Soweit sind wir gekommen

Erstellt am 3. Juli 2012 von Ppq @ppqblog
Er fragte sich, wie er sich in einem wirklichen Krieg verhalten würde, einem, indem er tatsächlich kämpfen musste. Die meisten Männer, die er kannte, hatten sich diese Frage irgendwann einmal gestellt, als mache die Tatsache, dass sie nie gekämpft hatten, sie irgendwie unvollständig - hinterließe dort, wo ein Krieg hätte sein sollen, ein Loch in ihrem Leben.
War es möglich, dass dieses Nichtvorhandensein von Krieg - so wundervoll es war und so weiter, das verstand sich von selbst - war es möglich, dass es die Menschen tatsächlich banalisiert hatte? Weil jetzt nämlich alles irgendwie so verdammt banal war? Es war ein zeitalter des Banalen. Die Politik war banal. Die Dinge, die den Leuten Sorgen machten, waren banal - Hypotheken und Renten und die Gefahren des Passivrauchens.
Großer Gott, soweit sind wir gekommen: Wir fürchten uns vor den Folgen des Passivrauchens, während unsere Eltern und Großeltern sich davor fürchteten, von einer Kugel oder Bombe getroffen zu werden.