Serien: "Better Call Saul" - Staffel 3 [USA 2017]

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Aus einer sonnenuntergangsflutenden Vereinigung zum grünen Ausgangsschildchen, elektronisch rieselnd und zirpend: Da ist Jimmy (Bob Odenkirk), Kim (Rhea Seehorn), Chuck (Michael McKean) und Mike (Jonathan Banks), und wo der eine, Jimmy, unabhängiger den Sinkflug moralischer Katastrophenkalkulierung ansteuert, begibt sich der andere, Mike, abhängiger in die geschickten Hände Gus Frings (unscharf, dann alltäglich: Giancarlo Esposito). Mit Präzision ist das ein einziges Biografiegeschiebe, durchtränkt von Schattenlicht und des Größermachens, das in der Demontage endet, im erlöschenden Lampenlicht – Chucks Geschichte ist eine tragische Selbstentfremdungsparabel, stetig balancierend auf dem Seil persönlicher Narzissmen und pathologischer Integrität. Die dritte Staffel ist an einem Punkt angelangt, an dem sie ihre juristischen Seitfallzieher nicht mehr unter den Figuren verwebt, sondern haarsträubend spannend ausspielt, zu einer klassischen Form des aufwühlenden Konfrontationsspiels aus "Breaking Bad" zurückkehrt (wenn Nacho einen gefährlichen Pillentausch vornimmt) und Jimmy mit den kleinen, weniger erbaulichen Erlebnisgeschichten bestickt, die hinter der Komödie dauerhaft die Gefahr birgt, ohnmächtig zu werden: Jimmy erprobt sich als erfolgloser Regisseur von Werbeclips, schuftet Sozialstunden ab und betrügt (noch) rüstige Rentnerinnen. Sein Weg ist vorgezeichnet, aber noch nicht zu Ende. Saul Goodman ist noch nicht zu Ende geboren. Chuck aber zu Ende verworfen. Und Mike ein Sinnbild für die vollautomatische Zahnrädchenphilosophie der Serie.
8 | 10

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