Strategiepapier „Wald im Wandel“ ebnet den Weg für weitere Flächenstilllegungen

Das eigentliche Ziel der Strategie „Wald im Wandel“ war eine faire Partnerschaft zum Wohl des Waldes, der Waldbesitzer, der Forstwirtschaft und zugunsten der Entwicklung des ländlichen Raums im Freistaat Thüringen. Die im Strategiepapier formulierten Ziele dienen jedoch aus Sicht der Holzwirtschaft nicht dieser Entwicklung, es sei denn, Thüringen wünscht sich ländliche Räume ohne die dort lebenden und arbeitenden Menschen.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) erkennt an, dass die Wälder in Deutschland und ebenso in Thüringen für den Natur- und Artenschutz einen hohen Stellenwert einnehmen. Wir unterstützen daher den Ansatz eines integrativen Biotop- und Artenschutzes. Das vorliegende Strategiepapier sieht jedoch vor, ohne vorherige Prüfung der volkswirtschaftlichen Folgen für den ländlichen Raum und unbegrenzt über die bereits vielfach bestehenden Schutzgebiete hinaus, weitere Flächen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu entziehen. Die Arbeitsgemeinschaft lehnt daher, gemeinsam mit dem Bundesverband Säge-und Holzindustrie Deutschland (BSHD), die für den 12. August 2010 vorgesehene, öffentliche Unterzeichnung des Strategiepapiers ab.
„Gerade vor dem Hintergrund der klima- und energiepolitischen Herausforderungen in Europa, Deutschland und auch Thüringen halten wir dies für nicht verantwortbar“, so der Geschäftsführer der AGR Dr. Helmut Koschel. „Wir sind vielmehr der Auffassung, dass es Gebot der Stunde sein muss, alle Anstrengungen zu unterstützen, die eine nachhaltige Gewinnung und Verwendung des regenerativen und klimafreundlichen Rohstoffes Holz fördern“.

Hierzu verfügt Thüringen nicht nur über kompetentes Forstpersonal zur Weiterentwicklung möglichst vorratsreicher, stabiler Mischwälder mit hohem ökologischem Wert, sondern auch über eine moderne Holzindustrie für die entsprechende Verarbeitung. Speziell für Thüringen sei wissenschaftlich belegt, welche Bedeutung die Branche für Wirtschaftsstruktur, Arbeitsplätze und Steueraufkommen in den ländlichen Räumen Thüringens hat. Anstatt die Thüringer Wälder mit leistungsfähigen, standortgerechten Baumarten zu stabilen und ökologisch wertvollen Mischbeständen umzubauen, wird ein Käseglockennaturschutz befürwortet. Dieser entzieht nicht nur der der lokalen Holzbranche die Rohstoffbasis, sondern verzögert den ökologisch notwendigen Waldumbau.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. vertritt die Auffassung, dass sich in Deutschlands Wäldern Schützen und Nutzen in aller Regel nicht ausschließen. Ein offener gesellschaftlicher Dialog ist nur auf der Grundlage einer transparenten Erhebung aller bereits bestehenden Nutzungsbeschränkungen in den Wäldern Thüringens und deren finanzielle Evaluierung möglich.

AGR und BSHD erwarten von der Thüringischen Regierung ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Ressourcennutzung und lokalen Verarbeitung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Zusätzliche, großflächige Nutzungsbeschränkungen können wir nicht unterstützen.


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