Sicherheitslücke in Prozessoren wird PCs ausbremsen

Sicherheitslücke in Prozessoren wird PCs ausbremsenInzwischen ist bekannt geworden, dass eine uralte Sicherheitslücke in Prozessoren der Marktführer AMD, ARM und Intel bei den Betriebssystemen Windows, Linux, MacOS, iOS und Android dringend gestopft werden muss. Das berichtet unter anderem „The Register„.

Eine zehn Jahre alte Schwachstelle wird gefährlichSicherheitslücke in Prozessoren wird PCs ausbremsen

Die Schwachstelle wird danach durch einen Fehler in allen Prozessoren verursacht, die in den letzten zehn Jahren in Rechnern verbaut worden sind. Wenn die Lücke bei den „Spekulativen Ausführungen“ (speculative executions) nicht geschlossen wird, könnten Angreifer auf Speicherbereiche des Prozessors zugreifen, in denen zum Beispiel Passwörter, Login-Daten und andere schützenswerte Daten abgelegt werden.

Das kann aber in diesem Fall nicht durch den Prozessorhersteller gemacht werden – hier müssen die Hersteller der auf den betroffenen Rechnern laufenden Betriebssysteme ran. Updates für Windows und Linux sollen bald bereit stehen. Ob auch Apple sein MacOS anpasst, ist nicht bekannt.

Der Haken: riesige Leistungsverluste bei betroffenen Geräten

Shit happens, könnte man da ja sagen, und das gepatchte Problem dann vergessen. Dummerweise dürfte ein solcher Rechner seinen Benutzer aber durchgehend daran erinnern, wie der zehn Jahre alte Fehler beseitigt wurde, denn diese Fehlerbeseitigung frisst einen sehr großen Teil der Rechenleistung auf und macht betroffene PCs je nach daraus laufender Anwendung angeblich bis zu 30 Prozent! langsamer.

Nachdem zunächst nur Intel betroffen schien, ist das Problem auch bei Prozessoren der beiden Intel-Konkurrenten AMD und ARM nachgewiesen worden. Weil ARM bei Chipsätzen für Smartphones und Tablets dominiert, sind möglicherweise bald auch Smartphones zu erwarten, die ein Drittel ihrer Leistungsfähigkeit per Sicherheitsupdate verloren haben. Erste Stimmen aus dem Lager der Hersteller versuchen jetzt, die Leistungsverluste klein zu reden und weisen darauf hin, dass es bei den meisten Geräten nur ein paar Prozente sind, die sie verlieren. Hier werden wir schlauer sein, wenn die Updates veröffentlicht sind.

Die Börse strafte gestern nur Intel ab

Die Wall Street reagierte aber sofort und die Anleger warfen Intel ohne Verzug aus ihren Depots. Die Intel-Aktien brachen gestern um 3,8 Prozent auf 45,05 Dollar ein und hatten damit im Leitindex Dow Jones damit die rote Laterne.

Die Aktien des Rivalen AMD (Advanced Micro Devices) legten dafür in der Spitze um 7,3 Prozent auf 11,78 Dollar zu – gestern hielt man Intel noch für den einzigen betroffenen Chiphersteller…


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