SPD-Nebelbomben - oder Wie leicht die Demokratie zur Farce werden kann

Nehmen wir einmal an, die SPD-Basis stimmt der Koalition mit CDU/CSU zu. Das ist fast sicher, denn die Mitglieder der SPD haben schon immer genau das abgesegnet, was ihnen ihre Oberen vorgesetzt habe. Deshalb gibt es zum Beispiel Hartz IV und millionenfache Armut und Bundeswehreinheiten im Kriegseinsatz.
Und nun haben die Leute, die gerne relativ gut dotierte Posten als Minister haben wollen wie Gabriel, Nahles, Steinmeier und Oppermann Nebelbomben geworfen und machen den SPD-Mitgliedern weis, irgendwo in diesen Rauchschwaden befinde sich sozialdemokratische Politik.
Zum Beispiel die Rente mit 63. Dass die Glücklichen, die in diesen sensationellen Genuss kommen sollen, mindestens 45 Jahre gearbeitet haben müssen und maximal 5 Jahre arbeitslos gewesen sein dürfen, das wird nur genuschelt. Denn das heißt ja, dass ein Mensch mit Abitur das nie erreichen kann, ein Mensch mit Realschulabschluss, der einmal sitzen geblieben ist und nach der Schule nicht innerhalb von zwei Monaten ein Lehrstelle gefunden hat, auch nicht. Und ein Hauptschüler, der gar keine Ausbildungsstelle gefunden hat, sich mit Leiharbeit und befristeten Jobs durchs Leben schlägt und deshalb immer wieder längere Zeiten der Arbeitslosigkeit aufweist, ja, der eben auch nicht.
Übrig bleiben der Maurer und der Dachdecker, die ihr Leben lang geschuftet haben und mit 63 nicht schon längst Erwerbsminderungsrentner sind, weil Ihr Rücken nicht mehr mitmacht oder sie wegen der ständigen Schmerzen ihrer Knochen kaum mehr laufen können. Eine sehr überschaubare Zahl von Menschen bleibt für diese SPD-Wohltat also übrig.
Und wenn nun die SPD behauptet, etwas für die Rentner getan zu haben, dann zeigt sich, wie wenig in dem Rauch der Nebelbombe in Wahrheit drin ist.
Die Mütterrente ist eigentlich im Sinne der Gleichbehandlung eine Selbstverständlichkeit, nur ist darauf ohnehin nicht die SPD gekommen sondern die CSU.
Und die sogenannte Lebensleistungsrente, eine Idee der CDU, die immer noch verlangt, dass die Bezieher sich erst einmal auf dem Sozialamt entblößen und beweisen, dass sie fast nichts im Sparstrumpf haben und das für ein paar Euro über dem Grundsicherungssastz=Hartz IV, ist nicht nur eine Mogelpackung sondern auch erst für 2017 geplant - und wird vermutlich im Jahr der nächsten Bundestagswahl erst mal wieder verschoben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Mindestlohn von € 8,50 führt für die, die ihn tatsächlich bekommen, geradewegs in die Altersarmut. Die damit erreichbare Rente liegt ungefähr beim Grundsicherungssatz. Und wer von € 1462 brutto, in Steuerklasse III (Verheiratete) netto 1075,24 eine Familie ernähren und eine Wohnung mit Nebenkosten, Telefon, Versicherungen etc. finanzieren kann, der möge hier einen Kommentar schreiben und das mal vorrechnen.
Diese SPD aber verkauft diesen Unfug, der noch nicht einmal für alle gelten soll, denn bestehende Tarifverträge mit niedrigeren Löhnen bleiben unangetastet, als tolle soziale Errungenschaft - und die Unternehmer helfen bei der Verblödung der Menschen kräftig mit, indem sie das bereits als unbezahlbar darstellen und heulen, die junge Generation werde in den Ruin getrieben, wenn ihre alten Eltern sich einmal in der Woche ein Schnitzel leisten können.
Und selbst in ARD und ZDF beten Moderatoren genannte soziale Analphabeten z. B. im Morgenmagazin, aber auch in abendlichen Talkshows diesen Quatsch nach, in vielen Tageszeitungen sitzen dankbar-dumme Abschreiber und am Ende glaubt es sogar Ewald Koslowski aus Wanne-Eickel, der es eigentlich besser wusste, weil es da schwarz auf weiß in der Zeitung stand und das schreiben ja schließlich Leute mit Abitur und die müssen es ja wissen.
Tschüs, Demokratie. Alles nur eine Farce, absurdes Theater. Vorhang zu.

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