Spezialreservat Ambohitantely

Von Madagaskarhaus

Schutzgebiete im Hochland und Zentralmadagaskar. Spezialreservat Ambohitantely

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Identität:

  • 5.600 ha
  • Gegründet: 1982
  • Verwaltung: Madagascar National Parks (MNP)

Infrastruktur und Zugang:

  • Das Spezialreservat Ambohitantely, ein Überrest des zentralen Hochlandwaldes, liegt 140 km nordwestlich von Antananarivo im Bezirk Ankazobe in der Region Analamanga. Das Schutzgebiet liegt zwischen den ländlichen Gemeinden Antakavana-Andranomiady im Nordosten sowie Ambolotarakely im Südosten. Es bedeckt den südöstlichen Teil von Ankazobe's Tampoketsa.
  • Ein Verwaltungsbüro befindet sich in Andrinakely
  • Ein Campingplatz mit Zeltunterstand, Küchenbereich, Wasser- sowie Sanitäranlagen.
  • Ein Touristenpfad mit Aussichtspunkt sowie mit einer Fledermaushöhle, die besucht werden kann.
  • Um ins Spezialreservat Ambohitantely zu gelangen, fahren Sie bis 30 km nördlich der Stadt Ankazobe oder 125 km von Antananarivo entfernt, ins Dorf Firarazana und nehmen Sie dort die Nebenstrasse nach Osten für 12 km, um zum Empfangsbüro zu gelangen.

Klima - Fauna und Flora:

  • Das Klima im Schutzgebiet ist typisch für das zentrale Hochland, es ist halbtrocken. Es regnet zwischen November und April. Die kalte Jahreszeit dauert von Juni bis August mit einer Mindesttemperatur von ca. 5 - 6 °C. Die heisseste Jahreszeit erstreckt sich von Dezember bis Februar mit Temperaturspitzenwerten von bis zu 30 °C.
  • Das kühle Klima sowie eine 6-monatige Trockenzeit mit häufigem Morgennebel prägen die Vegetation des Gebietes: ein dichter, feuchter Wald mittlerer Höhe.
  • Der Wald von Ambohitantely ist stark fragmentiert (80 Teile). Sekundäre Wiesen bedecken 40% der Fläche des Schutzgebietes und trennen die Waldflächen. Die Vegetation wird von der Weinmannia rutenbergii dominiert (Cunoniaceae), daneben findet man Gymnosporia sp. (Celastraceae), Uapaca densifolia (Uapacaceae), Ravensara sp. (Lauraceae) sowie Diospyros sp. (Ebenaceae). In den Tälern sind Palmen (Dypsis spp. - Arecaceae) sowie Pandanus sp. (Pandanaceae) reichlich vorhanden. Einige seltene Arten von Orchidaceae sowie Polypodiaceae sind im Wald recht verbreitet. Erica sp. (Ericaceae) sowie Nastus sp. (Gramineae) dominieren die Waldränder.
  • Das Schutzgebiet ist die Heimat von 40 Amphibien-, 5 Lemuren-, 25 Reptilien-, 14 Tenrek- sowie 87 Vogelarten.
  • 3 Amphibienarten sind endemisch: Boophis andrangoloaka, Anilany helenae und Anodonttyla valiani.

Kultur und sozioökonomische Praktiken:

  • Die Bevölkerung besteht aus den Volksgruppen Merina, Betsimisaraka und Betsileo, die hauptsächlich von Viehzucht sowie Landwirtschaft leben. Sie nutzen auch die verschiedenen natürlichen Ressourcen des Reservats: Heilpflanzen sowie tierisches Protein (Tenrec eucadatus sowie Eulemur fulvus).
  • Buschfeuer sind die grösste Bedrohung für das Gebiet: Weidebrände, die Säuberung von Anbauflächen und aus verschiedenen anderen Gründen (Brandstiftung, Unzufriedenheit mit der Regierung, Blitze.)
  • Es gibt auch die illegale Ausbeutung von Edelhölzern und Halbedelsteinen für kommerzielle Zwecke.
  • Es gibt heilige Orte: in der Nähe des Wasserfalls und auf einigen Gipfeln wie Vatobe sowie Ampasandoaka. Man findet auch Gräber sowie archäologische Stätten.