Sommerferien in Skandinavien - Teil 1

Schon sind ein paar Monate vergangen seit ich Mitte Juli meine diesjährigen Sommerferien antreten durfte. Nachdem ich alles in meinem Rucksack verstaut hatte fuhr ich per Zug an den Flughafen Zürich zum Vorabend-Check-in und dann weiter nach Bülach, wo ich freundlicherweise bei meiner Schwester und ihrem Partner übernachten durfte damit ich am nächsten Morgen den frühen Flug erreichen konnte. Ein Flug von SWISS nach Stockholm Arlanda und der praktische Flughafenbus brachten mich ins Zentrum der schwedischen Hauptstadt. Da ich im vergangenen Jahr leider keine Zeit mehr hatte, machte ich mich im Anschluss ans Deponieren des Gepäcks im Hotel auf, das Nobel Museum zu besuchen. Auf einer spannenden Führung mit witzigen Anekdoten konnte ich dort viel Interessantes aus dem Leben von Alfred Nobel und über die zahlreichen Träger der verschiedenen Nobelpreise erfahren. Mit dem Nachtessen bei Grill Ruby, einem Bier im O'Learys und dem Einkauf von Proviant für die kommenden Tage endete dieser erste Ferientag. Am Samstagmorgen, nach ausgiebigem Frühstück im Hotel, nahm ich die Tunnelbana zum Hauptbahnhof und reiste mit dem Zug nach Eskilstuna, wo ich sehr nett von meiner Airbnb-Gastgeberin begrüsst wurde. Weil die Unterkunft etwas ausserhalb lag, durfte ich sogar ein Fahrrad benutzen, um den Nachmittag in der Stadt zu verbringen. Neben etwas Shopping besuchte ich im Tunavallen-Stadion das Allsvenskan-Spiel zwischen dem lokalen AFC Eskilstuna und Kalmar FF, welches das Heimteam vor rund 2400 Zuschauern mit 2-1 gewinnen konnte. Am folgenden Tag genoss ich gemeinsam mit den Gastgebern auf der Terrasse ein tolles Frühstück und machte mich anschliessend auf, um den markierten Wanderweg Sörmlandsleden zu finden, was mir nach rund eineinhalb Kilometern auch gelang. Während ich noch bei Sonnenschein losmarschieren konnte, wurde leider im Verlaufe des Tages das Wetter immer schlechter, so dass ich die erste Windschutzhütte doch etwas durchnässt erreichte. Nach der ersten Nacht draussen bin ich bereits relativ früh aufgewacht, drehte mich aber nochmals um und schlief noch ein bisschen weiter. Etwas später, nach dem Frühstück mit getoastetem Brot vom Feuer, machte ich mich auf für die nächste Etappe. Bei gutem Wetter wanderte ich entlang von Seen, durch Kuhweiden, über Felder, durch Wald und auf felsigem Grund - also das volle Södermanland-Programm. Am späteren Nachmittag erreichte ich mein heutiges Tagesziel, eine Hütte wie sie früher von Köhlern zum Übernachten benutzt wurde. Da diese nicht an einem See lag, absolvierte ich noch ein kurzes Jogging zum nächsten See, um dort zu baden. Auch am nächsten Morgen bin ich recht früh aufgewacht und habe noch ein wenig weitergeschlafen. Später, nach dem Frühstück, ging es weiter auf dem Wanderweg. Zuerst vorbei am See Tryningen, den ich am Vortag bereits besucht hatte, dann über Fels und einsame Wälder - teilweise beinahe weglos, aber immer mit guter Markierung. Bei einem Haus durfte ich bei zwei älteren Herren meinen Wasservorrat auffüllen und kurz darauf bei einer Hütte im Wald mein Mittagessen einnehmen. Am Nachmittag konnte ich mich bei schönem und warmem Wetter weiter durch Wald, über Kuhweiden und entlang von Seen bewegen bis ich einen tollen Windschutz am See Myr Gryten erreichte. Am folgenden Tag führte mich der Pfad erneut entlang von Seen, durch Wälder und über felsigen Untergrund. Das Mittagessen bereitet ich mir in der schön gepflegten Windschutzhütte am Hagsjön zu. Einziger Wertmuthstropfen war die ziemlich kahl abgeholzte Umgebung. Nach ein paar weiteren Kilometern, die teilweise entlang einer Strasse führten, erreichte ich die Stadt Katrineholm, wo ich mein Zelt auf dem Campingplatz aufstellte und den Abend bei einem Bier genoss.

Sommerferien in Skandinavien - Teil 1

Scandinavian Summer 2017 - Part 1


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