Snow White and the Huntsman

Erstellt am 17. März 2014 von Lilastcloud

Nachdem ich Red Riding Hood gesehen hatte, dachte ich mir, ich könnte mich mit diesen neuen Märchen-Adaptionen gut anfreunden. So bin ich bei Snow White and the Huntsman gelandet…

Worum geht es?

Als die eitle Königin (Charlize Theron) eines Tages wieder ihren Spiegel nach der Schönsten im ganzen Land befragt, steigt ihr bei der Antwort die Zornesröte ins Gesicht: Der Spiegel verkündet ihr, dass ein Mädchen namens Schneewittchen (Kristen Stewart) ihr den Rang abgelaufen hat. Die neidvolle Herrscherin schickt sogleich ihren besten Jägersmann Eric (Chris Hemsworth) in die Wälder, damit dieser die Konkurrentin tötet. Als Eric jedoch der schönen Snow White begegnet, verfällt er ihr vom ersten Moment an und hilft ihr fortan bei ihrem Unternehmen, die böse Königin zu bekämpfen.

170 Millionen Doller Produktionskosten…

… sieht man diesem Film natürlich an. Er ist eine Wucht an audiovisuellen Kompositionen und die Schauspielerriegen lässt nichts zu wünschen übrig. Theron ist einfach großartig als hartherzige Königin und selbst an Kristen Stewart habe ich nichts auszusetzen (wobei es sehr hilfreich scheint, dass sie eine andere Synchronstimme hat, als in den Twilight Filme… zumindest für mein Ohr), auch wenn ich das Schneewittchen ein bisschen zu sehr glorrifiziert finde. Natürlich ist Chris Hemsworth für das weibliche Publikum ein absolut lohneswerter Hinseher, seine Rolle bleibt jedoch stereotyp.

Was fehlte…

… war für mich eindeutig die Leidenschaft der Drehbuchautoren. Irgendwie kommt die Geschichte nicht so ganz aus dem Pott, auch wenn sie spannend bleibt. Bei Dialogen fehlte mir oft der letzte mitreisende Satz, die Logik war auch nicht immer dabei (warum z.B. braucht der Prinz um von A nach B zu kommen keinen Tag und Snow White braucht für den selben Weg fast den ganzen Film?) und ab und an erschienen mir Motive lustlos mit eingebaut, einfach nur weil sie eben mit dazu gehörten.

Fazit

Eine gute Abendunterhaltung mit Action, Humor und ein wenig Gefühl. Doch die große Befriedigung, die sagt: “Wow, jetzt habe ich einen tollen Film gesehen!” wird sich nicht einstellen.