Stoffwindeln in der Kinderkrippe nicht umsetzbar

Der Frosch ist 1 Jahr 8  Monate und 1 Woche alt
22 Schwangerschaftswoche, 21 Wochen und 1 Tag Schwanger


Heute Morgen hatte ich ein erneutes Gespräch mit einer der Erzieherinnen vom Frosch bzgl. der Stoffwindeln. Als wir noch in der Testphase waren zog ich Tom morgens immer eine Stoffwindel in den Kindergarten an. Ich bat darum, die Einlagen oder die Innenwindel, je nach Windelsystem, von der Außenwindel zu lösen und in eine separate Tüte zu stecken. Beim Windelwechsel bekam Tom eine der dort gelagerten Wegwerfwindeln an. Ich verlangte also nicht, dass der Kindergarten ausschließlich mit Stoffwindeln wickelte und nahm mittags die Tüte mit der Windel mit Nachhause. Von meiner Seite aus war eigentlich klar, dass wir das so beibehalten. Schließlich hatte ich die Windeln angeschafft und war überzeugt von meinem Tun.

Nach der Testphase kam die besagte Erzieherin auf mich zu und erkundigte sich, ob wir nun bei den Stoffwindeln bleiben würden. Sie erklärte mir, dass sie sich mit ihren Kolleginnen besprochen hätte und dass es ihnen vom Aufwand und der Lagerung der Windel/n nicht möglich sei, Tom morgens die eine Stoffwindel vom Poppes zu machen.

 Ich bat um einen weiteren Gesprächstermin, weil ich die Problematik nicht ganz nachvollziehen konnte. Man hätte das Ganze noch vereinfachen können, indem ich künftig eine Nasstasche im Kindergarten abgegeben hätte und dem Frosch einfach eine AIO (All-in-One) Stoffie angezogen hätte. Damit wäre der Aufwand für die Erzieherinnen minimalst gewesen. 


Was die Lagerung betrifft, es gibt einen großen Waschraum, in dem sich sogar eine Dusche befindet. Irgendwo wäre sicherlich Platz für eine Nasstasche gewesen. In den Gruppenraum hätte man die Tüte daher nicht zwangsläufig hängen müssen.

Mir wurde daraufhin mitgeteilt, dass es auch aus hygienischen Gründen (Gesundheitsamt) fraglich wäre und das Tom bisher das einzige Kind sei, dass (Zuhause) mit Stoffwindeln gewickelt werden würde. Vom zeitlichen Aufwand sei es im Kindergarten aber nicht umsetzbar, weil dies sonst auch bei anderen Kindern entsprechend geleistet werden müsste. Meine Gesprächspartnerin findet es im Übrigen super, dass ich meinen Sohn mit Stoffwindeln wickle, sie hat das mit ihren Kindern damals genauso gehandhabt. Gerade deshalb bin ich etwas enttäuscht, so wenig Unterstützung zu erhalten.

Ich hatte noch um einen Test mit den AIO-Windeln gebeten, aber dieser kommt jetzt überhaupt nicht Zustande und ich kann es nach wie vor nicht recht nachvollziehen. Es ist für mich natürlich verständlich, dass es bei dem Betreuungsvolumen problematisch werden würde, wenn mehrere (komplett) Kinder mit Stoffwindeln gewickelt werden würden, aber Tom ist bisher das einzige Kind mit Stoffwindeln und die Diskussion diesbezüglich ist für mich daher gar nicht aktuell. Das könnte man faktisch aufrollen, wenn tatsächlich mehrere Eltern auf Stoffwindeln umsteigen würden.

Mir wurde noch aufgezeigt, dass ich den Müll bezüglich der Wegwerfwindeln in diesem Fall gar nicht Zuhause hätte und mich das daher gar nicht stören bräuchte. Seit ich mich aber mit dem Thema beschäftige, beschäftige ich mich auch vermehrt mit (unserem) Abfall und vor allem mit Mülltrennung. Gerade in Bezug auf Plastik ist mir aufgefallen, wie viel Plastik sich in unserem Alltag befindet. Für mich kommt ein Leben ohne Plastik nicht in Frage, aber ein bisschen bewusster kann man damit durchaus umgehen. Kleines Beispiel, die kleinen Plastiktüten in die man in der Drogerie so unbedarft seine Einkäufe steckt, weil man selbst keine Tüte eingesteckt hat. Schnell hat man 2-4 dieser winzigen Plastiktüten zusammen, räumt Zuhause die Einkäufe aus und schmeißt die Tüten in die Tonne.

Seit wir Zuhause zu 90% auf Stoffwindeln umgestiegen sind, ist unsere Restmülltonne nur noch halb so voll. Außerdem haben wir nun bewusst im Haus eine Biotonne, wir haben nämlich dazu geneigt Biomüll im Haus gerne in die Restmülltonne zu schmeißen, weil wir zu bequem waren ins Freie zur Biomülltonne zu laufen. Durch diese Umsetzung ist unsere Biotonne wesentlich voller geworden. 


Ich finde es plötzlich auch nicht mehr gut, dass im Kindergarten mit Plastikhandschuhen gewickelt wird, diese Handschuhe landen ebenfalls nach einem Kind im Müll. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller sich vor und nach dem Wickelvorgang einfach die Hände entsprechend zu desinfizieren? 
Ich denke nicht, dass ich meinen Wunsch nach der einen Stoffwindel nun noch weiter verfolgen werde. Finde es einfach bedauerlich, wenn ich durch Kontakte aus dem Netz von anderen Müttern erzählt bekomme, dass der Kindergarten überhaupt kein Problem darstellt und sogar komplett mit Stoffwindeln wickelt oder, dass die Tagesmutter sofort dazu bereit war das System zu unterstützen.
Mir ging es doch nur um eine Stoffwindel, verdammte Axt!

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