Steh zu Dir selbst, so wie Du bist, auch wenn Anderen das nicht gefällt!

Von Wernerbremen

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute eine Geschichte von Willi Hoffsümmer erzählen:

„Die Fabel von der Möwe“

www.minibild.de

„Du bist widerlich“, sagten die Möwen, die auf der grünen Uferwiese nebeneinander saßen, zu der einen Möwe. „Alle stellen wir uns mit den Schnäbeln zum Wind. Nur Du als einzige machst es umgekehrt.

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„Wenn es mir nun mal Spaß macht“, erwiderte die eine Möwe. „Schadet es Euch?“
„Du zerreißt unsere Gemeinschaft!“ warfen sei ihr vor und schauten weiterhin dem Wind entgegen. Nur die eine Möwe machte es umgekehrt.

Da schlich eine Katze an durch das Gebüsch, erspähte die Vögel, prüfte den Wind, der ihr günstig war, und duckte sich zum Sprung. Die eine Möwe sah sie. „Gefahr! Flieht!“ schrie sie.
 
Da stob der ganze Möwenschwarm auf. „Du bist ein ekelhafter Individualist“, schimpften sie die eine Möwe, mit der sie gemeinsam davonflogen.“

Ihr Lieben,

diese kleine Geschichte ist sehr bemerkenswert.
Obwohl die eine Möwe allen anderen Möwen das Leben rettet, erntet sie keineswegs Dankbarkeit, sondern Kritik, weil sie sich nicht verhält wie alle anderen Möwen.

Dieser Wunsch, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, was sie zu tun haben, wie sie sich kleinen sollen, welche Ansichten sie zu vertreten haben, dieser Wunsch ist tief in jedem Menschen verankert.
Er ist so tief in uns verankert, dass wir dann, wenn sich jemand so verhält, wie die breite Masse der Menschen das wünscht, davon sprechen, dass dieser Jemand „normal“ sei.

In dem Wort „normal“ verbirgt sich das Wort „Norm“. Nur derjenige ist „normal“, der der allgemeinen Norm entspricht. Wer das nicht tut, der wird geächtet, der wird manchmal sogar als „Idiot“ bezeichnet. Dabei stammt das Wort „Idiot“ von dem griechischen Wort „idios“ ab. Das ist jemand, der eine eigene Art hat, der eine eigene Meinung vertritt.
Das ist doch eigentlich etwas Wunderbares, wenn jemand eine eigene Art, eine eigene Meinung hat. Aber wir bezeichnen solche Menschen als „eigenartig“ und das Wort "Idiot" ist im Deutschen ein Schimpfwort.
Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn wir in vielen Fällen das tun, was die Gemeinschaft der Menschen, mit denen wir zusammenleben, zusammenarbeiten oder mit denen wir im Alltag zu tun haben, tut.
Entscheidend ist etwas Anderes:
Wir sollten bei allem, was wir tun, zuvor nachdenken und uns fragen:
Tue ich das, was ich jetzt tun will, deshalb, weil ich das will oder weil Andere das wollen oder von mir erwarten?

Liese Leserin, lieber Leser,
 
nimm Dir die Freiheit heraus, Du selbst zu sein, zu Deinen Wünschen, Bedürfnissen, Träumen, Zielen, Ansichten und Werten zu stehen. Wir haben auf der Welt fast 7 Milliarden Menschen, dennoch bist Du einzigartig!  
Verschleudere Deine Einzigartigkeit nicht, steh dazu, etwas Besonderes zu sein und geh Deinen Weg. Denn entscheidend ist nicht, dass Du anderen Menschen einen gefallen tust, indem Du das tust, was sie wollen, sondern entscheidend ist allein, dass Du glücklich wirst und die Erfüllung in Deinem Leben findest.
Ich wünsche Euch einen ruhigen Ausklang des Tages, einen gesegneten Sonntag und Zeit zum Innehalten
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen