[Snapshot] Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Von Martinabookaholic @M_Bookaholic

.Snapshots sind kurz-Rezis zu gelesenen Büchern, die einen Einblick geben sollen, was mir an dem Buch gefallen hat und was nicht, oder ob es empfehlenswert ist.

‘Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte’
von Jessica Park

Flat-Out Love # 1

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(© goodreads)

Meine Meinung:
Ich habe leider sehr lange gebraucht in die Geschichte reinzukommen oder eine Verbindung mit den Charakteren aufzubauen. Besonders Julie hat es mir am Anfang sehr, sehr schwer gemacht, da sie sich mit einigen Gedanken selbst ins Abseits geschossen und sie mir total unsympathisch gemacht hat.
Vor allem die Sache, wie abwertend sie einerseits über ihren Ex denkt, aber gleichzeitig will, dass er ihren FB-Status kommentiert. *Kopf schüttel* Oder was ich noch schlimmer fand, war, wie gemein sie über ihre Freunde in Ohio denkt, sie schlecht macht usw, und die laut Julies Angaben alle mehr oder weniger leicht minderbemittelte Weibchen sind, die gedankenlos ihre sportlichen Freunde anfeuern und bei denen sie angeblich ihre Aussage auf deren geistiges Niveau herunterschrauben muss, um von ihnen verstanden zu werden. *WTF*?? Sorry – aber DAS – nein, aber das geht einfach gar nicht. :/
Ich habe das einfach nur extrem gemein gefunden und daher habe ich lange mit Julie gehadert. Auch, weil sie am Anfang abwertend von Matt gedacht hat oder seine coolen, mega Shirts verarscht hat. Was ich nicht verstanden habe…, aber gut, habe sie ja des öfteren nicht ganz nachvollziehen können.^^ Die einen verarscht sie, weil sie zu blöd sind, aber dann verarscht sie Matt, weil er ein kleiner Nerd und so intelligent ist – ging einfach nicht in meinen Kopf rein.

Aber Julie hat sich zum Glück im Laufe der Geschichte wieder etwas verbessert, indem sie auch ihre guten Seiten gezeigt hat. Hier hat mir vor allem gefallen, wie sie mit Celeste und der ganzen Situation mit der Familie umgegangen ist. Zwar hat sie sich in Dinge eingemischt, die sie nichts angegangen sind, aber das hat sie aus gutem Willen getan, und sie mir wieder sympathischer gemacht.

Auch fand ich das Ende ganz süß und wie sich die Liebesgeschichte entwickelt hat. Daher bin ich froh, dass ich es bis zum Schluss gelesen habe, da ich nach dem ersten Drittel schon beinahe abgebrochen hatte. Was ich auch nicht so gut fand, und neben dem Anfang der Grund ist, dass ich nur 2,5 Punkte geben kann, war – dass man einfach fast zu Beginn an weiß, was es mit Finn auf sich hat. Welche Rolle die Eltern oder das Auto spielen und das alles war mir viel zu vorhersehbar, um daraus am Ende einen großen Knaller daraus zu machen. Gute Ansätze, aber leider keine Ausführung, die für mich funktioniert hat. *schade*

Hier zwei Auszüge:
(© Park)

 Er war nicht der Richtige für sie und Julie hätte ihm schon vor Monaten den Laufpass geben sollen. Sie war selbst schuld, dass sie diese ausgelutschte Beziehung nicht früher beendet hatte. Vielleicht hätte sie keinen besorgten Kommentar von ihrem Ex erwarten sollen, aber eine freundliche Nachfrage hätte ja wohl nicht geschadet. Sie hätte sich gefreut, wenn sie wenigstens zivilisiert miteinander hätten umgehen können, aber möglicherweise war Julie auch zu sauer auf sich selbst, als dass sie das zugelassen hätte – selbst wenn Jared es versucht hätte.    Jetzt war sie nicht mehr in der kleinen Stadt in Ohio, nicht mehr in dieser unterdurchschnittlichen Highschool und nicht mehr in einem sozialen Umfeld, in dem Mädchen ihre Freunde beim Sport blindlings anfeuerten.

Sie konnte sein, wer sie war, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie sie ihr Vokabular auf das geistige Niveau der anderen herunterschraubte oder ihr Interesse für die Schule versteckte.

Liebste Grüße


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