Speedgolfen bei der PGA Championship

Speedgolfen bei der PGA Championship

Der zweite Dat bei der PGA Championship hatte es nicht nur auf dem Leaderboard in sich, nein es gab auch einige interessanten Szenen, die sich in abgespielt haben. Durch die zweistündige Regenpause wurde mit der Dämmerung im „Genick" etwas flotter gespielt. Dabei vielen 3 Ereignisse auf, die man als sportsmännisch bezeichnen könnte.

Warum Speedgolfen beim Major?

Hintergrund ist das bei einbrechender Dämmerung ein Horn das Ende des „Spieltages" einläutet und dann nur das bereits begonnene Loch zu Ende gespielt werden darf. Also ist man z.B. am 18. Loch und damit letzten Loch der Runde, und der erste hat im Flight hat noch nicht abgeschlagen, dann darf nach ertönen das Horns nicht weiter gespielt werden. Das Loch muss am nächsten Tag gespielt werden. Hat der erste aber bereits abgeschlagen, noch bevor das Horn ertönt, dann darf der Flight das Loch noch zu Ende spielen.

Was war also geschehen?

Speedgolfen bei der PGA ChampionshipDanny Willett schaffte es an Tee 9 noch seinen Drive auf die Bahn zu bringen. Dafür musste er schnell die 8 beenden und dann mit Speed auf die 9 los rennen. Der Drive schaffte dann auch nur gute 180 Meter! Er selbst hatte den Cut (+10) schon verpasst, aber mit der Aktion mussten seine Mitspieler J.B. Holmes und Louis Ooshuizen am Samstag nicht noch das letzte Loch vom Freitag spielen.

Jason Day sprach hinterher vom „ergreifendsten, was jemals einer für mich getan hat". Einer, das war Dustin Johnson, der die 17 ganz schnell beendete, auf die 18 ging und seinen Abschlag rausfeuerte, so dass sein australischer Flightpartner, ohnehin nicht der Schnellste, auf dem Par-3 in Ruhe fertig machen konnte und Samstag ausgeschlafen Jagd auf das Spitzenduo machen durfte. Respekt vor der Uneigennützigkeit von „D. J.", auch wenn er als geteilter 31. und mit +2 vielleicht keine besonderen Ambitionen mehr hat. Schon zuvor hatten die Spieler die Bahnen teilweise im Laufschritt absolviert, um der Dunkelheit zuvor zu kommen. D.J. ein weiterer Speedgolfer!

Etwas bescheidener als Danny Willetts Drive war der Abschlag von Rod Pampling im Flight zuvor. Als letzter seiner Gruppe am Abschlag, versuchte sich der US-Pro im Happy-Gilmore-Stil, um Thomas Pieters und Xander Schauffele die Beendigung des Lochs zu ermöglichen. Das Ergebnis war ein veritabler Hook ins linke Gehölz. Tatsächlich rettete Pampling trotzdem das Par, was bei +12 aber nicht mehr ins Gewicht fiel, und wurde von den Mitspielern für seinen Einsatz hinterher kräftig abgeklatscht.

Meine persönlichen Top Speedgolfer sind : Danny Willett, Dustin Johnson und Rod Pampling

Da sollten sich mal in den deutschen Clubs die einen oder anderen ein „Scheibe abschneiden", also ich meine vom Sportsgeist, den meine Speedgolfer am letzten Freitag gezeigt haben.
Euer Lefty Stephan


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