Spinatkrapfen - Libanesische Themenwoche

Von Cocoscutecorner
Liebe Coco's Cute Corner Leser
Gestern gab es einen Tag Pause in meiner libanesischen Themenwoche. Mittwoch hat schliesslich das Quote der Woche seinen Platz. Montag gab es Hummus und Baba Ganoush, Dienstag war Taboule auf dem Speiseplan und heute geht es mit einem weiteren Favorit meinerseits weiter. Fatayer. Da ich mir aber darunter – bis zum Kochkurs im Globus am Bellevue – auch nichts hätte vorstellen können, nenne ich sie hier simpel Spinatkrapfen. Zwar nicht so exotisch und oriantalisch klingend, aber wenigstens weiss man dann, um was es sich handelt. ;-)

Diese Teigtaschen haben mich beim Kochkurs echt aus den Socken gehauen und schon die Füllung alleine war so lecker, dass ich am Kursabend immer mal wieder ein klein wenig davon pur genascht habe, währenddessen ich fleissig die Krapfen geformt habe. Hat man den Trick mal raus, geht das ganz einfach und harte Arbeit soll schliesslich belohnt werden. Hat man etwas zu viel Füllung, so kann man die am nächsten Tag erwärmen und pur geniessen. Schmeckt auch so einfach nur lecker.

Die „geheime“ Zutat, die der Füllung ihren tollen Geschmack gibt, ist Sumak. Kannte ich bisher ebenfalls nicht. Dieses Gewürz hat einen ganz leckeren, leicht säuerlichen Geschmack. Findet ihr keines, so könnt ihr die Füllung auch ganz einfach mit etwas Zitronensaft abschmecken. Sumak macht das Ganze aber natürlich authentischer.

Das Rezept ist wiederum für 5 Personen gedacht. Allerdings wird natürlich davon ausgegangen, dass eine kleine Mezze Variation serviert wird. Für 5 Personen reicht diese Menge andernfalls als kleine Vorspeise oder Snack. Ich Schussel habe übrigens vergessen, die Teigtaschen halbiert zu fotografieren, so dass man die Füllung sieht. Naja, wieder ein Grund, zum sich über mich selber wundern. ;-)

Zutaten

Teig
500 g Mehl*
200 ml Wasser, lauwarm
100 ml Rapsöl*
95 g weiche Butter*
1 TL Salz
1 TL Zucker
Füllung
1 kg Spinat (kann auch TK Spinat sein)*
2 mittelgrosse Zwiebeln*
30 g Pinienkerne*
1 EL Rapsöl*
1 TL Sumak
Salz und weisser Pfeffer

Zubereitung

Für den Teig alle Zutaten zusammen in einer Schüssel vermengen. Den Teig solange kneten bis er geschmeidig wird. Zu einer Kugel formen, etwas Öl auf die Oberfläche des Teiges geben und diesen mit einer Schicht Frischhaltefolie und für ca. 25 Minuten zur Seite oder noch besser in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung den frischen Spinat gut waschen und klein schneiden. TK Spinat auftauen, und ebenfalls klein schneiden. Zwiebel fein würfeln und zum Spinat geben. Etwas Salz über die Masse geben und diese kneten bis ein Saft entsteht. Diesen wegschütten, die Masse sollte trocken sein. Mit Zitronensaft oder Sumak, Öl, Pfeffer und Salz abschmecken. Die Masse nochmals etwas durchkneten oder mischen.

Teig dünn auf etwas Mehl ausrollen. Schauen, dass sich keine Luft unter dem Teig bildet, ansonsten ziehen sich die Teigkreise beim Ausstechen zusammen. Die Kreise sollte etwa einen Durchmesser von einer Untertasse haben. Spinatfüllung in die Mitte geben und etwas andrücken. Den Rand jedes Kreises an 3 Punkten in gleichem Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, so dass eine Art Dreieck entsteht und ein kleiner Rand gebildet wird. Das habe selbst ist, ohne jegliches dreidimensionales Vorstellungsvermögen hingekriegt. Die Ränder gut zusammendrücken, so dass keine Flüssigkeit ausläuft und die Krapfen sich beim Frittieren nicht öffnen. Man kann natürlich auch jede andere beliebige Form aus den Teigkreisen machen. Am Geschmack ändert sich schliesslich deswegen nichts.

Anschliessend die Taschen frittieren. Ich mache das im Wok. Dazu genügend Pflanzenöl in den Wok geben, die Pfanne aber bitte nicht randvoll. Lieber zu wenig als zu viel. Herd auf mittlere bis grosse Hitze schalten. Das Öl ist genügend heiss, wenn sich an einem Holzstäbchen Blasen bilden. Die Teigtaschen darin portionenweise frittieren bis sie goldbraun sind. Das dauert ca. 5 Minuten. Zwischendrin die Krapfen vorsichtig wenden mit einer Schaumkelle. Anschliessend auf einem mit Haushaltpapier ausgelegtem Backblech abtropfen lassen. Am besten lauwarm geniessen. Sie schmecken aber auch kalt am nächsten Tag. Dazu kann man eine Joghurt Sauce mit Gurke und Minze reichen.
Man kann die Teigtaschen auch gerne auf Vorrat zubereiten und vor dem Frittieren einfach einfrieren.
Habt ihr schon mal Fatayer probiert?
Alles Liebe,

* die Produkte wurden mir vom Globus am Bellevue zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!