Star Trek Into Darkness

Also doch!
Und doch auch nicht.
Es ist schwierig, etwas hierzu zu schreiben, ohne zu spoilern. Ich wollte ursprünglich eine kleine Gleichung aufstellen, aber selbst die verrät schon zu viel. Also lassen wir das überhaupt bleiben und konzentrieren uns auf den Film an sich.
Das lohnt sich, denn ich bin völlig unbelastet ins Kino gegangen, habe mich allem fern gehalten, was auch nur das Geringste verraten könnte, und wurde dadurch überrascht, und zwar von vorn bis hinten. Das, was hier kombiniert wurde und zusammenfand, was neu ist, was erweitert ist: es funktioniert. Und wie!
Unsere Helden sind erwachsen geworden. Ernster, tiefsinniger, nicht mehr so leichtfüßig. Der Witz kommt noch durch, doch sehr viel leiser, und nicht mehr bei allen. Sie haben aus den Erfahrungen des ersten Teils gelernt, und es blieb auch so einiges hängen. Was sie nicht daran hindert, weiterhin waghalsige Unternehmungen zu starten. Doch jetzt geht es so richtig rein: Sie erleben Verluste, Ängste, Hass und Zuneigung, aber auch etwas, das wie das Böse wirkt, und das gleich in mehreren Facetten. Freundschaften und Partnerschaften müssen harte Bewährungen durchstehen, und nicht für alle geht es gut aus. Doch egal was geschieht, allen ist eines gemeinsam: ein enormer Mut.
Das Tempo ist schlichtweg atemberaubend, die Spannung teilweise bis zum Zerreißen, auch wenn man weiß, es geht gut aus – man weiß nur nicht, wie. Alles (na schön: fast) ist möglich.
Aufgenommen wurde in echtem 3D, was einerseits löblich ist, aber leider vor allem bei den Nahaufnahmen nicht immer gut gelungen ist. Das Ambiente allerdings ist an Opulenz kaum zu überbieten, ein wahrer Augenschmaus.
Ein kleines Manko gibt es natürlich immer – wie etwa Cumberbatchs Overacting, der das überhaupt nicht benötigt, seine Präsenz, allein seine Haltung und sein Blick genügen schon -, ebenso wie hie und da ein Bug, aber was stört mich das, wenn es ST ist.
Ist es ST? Ja. Und wie. Neu definiert.
Lasst uns aufbrechen, zu den unendlichen Weiten!


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