Spiel nicht mit den Schmuddelkindern …

… sing nicht ihre Lieder! Selbst ein tiefes Ooooommmm lässt mich nun nicht ruhig bleiben. Man möge mir verzeihen, aber ich habe auch ein Privatleben. Dies lasse ich mir von niemanden verleiden. Aber es gibt durchaus einige Zeitgenossen, die sich berufen fühlen … scheinheiligengleich … über allen Wassern zu schweben und mit Schmutz zu werfen. Bevorzugt im Internet, bevorzugt zu Themen von denen sie eine Menge zu verstehen glauben. So sei es, um ein friedvolles Wort gleich an den Anfang zu setzen.

Alle treue Leser meines Bloges bitte ich hier (pauschal) um Absolution. Aber es muss mal wieder raus, sonst platzt mir noch der Kragen und eventuell ein wenig mehr. Fotografie ist mein Handwerk, meine Leidenschaft und auch das „Ding“, mit dem ich meine Brötchen verdiene. Mir kann niemand nachsagen, dass ich ihn jemals und wissentlich falsch beraten habe. Aber doch kommen ab und an solche Menschen um die Ecke und behaupten dies trotzdem. Nassforsch und ohne jeden Hintergrund sondern sie verbalen Müll ab, mit dem sie dann um sich werfen. Warum eigentlich? Heute habe ich diese Erkenntnis erlangt. Hierzu mehr am Ende dieses Blog-Artikels.

Bis vor wenigen Stunden war eine Link-Empfehlung von mir Ulli Gabsch, ein in meinen Augen recht guter Fotograf aus Dresden, der mit seinen Lochkamera-Bildern entzücken kann. Auch auf anderen Ebenen haben wir bisweilen kontrovers, aber immer im normalen Rahmen kommuniziert. Ich denke jedoch nicht, dass ich dies fortführen möchte. Den Link zu seinem Blog habe ich auch entfernt. Gelinde gesagt, ich bin stinksauer. Was ist vorgefallen? Im Grunde nur eine Kleinigkeit. In einem seiner Blog-Artikel hat er mich pädagogisch windelweich angegriffen. Aber nicht nur mich, sondern auch gleich Tilla und noch eine kleine Schar anderer Menschen, die er gar nicht kennt. Aber das ist ihm vollkommen egal, Hauptsache er ist im Recht und sein Licht leuchtet über uns allen. Aber nein, da ist ein Haar in der Suppe. Nichts leuchtet! Eher Trübetassenwetter verbreitet sich.

Nun zu den Tatsachen. Wie alle hier wissen, bin ich ein nicht unwesentlicher Teil der Spürsinn-Mannschaft. Mittlerweile können hunderte von Analogfotografen Dingen nutzen und sich an den Ergebnissen erfreuen, deren Entwicklung ich zum Teil oder Ganz voran getrieben habe. Gerade die letzte Sache, der Oxyprint, lässt meine Brust vor Stolz schwellen. Als einfacher Fotograf habe ich etwas geschafft, was andere mit weitaus größerem Bildungspotential nicht zuwege gebracht haben. Ja, das lässt mich noch stolzer werden. Nun fühlte sich Ulli Gabsch befleißigt, ein wenig unflätig darüber her zu ziehen. Auch das hätte ich noch weggesteckt. Damit wir hier nicht im luftleeren Raum diskutieren, zitiere ich nun aus dem entsprechenden Blog-Artikel.
Gabsch: „Wenn ich jedoch durch die Tiefen der Fotografen-Blogosphäre oder deren Network-Posts wandele, ist auffällig, wie viel analoge Jung-Enthusiasten sich derzeit mit sehr speziellen Verfahren beschäftigen. Solarisationen und Tonungen sind da lange nicht mehr der Gipfel, der vermeintlich glücksbringende Gral scheint der Edelprint bzw. -druck. Lithprint, Cyanotypie – oder ‘ganz frisch’: der alte Oxyprint. Eine Lust, die auch von blog- und networkaktiven Händlern sehr gezielt forciert und gesteuert wird.“
Was ist daran falsch, wenn man über das redet, was neu und interessant ist?
Gabsch: „An dem nichts auszusetzen wäre, wenn hier der alte, erfahrene Dunkelkammerhase Zielgruppe wäre. Fokussierte Zielgruppe jener Verführer scheint aber auch, gezielt oder zumindest in Kauf nehmend, der enthusiastische, neugierige und zuweilen auch naive Jung-Analoge, welchem hier gar der Weg zu ‘großer Kunst’ suggeriert wird.“
Jetzt wird es spannend, weil das Wort Verführer gefallen ist.
Gabsch: „Aus notorisch umsatzfixierter Kaufmannssicht scheint das durchaus legitim zu sein, für mich gleicht es jedoch dem gewissenlosen Seelenhandel, den zweifelhafte Agenturen anbieten, indem sie völlig bergunerfahrenen den Aufstieg zum Mount Everest verkaufen. Gut, dieses Gleichnis hinkt – aber nicht moralisch.“
Oha, nun wird die Moralkeule geschwungen! Jetzt wird der Kaufmann als personifizierter Teufel aus dem Sack geholt und gleich mit dem Knüppel ums Dorf getrieben. Aber keine Angst, es wird noch viel besser.

