Es ist keine Schande auch nahe stehende Personen um Rat zu fragen. Oft können Außenstehende sogar eine subjektivere Meinung geben und Du wirst Dich wundern wie oft Du den Satz „Ich habe mich schon immer gefragt wie Du das alles schaffst." oder „Ich habe Dich schon immer um Deine Kraft und Ausdauer beneidet, denn ich könnte das nicht." hören wirst.

Unterschätze also bitte nie die Warnsignale, die Dein Körper versucht Dir mitzuteilen. Sei es eine Verspannung im Nacken, ein zuckendes Auge oder jede andere Kleinigkeit, die Du zuvor nicht hattest bzw. nicht wahrgenommen hast und als fremd oder ungewöhnlich empfindest.

Warum macht Stress krank?

Hast Du Dich auch schon mal gefragt wieso Dauerstress überhaupt krank machen kann? Wissenschaftlich betrachtet schwächen zu viele Stresshormone (CRH, ACTH, Cortisol, Cortison, Adrenalin und Noradrenalin) unseren Körper. Zeit- und Leistungsdruck, Angst um den Arbeitsplatz, Pflege eines Angehörigen, eine Scheidung oder Auseinandersetzungen mit Freunden? Ununterbrochen stellen wir uns selber oder auch andere unter Druck.

Hast Du die Sätze „Jetzt stell Dich nicht so an!", „Hör auf zu jammern!", „Du ziehst das jetzt durch!" oder „Augen zu und durch!" schon mal gehört oder vielleicht selber schon mal gesagt? Uns allen sind sie wahrscheinlich schon mal in dieser Art in einer Lebenssituation begegnet, denn unsere heutige Gesellschaft ist sehr darauf getrimmt Gefühle zu ignorieren und zu unterdrücken.

Alles muss schnell erledigt und eiskalt durchgezogen werden. Ganz sicher sind die oben genannten Kommentare unserer Mitmenschen nicht böse gemeint und haben wohl eher die Intention uns zu motivieren eine anstrengende Situation durchzustehen und nicht aufzugeben. Doch was passiert eigentlich wenn unser Alltag über Jahre hinweg aus solchen Situationen besteht?

Müssen wir zu Überlebenskämpfern mutieren um unseren Alltag zu überstehen, weil wir immer weiter und höher hinaus wollen und nicht einfach mal mit dem was wir haben zufrieden sein können oder gar dürfen? Ein Gleichgewicht ist unumgänglich, wenn wir gesund bleiben möchten und nicht zu Opfern unseres eigenen Alltags werden wollen.

Nimm Dir Zeit spazieren zu gehen, ein Buch zu lesen, Sport zu machen, einfach mal tief durchzuatmen, zu lachen oder einfach mal Tag zu träumen. Selbst die stärkste und größte Maschine wird irgendwann ausfallen und muss instand gesetzt und gehalten werden, wenn sie ununterbrochen auf Hochtouren läuft.

Wann macht Stress krank?

  • eine erhöhte Infektanfälligkeit,
  • verzögerte Wundheilung,
  • Zunahme von bösartigen Erkrankungen,
  • Bluthochdruck,
  • Zunahme des Bauchumfangs,
  • schwindende Muskelmasse,
  • Kopfschmerzen,
  • Hörsturz oder Tinnitus.

Nach neuesten Erkenntnissen der Stressforschung können wir selbstsicher sagen, dass Stress ab und zu sehr gut ist, uns hilft effizienter zu arbeiten und sogar gesund für unser Immunsystem ist. Es wird aber problematisch, wenn keine ausreichenden Entspannungsphasen dem Körper geboten werden und er sich dauerhaft in regelrechter Alarmbereitschaft befindet.

Hier findet eine Entwicklung statt, denn der akute Stress wird chronisch und wirkt sich folglich negativ auf den Stoffwechsel der Hormone aus. Diverse Studien belegen, dass dauerhafter Stress das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht. Dazu gehören u.a.

Zusätzlich reagiert der Körper u.a. mit einem sinkenden Testosteronspiegel mit sexueller Unlust, ein kleiner werdender Hippocampus sorgt für einen Nachlass der Denkleistung und Schlafstörungen rauben die nächtliche Erholung. Die Tiefschlafphase verkürzt sich zunehmend und die Betroffenen wachen mehrfach nachts auf. Somit hätten wir einen Teufelskreis geschaffen aus dem betroffene Menschen oft keinen eigenständigen Ausweg mehr finden.

