So findest du auch im größten Chaos deinen Weg zur inneren Stille!

Von Benedikt Ahlfeld @benediktahlfeld

Hast du eine Meditationsszene vor Augen, wirst du wahrscheinlich an eine beruhigende Atmosphäre, mit einer angenehmen Beleuchtung und einer sanften Hintergrundmusik denken. Doch nicht die Umgebung ist für den Erfolg einer Meditation verantwortlich, sondern du allein entscheidest darüber, ob du eine Meditation zulässt oder nicht. Es ist deine innere Einstellung, die dich in die Meditation führt und es ist deine innere Einstellung, die dir dabei helfen kann, an jedem Ort, egal, wo du dich gerade befindest mit deiner Meditation zu starten.

Stress hält dich nicht vom Meditieren ab!

  1. Lern Stresssituationen kennen und fühlen: Versuch dich nicht vor Stresssituationen zu verstecken, sondern lass sie bewusst zu. Nur wenn du in der Lage bist, Stresssituationen frühzeitig zu erkennen und weißt, wie du in diesen Situationen reagierst, kannst du es schaffen, auch aus diesen Situationen positive Kräfte zu ziehen.
  2. Verschaff dir Klarheit über deine Emotionen: Wie gehst du mit Stresssituationen um? Welche Gedanken hast du in deinem Kopf? Wie reagiert dein Körper in solchen Situationen? Wird dein Atem schneller oder sendest du Anzeichen von Angst aus? Jeder Mensch reagiert auf Stresssituationen anders. Für dich ist es daher wichtig zu wissen, welche Reaktion Stress bei dir auslöst.
  3. Verbünde dich mit dem Stress: Natürlich lässt sich Stress verhindern. Doch manchmal ist er eben einfach da. Nimm das einfach für gegeben und lauf nicht vor ihm davon. Hast du dich damit abgefunden, dass das Leben nicht immer ein Ponyhof ist, fällt es dir viel leichter, auch herausfordernde Situationen zu akzeptieren. Versuch dich vom Stress nicht mitreißen zu lassen, sondern pole ihn zu etwas Positiven um. Atme tief durch, versuch deine Muskeln zu entspannen und entziehe dadurch der Stresssituation ihre Kraft.
  4. Gib den Ton an: Sobald es dir gelingt, dich von Stresssituationen nicht ins Chaos mitreißen zu lassen, bist du schon einen wichtigen Schritt vorangekommen. Nutze jeden Moment als eine neue Erfahrung. Lass dir nicht sagen, was du tun sollst, sondern lern auch die Momente des Chaos bewusst zu genießen. Sei neugierig und mutig und schieb deine Unsicherheiten zur Seite. Hast du das Bedürfnis zu meditieren, dann mach deine Mitmenschen darauf aufmerksam. So gibst du selbst das Tempo an und kannst unschöne Momente selbst entschleunigen.
  5. Erschaff dir eine Wohlfühlatmosphäre: Kannst du aus der Stresssituation physisch nicht entfliehen, kannst du dir trotzdem eine imaginäre Wohlfühlatmosphäre in deinem Kopf erschaffen. Denk an Glücksmomente in deinem Leben. Denk an dein Lieblingslied. Versuch diese schönen Momente zu fühlen und nutze sie, als deine persönliche Energie, um zur Ruhe zu kommen. Natürlich kannst du dabei nicht immer eine klassische Meditationshaltung einnehmen oder deine Augen schließen. Dennoch kannst du es schaffen, deinen Kopf freizubekommen und zu mehr Entspannung zu finden.
  6. Lass dich nicht ablenken: Egal, ob du dich auf deinem Arbeitsplatz oder in einer Prüfungssituation befindest, lass dich nicht von deiner inneren Ruhe abbringen und von deinen Gedanken ablenken. Kommt dir dennoch etwas Wichtiges in den Sinn, schreib dir den Punkt auf und schieb ihn danach gleich wieder zur Seite und fahr mit deiner inneren Entspannung fort.
  7. Lerne von dir selbst: Nicht für alle Menschen ist meditieren ein leichtes Vorhaben. Versuch daher gerade bei der ersten Meditation langsam in die Materie einzutauchen. Fang damit an, ein Meditationstagebuch zu führen und notier darin deine Erfahrungen und Gedanken. Dadurch erhältst du einen tiefen Einblick in deine Denkprozesse. Dieses neue Wissen kannst du später bewusst nutzen, um die Intensität in deinen Meditationen zu stärken.
  8. Arbeite mit einem Meditationsstundenplan: Nimm dir auch im größten Stress eine Auszeit für dich und deine Meditation. Fang damit an, in deinem Alltag einen Meditationsrhythmus einzuführen. So kann sich dein Geist, dein Körper und auch deine Umwelt besser darauf einstellen.

Fazit

Meditieren ist ein Geschenk, das uns dabei hilft, zur inneren Ruhe zu finden und neue Kräfte zu tanken. Sei verständnisvoll mit dir selbst und ärgere dich nicht über dich, wenn es dir nicht in jeder Situation gelingt zur inneren Ruhe zu finden. Oft ist es nicht einfach, doch Übung macht den Meister. Mit der richtigen Einstellung und dem Bedürfnis, dich durch Stresssituationen nicht vom Meditieren abhalten zu lassen, kannst du lernen, in wirklich jeder Umgebung, die beruhigenden Erfahrungen der Meditation zu spüren. Meditation ist kein Ort, sondern ein Gefühl. Und nur du entscheidest darüber, wann und wo, du ganz allein für dich, die nächste Meditation in deinem Leben zulässt.

Über den Autor:

Benedikt Ahlfeld ist Trainer, Autor und Entscheidungsmacher. Er zeigt, wie man selbstbestimmte Entscheidungen trifft und damit seine volle innere Kraft nutzt. Besuche ihn auf www.BenediktAhlfeld.com und finde heraus, wie du dein Leben nach eigenem Standard gestalten kannst.