Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!


Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Jonathan Swift erzählen:
„Ein lächerlicher Anlass genügt für einen Krieg“
Als Gulliver in das Zwergenland Liliput reiste, wunderte er sich über alle Maßen:
Schon seit 36 Monaten befanden sich die Liliputaner in einem erbitterten Krieg.

Die Ursache lag in der Frage begründet, wie weiche Eier zu öffnen sind:

Klopft man die Schale am breiten Ende auf oder schneidet man sie dort mit dem Messer ab?
 
Doch bei dieser Prozedur schnitt sich einmal ein Prinz in den Finger. Daraufhin verbot der König unter Androhung einer schweren Strafe, weiterhin Eier am breiten Ende zu öffnen.
Das Volk geriet über das Gesetz in eine solche Wut, dass – man mag es kaum glauben - ein Bürgerkrieg ausbrach: Die Breitender, welche die Eier weiter am breiten Ende öffnen wollten, kämpften erbittert gegen die königstreuen Schmalender, die befehlsgemäß die Eier nur noch an dem schmalen Ende öffneten.
In diesem fürchterlichen und erbarmungslosen Bürgerkrieg kamen elftausend Liliputaner ums Leben und die übrigen Breitender landeten im Internierungslager.“

Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!

Eigenes Foto

Ihr Lieben,
mancher von uns hat mit großem Interesse und ganz gespannt die Geschichten über Gullivers Reisen von Jonathan Swift gelesen. Wenn man diese Geschichten genauer liest, dann stellt man fest, dass es sich dabei nicht nur einfach um irgendwelche Fantasiegeschichten handelt, sondern um Geschichten, aus denen wir etwas lernen können.
So ist das auch mit unserer heutigen kleinen Geschichte. Da streiten sich die Liliputaner darum, ob man weichgekochte Eier auf dickeren oder dünneren Ende öffnet. Und aus den Streitigkeiten heraus kommt es zu einem Bürgerkrieg.
Nun werden die meisten von Euch zu Recht sagen:
„Wegen einer solchen Lächerlichkeit fängt man doch keinen Krieg an!“

Krieg ist für mich überhaupt kein Mittel, um Unstimmigkeiten und Streitereien zwischen Menschen zu schlichten.
In früheren Zeiten wurden großen Schlachtenlenker, wie Julius Caesar oder Napoleon, große Denkmäler errichtet. Für mich beweisen diese Denkmäler eigentlich nur, wie wenig zu den damaligen Zeiten das einzelne Menschenleben wert war.
Im Zweiten Weltkrieg kam es in Afrika zu einer großen Schlacht zwischen den Engländern unter General Montgomery und den Deutschen unter General Rommel.
Von dem englischen General Montgomery ist überliefert, dass er „jeden Augenblick der Schlacht genossen habe“ und von Rommel ist der Satz verbürgt: „Krieg führen sei seine große Leidenschaft.

Ich finde die Einstellung dieser Generäle in höchstem Maße menschenverachtend.
Denn viele Hundertausende, ja Millionen Menschen, oft noch sehr junge, haben im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Ihnen wurde ihre Jugend geraubt, ihnen wurde die Möglichkeit geraubt, zu heiraten, Kindern zu bekommen, einen Beruf auszuüben, das Leben zu genießen.

Der Krieg zwischen den Menschen beginnt auch nicht zwischen den einzelnen Staaten, er beginnt immer bereits zwischen einzelnen Menschen.
 
Krieg beginnt, wenn ich einen Menschen verachte, z.B. weil er Ausländer ist.
Krieg beginnt, wenn ich glaube, etwas Besseres zu sein als andere Menschen.
Krieg beginnt, wenn ich nicht zu Kompromissen bereit bin,
sondern auf mein Recht poche.
Krieg beginnt, wenn ich, um meine Ziele zu erreichen,
bereit bin, „über Leichen“ (!) zu gehen.

Krieg beginnt, wenn ich behaupte, meine Überzeugungen,
mein Glaube seien allein seligmachend.
Krieg beginnt, wenn ich nicht zur Vergebung und zur Versöhnung bereit bin.


Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zumindest in Europa viel getan.
Heute werden für Schlachtenlenker keine Denkmäler mehr gebaut.
Heute werden eher Friedenspreise verliehen bzw. der Friedensnobelpreis.
Heute werden vor allem diejenigen geehrt, die sich für den Frieden einsetzen und die Frieden stiften.

Das, was wir heute brauchen, sind Friedensstifter.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht Recht behalten will, sondern zu seinem Mitmenschen sagt: „Lasst uns den alten Streit begraben!“
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der um Vergebung bittet,
wenn er falsch gehandelt hat.

Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der mitten im Streit Versöhnung anbietet.
Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht auf Rache sinnt, sondern auf Frieden.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht hasst, sondern liebt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Liebe und Zuwendung schenkt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht entmutigt, sondern ermutigt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der trotz aller Widerstände nicht aufgibt und die Botschaft des Friedens weiterträgt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Freude bringt und kein Leid.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der sagt: „Du bist mir wichtig!“
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Licht in die Dunkelheit dieser Welt hineinträgt und sich niemals entmutigen lässt, weil er weiß, dass die gesamte Dunkelheit der gesamten Welt sein kleines Licht niemals auslöschen kann.
Die größte Gewissheit des Friedensstifters ist die Tatsache,
dass die Dunkelheit niemals das Licht besiegen kann.

Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!

Eigenes Foto

Ich wünsche Euch trotz der dunklen Jahreszeit helle Tage, Tage der Freude, Tage der Zuversicht und Tage des Lichts und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!

Quelle: Karin Heringshausen



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