Sieben Gründe, weshalb ich die Logopädie nicht mag.

1) Die Zwillinge sind jetzt so wortgewaltig, dass sie unendlich miteinander diskutieren können. Miteinander. Und mit mir.

2) Die Logopädinnen trainieren ihnen die süßen Worte ab und bringen ihn bei, statt “Dummidiefel” und “Dachensacken” “Gummistiefel” und “Drachenzacken” zu sagen.

3) Die Zwillinge bekommen Memorykarten in Kopie. Zu Hause muss ich sie sollen wir sie ausschneiden und auf Tonpapier kleben. Wir haben schon drei Sets, und ich muss Klebe kaufen.

4) Ich habe keine Ahnung, WANN ich das “Rita-Raupe-Memory” zum Üben des Rs und der Präpositionen spielen soll. “Rita Raupe robbt über das Rad.” s. auch meinen ersten und letzten Versuch, mit meinen Kindern ein harmloses Gesellschaftsspiel  zu spielen.

5) Der wöchentliche Streit, wer wann den Fahrstuhlknopf wie drücken darf (und die Stockwerktaste und die Praxisklingel), kostet mich Jahre meines Lebens oder zumindest den Rest an natürlichem Farbstoff in meinem Haar.

6) Danach gibt es immer ein Bonbon mit zahnschädlichem Zucker, und ich habe keine Bock auf Zahnarzt.

Punkt 7) fällt weg. Sie haben einen Teil der unbequemen Wartezimmerstühle durch ein gemütliches Sofa ausgetauscht. Yeah! Jetzt kann ich während der Wartezeit ein Nickerchen machen.



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