SERVUS, TV! Abschied von #SERVUS_TV

Das schrieb ich am 8. 7. 2011 für eine Salzburger Zeitung ( und meine Meinung über den RED BULL-Sender hat sich nicht geändert). Trotzdem: SERVUS TV war ( wie auch ARTE, 3SAT) immer eine gute Alternative für den anspruchsvollen Fernsehzuschauer. Schad drum! Noch ist der Marktanteil um die 1% gering, doch das sollte für „Servus TV“ bis auf Weiteres kein Problem sein. Die Marktmacht und wohl auch die Firmenphilosophie von „Red Bull“ , vor allem ein auf 50 Millionen Euro geschätztes Senderbudget, sichern dem seit Oktober 2009 im Alpen-Donau-Adria-Raum und seit 1. Jänner 2011 auch in Deutschland zu empfangenden Medienunternehmen den Fortbestand. Noch scheinen allerdings die Programmmacher über visuelle Probebohrungen zur Erkundung des möglichen Zielpublikums nicht hinausgekommen zu sein. Noch gelingt der Spagat zwischen „bodenständiger Unterhaltung“ (für die unter anderem Bertl Göttl sorgt) und internationaler , vom Energy-Drink-Hersteller gesponserter Sport-Event-Kultur nicht . Der Slogan „Wir wünschen Ihnen bessere Unterhaltung“ deutet an, dass der Ehrgeiz der Macher nicht in der aktuellen Information besteht, was allerdings nicht ausschließt, dass die Aktualität sich einfach aufdrängt, wie zum Beispiel im wie immer bunt (oder wahllos?) gemixten Abend- und Nachtprogramm von Donnerstag auf Freitag. Neben einem (viel zu hektisch geschnittenen) Mitschnitt eines Konzerts der britischen Kultband „Coldplay“ aus dem Jahr 2003 und einer zu lang geratenen Hommage an die am 20.Juli 1973 mit nur 32 Jahren verstorbene Ikone des Martial-Arts-Films Bruce Lee wiederholte „Servus TV“ den legendären „Talk im Hangar“ vom August letzten Jahres mit dem medienscheuen Neil Armstrong als Gast. Das vorläufige Ende der bemannten Raumfahrt in den USA, das mit der Rückkehr der Raumfähre Atlantis am Donnerstag um 11 Uhr 57 unserer Zeit, markiert wurde, bildet den wohl zufälligen aktuellen Hintergrund zu dieser rundum spannenden Sendung. Hier wurde die „Red Bull“- vulgo „Servus TV“-Philosophie von den Gesprächsteilnehmern wie dem deutschen Astronauten Thomas Reiter und seinem russischer Kollege Alexej Leonov gebündelt, welche sich nicht als Helden sehen , sondern ihr Leben für den technischen Fortschritt und zuletzt für die Menschheit riskieren. Der warnende Hinweis von Moderator und FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher, wohin die Hybris des Menschen in Hinsicht auf die technische Machbarkeit führen könnte, ging in allgemeiner Zukunftsgläubigkeit unter . Solche Bedenken passen auch nicht in das Weltbild eines Drinks, der bekanntlich Flügel verleihen soll…


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