Stimpmeter, was ist das denn?

Von Stephan @stepgeda

Quelle:golf.dk

“Man sind die Grüns heute wieder schnell!” So oder ähnlich hört man die Amateurgolfer sprechen, wenn auf dem ersten Grün der Putt “meilenweit” am Loch vorbei geht. ;-) Tatsächlich gibt es ein Gerät, was die Geschwindigkeit auf den Grüns misst. Vielleicht habt Ihr schon mal jemanden im Heimatclub mit diesem Werkzeug, siehe Bild, auf den Grüns arbeiten sehen. Da stellt man sich automatisch die Frage, wie wird diese “Rutsche” benutzt und was sagen die Werte dann aus?

Warum heißt das Stimpmeter Stimpmeter?

“Erfunden” hat es 1935 Eduard Stimpson und zu dieser Zeit wurde es noch aus Holz gefertigt. Frank Thomas überarbeitete es dann aus Aluminium und 1976 wurde es so von der USGA als Messinstrument genehmigt.

Techn. Daten:

  • Länge: 36 inch
  • Breite: 1,75 inch
  • V-Winkel: 145°
  • Ballrolllänge: 30 inch (Der Ball soll am Ende der Schiene eine Geschwindigkeit von 6 feet/s haben)

Wie sieht ein Stimpmeter aus?

Es hat üblicherweise bei einer Länge von 30 inch eine Kerbe (siehe Grafik), die so angelegt ist, dass ein dahinter gelegter Ball beim Anheben des Stimpmeters bei einer Neigung von 20° wegrollt.

Man nimmt 3 gleiche, neue Bälle und setzt das Stimpmeter auf dem Putting-Green auf. Dabei ist zu beachten, dass man stets quer zur Mährichtung misst und man eine halbwegs ebene Stelle aussucht. Nun lässt man einen Ball nach dem anderen auf der Schiene herabrollen. Dabei wechselt man geringfügig die Richtung. Anschließend misst man den Abstand vom Ende des Stimpmeters zu den drei Bällen (M1 – M3). Nun geht man zum mittleren Ball, setzt dort das Stimpmeter auf und macht das gleiche in die andere Richtung (M4 – M6). Dann bildet man den Mittelwert aus den ersten drei Bällen (M1 – M3) und aus den zweiten drei Bällen (M4 – M6). Dadurch erhält man die beiden Durchschnittswerte DM1 und DM2, oder wie man sie auch immer nennen möchte. Anhand der folgenden Formel werden zarte Breaks ausgeglichen und man erhält einen Geschwindigkeitswert:

Geschwindigkeit = 2 x DW1 x DW2 / (DW1+DW2)

So jetzt muss man den errechneten Wert nur noch mit der folgenden Tabelle vergleichen und schon weiß man, ob das Gefühl, aus dem Anfangssatz, einem getäuscht hat. ;-)

Euer Stephan