Solidarität mit Lothar König, denn gemeint sind wir alle

Am Dienstag beginnt am Amtsgericht Dresden der Prozess gegen den Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König. Er hatte am 19. Februar 2011 gegen den Naziaufmarsch in Dresden protestiert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zur Gewalt aufgerufen zu haben.
Die Vorwürfe sind nicht gering: König soll eine führende Rolle bei den gewaltsamen Zusammenstößen der Polizei mit den Protestierenden gespielt haben. Ermittelt wurde gegen ihn wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter Strafvereitelung und Beihilfe zum Widerstand gegen Polizisten. Dafür drohen ihm bis zu vier Jahren Haft.
Während der Proteste fuhr König in einem VW-Bus in der Menge mit und soll mit Lautsprecherdurchsagen die Demonstranten beeinflusst und dirigiert haben. Dabei soll es sich um Durchsagen wie „Leute, geht mal weiter" gehandelt haben.
Kritiker sprechen von einem politischen Prozess. „Der Prozess versucht, Leute, die vor Nazis warnen, zu kriminalisieren und unter Strafe zu stellen. Es handelt sich um einen politischen Akt", sagte Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, auf einer Pressekonferenz. Auch Sebastian Krumbiegel, Sänger der Popband „Die Prinzen", fragte öffentlich, inwieweit bei diesem Prozess ein Exempel statuiert werden soll. Das Verfahren diene dazu, Menschen einzuschüchtern, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, so der Sänger.
Wer seine Solidarität zeigen möchte, kann dies durch Teilnahme am Prozess tun. Der Fall wird am Amtsgericht Dresden, Roßbachstr. 6, an diesen Tagen jeweils um 9 Uhr verhandelt.
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