Vor und hinter dem zitierten Absatz ist eine Strafpredigt zu lesen, die alle jungen und frischen Analogfotografen mahnt, erst einige Jahre den harten, hölzernen Weg der Erfahrungen (barfuß) zu gehen, bis sie überhaupt die nächste Stufe der Erkenntnis, oder vielmehr die andere Art der Fotografie und Bildausarbeitung überhaupt nur ins Auge fassen dürfen. Na prima, wehren sich jetzt Altanaloge gegen Junganaloge, weil sie vollkommen erschrocken auf die guten Ergebnisse und den erfolgreichen Spieltrieb der Jungen schauen (müssen)? Ich kann jetzt nur mutmaßen, aber hier kommt etwas in Gang, was die Welt nicht braucht. Wasser predigen und Wein saufen ist die eine Sache … ohne Sinn und Verstand rumprebeln und dabei mit Dreck werfen ist die andere Sache. Aber jetzt wird es erst richtig lustig. Tatort Google+, 18:48 Uhr. Da schreibt doch ein Herr Gabsch auf eine private Äußerung von mir, „auch wenn ich nicht glaube, dass Du Deine manische Selbstüberschätzung noch irgendwann ablegen wirst, solltest Du es irgendwann mal wollen: die (Er-)Lösung nennt sich Demut. Vor jedem und vor allem.” Kleine Brötchen backe ich nicht, zugegeben, aber ich will auch nicht das Lied der Schmuddelkinder singen. Ach, und der besagte Herr wird sich sicher bemühen wieder einmal pädagigisch windelweich auf den Kontext seiner Äußerung hinzuweisen. Ja, ich habe in einer eingeschränkten Gruppe meinen Unmut kund getan, dass ich keine Lust habe, auf meinem Blog „Pissern“ Gelegenheit zum Anpissen zu geben. Ein Ding, das nun einmal bewiesen wäre.

In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens ein kleiner Wortwechsel auf diesem Blog hier ein. Dort musste Herr Gabsch weltweit verkünden, dass für ihn der einzig wahre Film der längst vergangene „Agfa APX 100“ wäre, der ausschließlich in der einzig wahren Entwickler-Suppe „original Rodinal“ zur Geltung komme. Rodinal überhaupt und ganz speziell. Vor einem ewig Gestrigen ziehe ich schon lange nicht mehr meinen Hut. Aber jeder wie er will und jeder so wie er es braucht. Ich schaue nach Vorn, andere jedoch immer zurück. Aber das passt ja dann zum Ratschlag an die Neuanalogen, sich erst einmal einige Jahre in den Niederungen zu bewegen, bevor man sich höflich um Erlaubnis bezüglich des nächsten Entwicklungsschrittes bewerben darf.

Nun meine Erkenntnis des Tages: Wie immer und überall gibt es Neid. Nur in Märchen verfärben sich die Neider grün und gelb. Vor meinem geistigen Auge sehe ich nun besagten Herren in all jenen Farben schwelgen und über seinen nächsten Schlag nachdenken. Fakt ist jedoch, dass manche Altgediente vor Neid zerfressen ihren Unmut in wohlmeinende Ratschläge verpackt an Neuanfänger richten. Dies erfolgt jedoch stets mit dem Hintergedanken, sich mit dem alten, ausgedienten Kram so lange wie möglich über Wasser zu halten … jedoch die Gefahr ist enorm, dass die Stehengebliebenen von den jungen und spielfreudigen Neueinsteiger überflügelt werden. Warum sonst ist es üblich, den Lehrling des Schlosserhandwerks loszuschicken, einen Eimer Ambossklangfett zu holen?

Was ich noch anmerken will: Dieser Blog ist meine private Seite! Sie hat nichts mit Spürsinn zu tun, aber ich kann und will nicht verleugnen, dass Spürsinn und die Fotografie ein großer Teil meines Lebens ausmachen. Und ja, ich habe bewußt Links zu Spürsinn gesetzt, damit hier jeder weiß um was es geht. Und ja, ich habe den Link zur dem entsprechenden Bolg-Artikel von Ulli Gabsch gesetzt und hoffe er hat den Mut sein Geschreibsel unverändert im Netzt stehen zu lassen.

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