Silvesterlauf Kirchheim/Teck 2010

Silvesterlauf Kirchheim/Teck 2010

Stimmungsvolle Rückkehr ans Rathaus von Kirchheim/Teck – mit Fackelläufern, gefühlten 500.000 Zuschauern und Blechbläsern auf dem Turm – nice! :-)

War des wieder schee! Wie jedes Jahr versammelten sich wieder um die 500 Läufer, um in äußerst widrigen Wetterbedingungen vom kleinen Städtlein Kirchheim die Burg Teck per pedes zu erstürmen. Wie jedes Jahr ist dieses wunderbare Angebot des veranstaltenden Lauftreff Kirchheim kostenlos und kein wirkliches Rennen: Somit gibt es auch keine offizielle Wertung und keine Zeitnahme. Alles andere ist aber professionell: Die Polizei sperrt eine der größten Kreuzungen der Stadt und ehrenamtliche Helfer sperren jedes Seitensträßchen, bis man mal der Zivilisation entflohen ist und es endlich – am Ende von Dettingen/Teck – bergan geht. Offiziell ist der Lauf 18 Kilometer lang – neun hinauf und neun wieder hinunter zurück zum Ausgangspunkt. In der Mitte – am Parkplatz „Hörnle“ und Ende der befahrbaren Straße – gibt es eine kleine Verpflegungsstelle mit heißem Tee und Schokolade.

Silvesterlauf Kirchheim/Teck 2010

Die Läufer auf dem Heimweg vom Ziel auf der Burg Teck – das wieder einmal versteckt in der Wolke lag

Bis der lange Anstieg zur Burg beginnt sind geschätzte fünf Kilometer flach auf Asphalt zu laufen. Der Rest nimmt stetig an Schwierigkeit zu. Und trotz komplett vereister Piste war die Strecke erstaunlich gut zu laufen (so die einhellige Meinung aller Befragten). Der Hoh-Chi-Minh-Trail war überhaupt nicht matschig dank so langer eisiger Zeit.

Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee, dass man den auf barfuß unSilvesterlauf Kirchheim/Teck 2010d einfach genau so schnell laufen müsste, dass der Wasserfilm unter den Fußsohlen gefriert und man einen „bärigen Grip“ hätte. Schnell verwarf ich diese Theorie aber wieder und entscheid mich, sie nicht empirisch zu untermauern. Statt dessen griff ich zur einzigen wirksamen Waffe: Spikes (in Form meiner Icebugs). Oben im Burghof waren dann auch nach meinem relativ gemütlichen Lauf schon eine Handvoll Läufer und ich war nicht der Einzige, der zu diesem Ausrüstungsstück gegriffen hatte. Simon Gog – einer meiner eifrigen Blog-Leser, der sich vor drei Jahren bei meinem letzten Start einen kleinen Kampf um den Sieg lieferte – hatte sich seine Icebugs erst vor zwei Wochen gekauft und war ganz begeistert (eine aus meiner Sicht gute Entscheidung bei DEN Wetterbedingungen).

Marion war auch an ihrem ersten Lauf gemütlich mitgezockelt und wir trafen uns kurz hinter der Verpflegungsstelle und liefen gemeinsam zurück.

Das ist überhaupt das Schönste an dieser Art von Lauf (und sicher EIN Grund, warum er jedes Jahr eine so große Läuferschar anzieht): Man trifft jede Menge Gleichgesinnte zum Jahresende, kann sich von Angesicht-zu-Angesicht ein Frohes Neues Jahr wünschen, kann in einer wahnsinnig entspannten Atmosphäre nochmal den Puls hochjagen (bei der Steilheit geht’s nicht ohne Schweiß ab) und genießt die schöne Stimmung am Marktplatz hinterher bei Glühwein und Gebäck, das großzügig von allerlei lokalen Bäckereien gespendet wird.

Vielen Dank, ihr lieben Kirchheimer, für ein weiteres unvergessenes Erlebnis! :-)


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