Seltsame Holocaust-Werkstatt in Hermannstadt, die vom Siebenbürgischen Auschwitzapotheker nichts weiss

Pfingsten 2010
Betr.: Pfingsten 1944 war der Höhepunkt der Vernichtungsaktiuon Siebenbürger und ungarischer Juden in Auschwitz. Bis zu 15.000 Menschen gingen direkt ins Gas. Der Siebenbürger Auschwitzapotheker Victor Capesius war dafür direkt mitverantwortlich.
Brief an die Veranstalter einer seltsamen Holocaust-Werkstatt, das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt
Sehr geehrte Frau Tanase, sehr geehrte Frau Werner,
mit Erstaunen las ich in der "Hermannstädter Zeitung" von der Veranstaltung (Werkstatt)"Fließbänder ds Todes" am 23. und 24. April (Moderatorin DAAD-Lektorin Silvia Machein), wo über zwei wichtige Filme diskutiert wurde, wohl auch um über das Thema zu informieren und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Anlass zu bieten: "...eine zum Erinnern, zum Nachdenken und zur Ausbildung veranstaltete Werksattt: "Deutschland-Bilder/Schlaglichter der deutschen Geschichte im Film".
Die Darstellung klang so, als hätte Siebenbürgen sonst gar nichts damit zu tun. Von der historischen Schuld der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben war keine Rede. Das finde ich nicht gut!
Es gab viele Siebenbürger als SS- Leute, ja, als Folterer und Henker etwa in Auschwitz, 350 Rumäniendeutsche schoben Wachdienst, und - der Auschwitzapotheker Victor Capesius war Siebenbürger, hatte seine Apotheke "Zur Krone" in Schäßburg, war "Freund" meiner Eltern, ich selbst hatte 4 Verwandte als Offiziere in den Lagern! Ärzte aus Hermannstadt und Zeiden haben Versuche angestellt, der berüchtigte Dr. Klein stammte aus Zeiden... usw.usw. Ich habe ein Buch darüber geschrieben "Capesius, der Auschwitzapotheker" (Dietz 2006), in Italien jetzt bei Garzanti in 3. Auflage, 2011 erscheint es in Israel, Spanien und in New York. Weltweit ( bis nach Brasilien!) wird es gedruckt, ist das Infrormationsbedürfnis für diese Details groß, denn Capesius selektierte und vergaste ihm persönlich bekannte Siebenbürger Frauen, Kinder und Alte, auch Schäßburger Juden - nur "Zuhause" in Hermannstadt wird es verschwiegen, verdrängt! Ich lege Ihnen einige Texte dazu bei. Ich glaube, es wäre gut, wenn Sie bald das Thema ins Zentrum einer Tagung stellen würden! Das wäre aktuell und auch BRISANT, die allgemeinen Informationen zum Holocaust sind längst bekannt! Auch in Trans-Sylvania!Und es hört sich so an, als gingen diese die Stadt und die Region, in der Sie wirken, eigentlich nur als furchtbares "Außengeschehen" etwas an!
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Schlesak

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