Aber soweit muss es gar nicht erst kommen. Sei wachsam und reflektiere Deinen Lebensstil. Ziehe die Möglichkeit in Betracht Dir einfach mal etwas weniger vorzunehmen. Versuche in Deinen Alltag kleine Pausen einzuplanen, mehr Bewegung und hast Du vielleicht sogar schon mal über Entspannungsübungen nachgedacht?

  • Herz- und Schilddrüsen-Erkrankungen,
  • Herzrasen,
  • Herz-Rhythmus-Störungen,
  • Ohnmachten oder
  • Schwindelgefühle.

Auch Hobbys und soziale Kontakte pflegen, Musik hören, lesen und eine gesunde sind nicht zu verachten. Versuche dabei nicht auf Medikamente zurück zu greifen und mit der Situation auf natürlichem Wege umzugehen. Halte einen Moment inne und traue Dich Dir einzugestehen, dass Du Dir vielleicht doch manchmal oder öfter ein bisschen viel zumutest. Schenke Deinem Körper und Gefühlen die Aufmerksamkeit, die er verdient und braucht.

Dadurch, dass es sich bei Angst um ein ganz natürliches und menschliches Phänomen handelt, sollte zunächst in einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um eine krankhafte Angst handelt oder ob sich die Angst im Rahmen des Normalen befindet. Betroffene berichten auch von diversen körperlichen Symptomen, die eine organische Erkrankung ausschließen.

Dazu gehören u.a.

Je nach Ausmaß der Symptome ist es sinnvoll weitere Untersuchungen zu verordnen. Ein (Messung der Aktivität des Herzens), ein (Ableitung der Hirnströme) oder eine Magnetresonanztomografie () gehören dabei zu den diagnostischen Routineuntersuchungen.

Ab wann zum Arzt?

Liegt der Verdacht einer krankhaften körperlichen Ursache nahe, bringt eine gründliche ärztliche Untersuchung ersten Aufschluss. Der Hausarzt wird je nach ersten Untersuchungsergebnissen seinen Patienten gegebenenfalls an einen entsprechenden Facharzt überweisen. Es ist wichtig einen Moment inne zu halten und auf seinen Körper zu hören, ohne dass die Beschwerden zu einem akuten Problem werden müssen.

  • eine Angststörung,
  • andere psychische Problematiken oder
  • eine körperliche Erkrankung handelt,

Wirst Du nachts öfter wach? Hast Du manchmal grundlose Schweißausbrüche oder feuchte Hände? Kommt es gelegentlich zu Herzrasen ohne ersichtlichen Grund? Plagt Dich eine innere Unruhe und irgendetwas stört Dich, aber Du kannst nicht genau definieren was es ist? Höre auf Dein Bauchgefühl und gehe zum Arzt Deines Vertrauens, Du hast nichts zu verlieren!

Für krankhafte Angststörungen gibt es kombinierbare Therapiepläne. Dabei wird häufig eine Verhaltenstherapie mit Entspannungstechniken kombiniert um effizient Stress abzubauen.

Ein Hausarzt sollte in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten klären, ob es sich um

die für Deine Ängste verantwortlich ist. Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit sich einzugestehen, dass eine psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.

Das ständige perfekte Lebensbild, dass wir an unsere Umgebung abliefern müssen entfernt uns von dem Gedanken, dass es vollkommen normal und natürlich ist sich auch mal auf Hilfe einzulassen und sich einzugestehen, dass tatsächlich nichts ist wie es nach außen hin scheint.

  • Höre auf Deine innere Stimme und nimm Deine Empfindungen ernst. Versuche das Ausmaß Deiner Angstgefühle zu verstehen und zu analysieren wie sie Deinen Alltag und den Deiner Mitmenschen beeinflussen.
  • Trainingsprogramme: nehme diese Möglichkeit wahr, wenn Deine Ängste sich auf bestimmte Situationen beziehen, wie z.B. ein Zahnarztbesuch, enge geschlossene Räume oder Prüfungen.
  • Versuche Deine inneren Konflikte aufzuarbeiten, hierbei geht es vor allem um zwischenmenschliche Probleme. Einzel-, Paar- oder Gruppentherapie könnte hier ein Ausweg sein Deine Probleme zu erkennen, verstehen und zu lösen.
  • Versuche Dich gezielt zu entspannen: Angeleitete Entspannungsmethoden können Bestandteil einer Angsttherapie sein (progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Biofeedback).
  • Gezielt Stress abbauen, indem Du Überlastungen verringerst, dabei kann Dir ein Stressmanagement helfen Deine alltäglichen Aufgaben einzuteilen, sicherer zu bewältigen und wenn nötig, immer wieder mal loszulassen und abzugeben. Eine Akupressurmatte kann helfen, denn bei der Anwendung werden Glückshormone, wie Endorphine und , freigesetzt. Sie führen zu einer raschen Entspannung und dem Abbau von Stress. Zudem gibt es Psychotherapeutische Praxen, Gesundheitszentren oder Volkshochschulen, die ebenfalls Kurse zum Stressmanagement anbieten.
  • Gesund leben: Ein ausgewogener Lebensstil fördert grundsätzlich Heilungsprozesse, unabhängig davon ob es sich um körperliche oder seelische Probleme handelt. Wer lernt, gesund zu genießen, sich nichts zu verbieten und mit sich selber im Einklang zu sein, verbessert sein Energiepotential und das psychische und physische Wohlbefinden.
  • Eine regelmäßige körperliche Bewegung und sportliche Aktivitäten treiben die Durchblutung gut an und stärken die Körperfunktionen. Für die Psyche, gerade auch bei Ängsten und Depressionen, bedeutet Bewegung ein positiver Motor, der die Selbstheilungskräfte ankurbelt. Nimm Dir ein wenig Zeit und versuche Dich darauf einzulassen.

