Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

Von Rhea
Im Traum begegnet
In Amerikas Südstaaten, in einer kleinen, konservativen Kleinstadt namens Gatlin, lebte Ethan. Seit einiger Zeit schon plagten ihn verwirrende Träume in denen immer wieder ein ihm unbekanntes Mädchen auftauchte und seine Gedanken sich nur noch um sie drehten. Doch er kannte es nicht, sondern wusste nur, dass ihr seine vollkommene Liebe galt. Das ungewisse Gefühl verflüchtigte sich jedoch schnell, als er Lena schon das erste Mal begegnete. Sie war neu in Ethans Schule und war ganz offensichtlich eine Ausseiterin und das lag bestimmt nicht nur an ihrem Onkel, der von den Stadtbewohnern gemieden wurde. Denn Lena umgab ein Geheimnis, von dem Ethan nicht einmal zu träumen wagte.
Obwohl Lena sich von Ethan fernzuhalten versuchte, wollte er das Mädchen aus seinen Träumen nicht so einfach aufgeben. Aber auch seine Freunde stellten sich gegen den Teenager und Lena geriet in immer verzwicktere Situationen, in denen Ethan ihr zur Seite stand. Doch die Probleme häuften sich, denn der sechzehnte Geburtstag des Mädchens stand schon bald bevor und dieser versetzte sie in große Panik. Denn Lenas Familie war verflucht und an diesem Tag sollte sich entscheiden, ob das Mädchen eine von den Guten oder den Bösen war. Aber würde Ethan sie auch noch lieben, wenn sie zur Seite der Dunkelheit gehörte?
Endlich wieder ein lesenswertes Jugendbuch
Ich hatte das Buch schon sehr lange in meinem Bücherregal stehen und bin irgendwie nie dazu gekommen es zu lesen. Bis jetzt. Obwohl ich als Teenager Jugendbücher wie eine Verhungernde verschlungen habe, sind sie mir in den letzten Jahren eher zum Graus geworden. Viele beinhalteten immer wieder dieselbe Geschichte, auch wenn sie ein wenig anders umschrieben worden war und deshalb bin ich mit diesem Vorurteil auch an diesen Roman herangegangen. Was ein ziemlich großer Fehler war.
Die Inhaltsangabe verkündete wieder eine Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einem Mädchen, doch aus einem unempfindlichen Grund können die beiden nicht zusammen sein. Ja, so ähnlich ist es auch in diesem Buch, und doch täuscht man sich, wenn man es mit den vielen anderen Romanen vergleicht, die im Moment so beliebt sind. Denn Ethan und Lena sind zwei sehr sympathische Hauptcharaktere, die sich mit ihrem Wesen und ihren Handlungen von vielen anderen Jugendbuchfiguren positiv unterscheiden.
Die Geschichte selbst ist mir anfangs etwas langatmig vorgekommen, was vielleicht an meinen Vorurteilen gelegen hat, doch bald konnte ich kaum noch meine Finger von dem Buch lassen. Man wollte einfach immer wissen, wie es weitergeht und das lag nicht nur an den spannungsgeladenen Szenen, sondern auch an den Figuren und der überaus angenehmen Schreibweise der beiden Autorinnen. Überhaupt finde ich auch sehr gut, dass die Geschichte aus Ethans Perspektive geschrieben wurde, was ich bei diesem Genre noch gar nicht kannte.
Fazit
Ein Roman mit Suchtpotenzial und auch bei mir hat es ein Jugendbuch endlich wieder geschafft, mir viel Lesevergnügen zu bereiten. Dass Lena ein Außenseiter ist und Ethan trotzdem immer zu ihr hält ist einerseits wirklich schön und verleitet zum Träumen, andererseits wirft das das typische Jugendbuch-Fantasyroman Licht auf diesen Schmöker. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn die Geschichte ist toll und nachdem man es beendet hat, möchte man nur noch den nächsten Teil lesen.
Irie Rasta Sistren dankt cbj herzlichst für die Bereitstellung dieses Buchs.