"Semesterferien" von Christoph Strasser

206 Seiten
ISBN 9783942920049
Unsichtbar-Verlag
Preis: 9,99€
Taschenbuch
Das Studentenleben kann ganz schön sein, wenn man das nötige Kleingeld hat. Aber viele müssen neben dem Studium noch arbeiten, um es überhaupt finanzieren zu können.
So geht es in diesem Buch auch Jim, Lakai und Platon. Es sind Semesterferien. Also Zeit zum Arbeiten. Lakai, der eigentlich Christian heißt, arbeitet als Kellner in einem kleinen Café. Platon ist in einer Tierfutterhandlung beschäftigt und Jim arbeitet für eine Werbeagentur. Um ihren täglichen Frust runter zu spülen, gehen die drei ab und zu in eine Disco oder Kneipe, und geben sich meist ordentlich die Kante.
Das geht solange gut, bis Platon gekündigt wird, Stellenabbau, bevor der Laden dicht macht. Mist für ihn, denn die Rechnungen nehmen schon die Form des schiefen Turm von Pisa an.
Jim dagegen schlängelt sich so durch, kann im Grunde nicht klagen. Nur Lakai, der das Studium ersteinmal geschmissen hat, fragt sich immer häufiger, wie das alles weiter gehen soll. Von seinen Eltern kann er keine Unterstützung erwarten, und ein Leben lang kellnern will er auch nicht.
So trägt jeder für sich seine Probleme mit sich herum, der eine versucht, einen neuen Job zu finden, der andere greift immer häufiger zur Flasche.
Meine Meinung
Tja, manchmal kann ich gar nicht sagen, warum es mir gefallen hat. Hier ist das auch so. Einerseits liest es sich flott weg, es erscheint recht oberflächlich und plätschert nur so dahin. Aber andererseits macht sich beim Lesen auch das Gefühl breit, dass da noch mehr ist außer Saufen und sich durch Kneipen schleppen bis zur Bewusstlosigkeit.
Einen Ferienjob anzunehmen, um sein Studium zu finanzieren ist nicht mal eben zu erledigen. Ein geeigneter Job, bei dem auch noch genug rüber kommt, ist umso schwieriger. Und wozu das Ganze, wenn es doch vorne und hinten nicht reicht? Und mal ehrlich, ewig Student sein ist sicher auch nicht das gewünschte Ziel.
So kann ich die Gedanken dieser drei jungen Männer durchaus verstehen.
Man blickt hier auch mal hinter die Kulissen, es ist nicht alles so toll im Studentenleben wie viele denken. Probleme wie Miete, Stadtwerke, Krankenkasse usw. das sind Probleme, die nicht nur Studenten haben, das ist schon klar.
Nur der Versuch, das Ganze wegzusaufen und dann bis zum nächsten Nachmittag zu pennen, ist nun mal auch keine Lösung.
Ganz nebenbei erfährt man hier auch noch, wie es in einem Call-Center zugeht und ich bin mir sicher, dass diese Darstellung nicht überzogen ist.
Insgesamt ein Buch, das einerseits das Klischee des Studentsein aufzeigt, andererseits aber auch seine Probleme darstellt.
Unterm Strich
Unter der Oberfläche ist mehr, als man vermutet. 
Der Autor
Christoph Straßer wurde 1974 in Krefeld geboren und verbrachte dort bisher auch die meiste Zeit seines Lebens.
Nach einigen Umwegen über Zivildienst und Ausbildung begann er irgendwann in Düsseldorf das Studium der Germanistik und Medienwissenschaften, das er jedoch nach dem Grundstudium wieder abbrach, da er sein Interesse daran dramatisch überschätzt hatte.
Die Zeit auf der Uni war jedoch nicht völlig verschwendet, da er dort mit dem Schreiben von Kurzgeschichten begann. Eine dieser Geschichten reichte er sogar bei einem Wettbewerb ein. Da er seit neun Jahren auf Antwort wartet, geht er davon aus, nicht gewonnen zu haben.
Mittlerweile lebt und arbeitet Christoph Straßer in Düsseldorf und schreibt Romane und Kurzgeschichten.
Wichtigste Auszeichnungen und Preise:
- „Seepferdchen“ ( 1983)
- „Tagessieger Kicker Cup“ ( 2004)
- Kleiner Plastik-„Oscar“ mit der Inschrift „Awarded To The Greatest Lover“ (2001-2002)
Quelle: Blogg dein Buch
Ich bedanke mich beim Unsichtbarverlag und Blogg dein Buch, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben. Interesse am Buch, dann bitte hier klicken.

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