Vielleicht hilft es Dir mit Freunden und Angehörigen das Thema anzusprechen. Er wäre ein erster Schritt in Richtung Offenheit und evtl. hilft es dir die nächsten Schritte zu gehen. Nimm Dir Zeit und überfordere Dich nicht, aber behalte trotzdem vor Augen, dass es einen Ausweg gibt und Du diese Umstände so nicht hinnehmen musst.

Ängste was tun?

Natürlich gibt es auch ein paar Möglichkeiten, die Dir helfen könnten, falls Du mit dem Arzttermin noch ein wenig warten möchtest.

Niemand erwartet von Dir Bäume auszureißen oder einen Marathon zu laufen, das solltest auch Du nicht von Dir erwarten. Es geht lediglich darum sich selber zu respektieren, verstehen und zu erkennen, dass es in Deiner Hand liegt ob Du jeden Tag voller Qualen und Angst verbringst oder Deine Tage sorglos und ausgeglichen LEBST.

Psychotherapie

Es gibt einen Ausweg, er heißt Therapie und das ist auch gut so. Es ist keine Schande und völlig natürlich die Hilfe von anderen Menschen aufzusuchen, die sich mit dem Thema auskennen und Dich effizient unterstützen können. Oft helfen einfache Gespräche mit Freunden nicht oder nur kurzfristig. Häufig hören wir dabei Sätze wie „Du schaffst das schon.", was einem aber leider meistens nicht besonders hilft.

Viel eher kommt das Gefühlt auf nicht verstanden und ernst genommen zu werden. Dein Gegenüber kann sich unter normalen Umständen nicht das Ausmaß und den Schweregrad deines Problems verstehen. Abgesehen davon bietet solch ein Satz keinerlei Lösung.

Denk bitte daran, dass nur ein Psychotherapeut, ggf. ein Psychiater, kann eine Angsterkrankung zugrundeliegende psychische Störung aufdecken und behandeln. Je nach Ursache und Diagnose kommen aber auch Ärzte anderer Fachgebiete in Betracht gezogen werden. Traue Dich es Dir selbst einzugestehen und einen Arzt auszusuchen. Du wirst sehen, dass es sich für Deinen Arzt um eine Krankheit handelt, wie jede andere auch und einfach behandelt wird.

Es gibt nichts wofür Du Dich schämen müsstest. Ich möchte, dass Du ein Gefühl dafür bekommst, dass Du nicht alleine bist und Du mit ein bisschen Mut und Einsicht das Problem bewältigen kannst. Was bringt es die Dinge schön zu reden, sie zu ignorieren und zu unterdrücken? Es schadet Dir und macht krank. Liebe und respektiere Dich, Deine Gesundheit und Deinen Körper.

Einnahme von Medikamenten

Einige Arzneimittel können Angstgefühle auslösen oder verstärken. Möglich ist das etwa bei Medikamenten gegen psychische Erkrankungen (Neuroleptika), , Hirnleistungsstörungen oder gegen bakterielle Infektionen (Antibiotika). Hier ist es wichtig, über die auftretenden Nebenwirkungen mit dem Arzt zu sprechen und Deinen Arzt ehrlich über Deine Sorgen und Ängste aufzuklären.

Häufig werden Stress und Ängste mit Antidepressiva behandelt, da es dem Betroffenen hilft „runter zu kommen" und man hat relativ plötzlich das Gefühl, dass die riesengroß eingeschätzten Probleme und Ängste auf einmal gar nicht so unbezwingbar und furchtbar schlimm sind.

