Storytelling ist nicht alles - oder: wie sorge ich dafür, dass alle von meinem Projekt erfahren

Zwei Männer hatten das Ziel, den Nanga Parbat Berg zu ersteigen. Der erste Bergsteiger bereitete sich lange vor. Er wollte sicher sein, dass er körperlich auf der Höhe war. Er plante die Anreise und die Aufstiege in die Zwischenlager genau durch. Vor Ort wollte er nach Bergsteigern suchen, und sich mit ihnen vorbereiten um gemeinsam weiter zu kommen. Natürlich beinhaltete seine Planung auch die Möglichkeit, dass ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen könnte und die Terminplanung sich verzögern kann. Er gab sich 40 Tage Zeit wobei er als Ziel das Erreichen des obersten Basislagers festgelegt hatte. So konnte er einfach seine Grenzen kennen lernen und etwas Gutes für sich tun. Der zweite Bergsteiger war ganz neu in dem Sport. Er hatte in den Alpen ein paar Berge bestiegen und wollte jetzt zeigen wie toll er schon war.  Er schloss sich einer Expedition an, die schon vor Ort war und starten wollte. Die fehlende Vorbereitung war ihm egal und er ließ sich mit dem Helikopter direkt zum Startpunkt fliegen. Er kannte die anderen Teilnehmer der Expedition nicht und konnte sich schwer in den Tritt der anderen einfinden. Aber es war ihm egal. Er wollte so schnell wie möglich an den Gipfel, um allen später die vielen Bilder seines Erfolges zu zeigen. Er wollte Aufmerksamkeit. Während der erste Bergsteiger 3 Wochen mit Vorbereitung und Aufstieg gebraucht hat bis er das oberste Basislager erreicht hat marschierte der zweite Bergsteiger in 5 Tagen bis dahin, und obwohl das Wetter nicht gut war machte sich der zweite Bergsteiger mit einem weiteren direkt auf zum Gipfel. Ein Unwetter zog auf, 3 Tage tobten Schneestürme und ließen keine weiteren Aktivitäten zu. Der Erste Bergsteiger aber war zufrieden, entspannte sich in seinem Zelt und freute sich über seinen Erfolg. Als nach 4 Tagen das Wetter aufklarte, entschloss er sich einer erfahrenen Gruppe zum Gipfel anzuschließen, da er noch gut in der Zeit lag. Oben am Gipfel machte er ein Foto für sich als Erinnerung seines persönlichen Erfolges. Der Zweite erreichte auch sein Ziel. Andere konnten sein Bild überall sehen. Untertitel „Bergsteiger am Himalaya vermisst! “  Quelle: Christoph Schiele 


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