„STEIN OTTO“ (OSKAR PASTIOR) IST IN DER FAZ VOM 16.11. NICHT DER MITSCHULD AM SELBSTMORD VON GEORG HOPRICH VERDÄCHTIGT WORDEN. Ein Dementi

Lieber Dieter,
alle Menschen, mit denen ich hier rede, und es sind nicht wenige, wissen aus Deinem FAZ-Artikel, daß Oskar Pastior Mitschuld trägt am Selbstmord von Georg Hoprich. Und den Artikel hast Du geschrieben. Ich habe ihn gelesen. Und genau dies steht drin. Und als man Dich darauf aufmerksam gemacht hat, daß Du dafür keinen Beleg hast, hast Du von Bergel geredet, der das demnächst nachweisen wird. Und es gäbe eine Denunziation Hoprichs, verfaßt von Oskar, die in den Vierteljahresblättern publiziert worden sei. Hast Du jenen Text mal gelesen? Und wenn: glaubst Du ernsthaft, den hat Oskar geschrieben? Kannst Du nicht erkennen, daß dies ein Behördentext ist? Da schickt eine Behörde der anderen irgendwelche Akten, die Hoprich betreffen, und teilt ihre Einschätzung mit. Ich habe noch nie - und ich habe viele Akten in Bukarest gelesen - solch einen IM-Bericht vor Augen gehabt. Und woher willst Du wissen, daß Oskar der einzige war, der Hoprichs inkriminiertes Gedicht kannte? In Hoprichs Strafakte, die Du ja wohl auf dem Tisch hattest, tauchen weder Oskar noch "Stein Otto" auf.
Zur Redlichkeit gehört, daß man die Dinge, die man fälschlicherweise in Umlauf gebracht hat, anschließend richtig stellt.
Dies aber scheinst Du nicht tun zu wollen. Dafür soll man nun damit beginnen, Oskars Werk auf verschlüsselte Botschaften aus Absurdistan hin zu lesen. Als hätte ihn die analphabetische Elena Ceausescu beschäftigt!
Ich bin nun seit zwei Wochen damit beschäftigt, richtig zu stellen, was Du in aller Eile an Halb- und Unwahrheiten in die Welt gesetzt hast. Und das tue ich nicht zu meinem Vergnügen.
Und je länger ich das tun muß, um so ärgerlicher und wütender werde ich. Da hat jemand geschrieben und ist anschließend nicht bereit, auch nur für einen Satz seines Textes die Verantwortung zu übernehmen. Weißt Du, was das heißt?
Not amused, Ernest
Lieber Ernest, die Tatsachen müssen nochmals gebracht und aufgeklärt werden; daher werde ich diesen Text in meinem Blog und auch möglichst in der FAZ veröffentlichen, um „auszuräumen“, was an Missverständnissen Hoprich-Pastior im Raum steht.
Beiliegend schicke ich Dir die Materialien, Maßnahmeplan, Tabellen, Berichte „Stein Otto“ betreffend. Das gilt ganz außerhalb des Falles Hoprich! Und Bitte teile dieses jenen, die danach fragen, mit. Aber auch alles, was ich zum großen Missverständnis und dem ungenauen Lesen meines Artikels vom 16.11. hier weiter sagen werde. Denn es ist tatsächlich eine „Ungeheuerlichkeit“ durch eine falsche Darstellung, auch in der Presse, durch Verdrehungen, Meinungsmache, Oberflächlichkeit:
Zum Falle Hoprich, der noch nicht durch Aktenbelege aufgeklärt wurde, da weder ich, Sienerth, der Sohn Hoprichs, noch Eure Experten diese bisher einsehen konnten, ist zu sagen, dass dieser Fall bisher auch von mir als unbewiesen dargestellt wurde, und ich niemals erklärt habe, „Stein Otto“ sei am Tode Georg Hoprichs schuld oder mitschuld. Das hat vor allem die Presse aus Sensationsgier aus meinem Text so „herauslesen“ wollen. Das habe ich nie geschrieben, geschweige denn, dass es sich beweisen ließe. Ich dementiere diese Darstellung entschieden!
Wer lesen kann und genau liest, erfährt, dass ich gerade den Fall Hoprich als Beispiel für die notwendige Vorsicht im Umgang mit diesen Fällen und Akten beschrieben habe. Da steht in der FAZ vom 16. 11: „Alles bleibt nur Annäherung, auch im Absurden: Das muss uns zur größten Vorsicht bei den Einschätzungen der Spitzeltätigkeiten anhalten. Manches gleicht eher einem Dokumentarroman als einem Tatsachenbericht, den man wissenschaftlich lesen könnte- so auch bei der Tragödie Hoprich, die Pastior, der diese Freundschaft ebenso wie die zu mir, offenbar zu Spitzelzwecken ausgenützt hat, mit zu verantworten hat.“. All das, auch das „mit zu verantworten hat“ steht unter diesem Fragezeichen, dass es nicht als Tatsachenbericht gewertet werden darf!!! Aber nicht einmal hier steht mehr als „Tragödie“, also das unerträgliche Leben unter Beobachtung und nicht der Selbstmord! Ein „angeblich“ im Text hätte dies klarer gemacht! Und genau im obigen Sinne der absoluten Unsicherheit und nicht der Tatsachen, steht da auch ganz klar: „Von Bergel erfuhr ich den „Roman“: „Stein Otto“ sei…“ - bitte den Konjunktiv zu beachten, der den folgenden „Roman“ mit allen Details, was die Witwe von Hoprich Hans Bergel berichtet hat oder auch nicht, durchzieht. Meine Darstellung erscheint als unbewiesene Möglichkeit und niemals als bewiesene Tatsache! Und jeder sollte dies auch in dem Sinn lesen, für den ich den Hoprich-Fall als unbewiesenes Vorsichts-Beispiel gebracht habe, und nicht die Dinge verdrehen, behaupten, ich hätte diesen „Roman“ als Tatsache ausgegeben. Das völlig unabhängig davon, ob irgendjemand daran glaubt oder nicht, ob der Sohn Hoprichs diese Geschichte bestätigt oder nicht, ob Hans Bergel als Augenzeuge vor einem Notar es „beschwört“ oder nicht, ja, auch unabhängig davon, ob in der Hoprichakte einmal Aktenbeweise gefunden werden sollten oder auch nicht! Oskar Pastior muss im Fall Hoprich nicht entlastet werden, weil er (jedenfalls von mir!) mit diesem Fall nie wirklich belastet worden ist!!!
Ich bitte alle, die noch Zweifel daran haben, den Text in der FAZ vom 16.11. nicht nur oberflächlich, sondern ganz genau zu lesen! Und falls noch irgendwelche Zweifel bestehen bleiben sollten, erkläre ich hiermit noch einmal, dass ich mit diesem Fall Pastior niemals belasten wollte, erst recht nicht mit einer Mitschuld am Selbstmord von Hoprich.
Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass es in erster Reihe um die Schuld von „Stein Otto“ geht, und nicht um den Hoprich-Fall. Soll davon abgelenkt werden, die Schuld vergessen und sich die Opfer, die in den sechziger Jahren verfolgt wurden, ja sich in Lebensgefahr befanden und die „Stein Otto“ und andere als IM entlarvt haben, nun rechtfertigen müssen, die Täter aber, es sind in meinem Falle auf mich „angesetzt“ sechs, darunter „Stein Otto“, doch im Ganzen vielleicht 40, vergessen werden?
Freundliche Grüße von Dieter
Am 1. Dezember 2010 23:02 schrieb Literaturhaus Berlin / Wichner :
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