Alternative Behandlungsmethoden

Auch die Natur hält Dir kleine Helferlein bereit um Stress abzubauen. Neben Heilkräutern und Heilpflanzen können einem auch Homöopathische Mittel helfen. Mit Schüssler-Salzen kannst Du eine sogenannte Anti-Stress-Kur durchführen.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Baldrian ist ein bekannter natürlicher "Entstresser". Er wirkt entspannend, beruhigen und ausgleichend. Das Gute daran, dass er tagsüber nicht müde macht und nachts schlafanregend wirkt. Somit ist er bestens dafür geeignet um auch tagsüber fit zu bleiben.

Hopfen enthält eine natürliche Substanz, die schlaffördernd wirkt. Johanniskraut hilft bei leichten Depressionen und Angstzuständen. Allerdings sollte auf eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten geachtet werden. Am besten Du frägst Deinen behandelnden Arzt. wirkt ebenfalls beruhigend und hilft zusätzliche bei einem nervösen Magen.

Ginseng ist erhöht die Stressresistenz des Körpers und hilft bei Schwächegefühl und Müdigkeit. Außerdem verbessert es Deine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. hingegen verbreitet einen angenehmen Duft und wirkt somit beruhigend.

Aromatherapie

Die Aromatherapie, mit dem Einsatz ätherische Öle bietet, wunderbare Möglichkeiten den Stress des Alltags los zu lassen. Auch eine angstlösende Wirkungen ist ihr nachgewiesen. Besonders folgende Öle sind bekannt für ihre entspannenden und ermutigenden Eigenschaften:

  • Ihr seid ungeduldig und habt an allem was auszusetzen?
    --> Colocynthis
  • Ihr seid völlig überfordert, was euch auf die Stimmung drückt? Ihr habt somit zu nichts mehr Lust und zieht euch zurück?
    --> Haplopappus
  • Ihr seid chronisch überlastet, was bei euch zu reizt und unzufrieden macht?
    --> Nux vomica
  • Erschöpfung breitet sich aus und Ihr findet aus der Situation keinen Ausweg, was euch noch mehr stresst?
    --> Ambra
  • Eure Grundstimmung ist gereizt, was sich aber an frischer Luft bessert?
    --> Bryonia

Einfach die ein paar wenige Tropfen in eine Duftlampe oder Diffusor geben, sich zurück lehnen und diese besonderen Düfte auf sich wirken lassen.

Homöopathie

Die Homöpathie hält ebenfalls ein paar Mittelchen gegen die Symptome von Stress bereit:

  • Schüssler Salz Nr. 5 - Kalium Phosphcorium
  • Schüssler Salz Nr. 3 - Ferrum Phosphcorium
  • Schüssler Salz Nr. 7 - Magnesium Phosphcorium

Alle oben genannten Globuli sind in der Konzentration D12 und 3x täglich á 5 Kügelchen einzunehmen.

Schüssler Salze

Die bereits weiter oben kannst Du mit der Einnahme von Schüssler Salzen unterstützen. Hier empfiehlt sich die Einnahme von

jeweils 5 Tabletten über eine Dauer von 3 Wochen. Ergänzend kann vor dem schlafen gehen eine "Heiße 7" getrunken werden. Dabei werden 10 Tabletten Magnesium Phosphcorium in abgekochten heißem Wasser aufgelöst und soll dann auch möglichst heiß getrunken werden.

7. Wie beugt man Stress & Ängsten vor?

Die Zeit in der wir leben ist extrem schnelllebig geworden und fordert von uns immer mehr Anstrengungen. Unsere finanzielle Versorgung soll gesichert sein und auch die Partnerin oder der Partner sollen glücklich sein und nicht zu vergessen, dass wir als Vater, Mutter, Tante oder bester Freund oder Freundin zu aller Zufriedenheit funktionieren müssen und wollen.

Gerade deswegen sind die kleinen und größeren Ruhepausen, die wir uns bewusst nehmen müssen, so wichtig. Nur wir sind im Stande unserem Körper und auch unserer Seele die Möglichkeit zu geben, die Energiereserven wieder aufzuladen. Wenn es Dir möglich geworden ist die Wichtigkeit von Ruhepausen im Leben zu erkennen und zu verstehen, dann bist Du auf dem besten Weg den Stress aus Deinem Alltag wirkungsvoll zu reduzieren und Dich und Deine Gesundheit aktiv zu schützen.

Sei Dir bitte auch im Klaren darüber, wie wichtig es ist den Teufelskreis aus Stressreizen so früh wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen. Es gibt viele unterschiedliche Wege zur Entspannung und um Stresshormone effizient abzubauen. Stress und Entspannung gehören zusammen, wir müssen nur lernen diese richtig miteinander zu kombinieren und dosieren.


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