SEINSORIENTIERTE KÖRPERTHERAPIE (61): Selbstbeziehung, Objektbeziehung und Persönlichkeit


SEINSORIENTIERTE KÖRPERTHERAPIE (61): Selbstbeziehung, Objektbeziehung und PersönlichkeitWir können den Charakter oder die Persönlichkeit eines Menschen als die Summe der stereotypen, sich stets wiederholenden Verhaltensmuster überall dort erkennen, wo Kontakt- und Beziehungsfähigkeit in Objektbeziehungen angesprochen werden. Hier finden sich die typischen Wiederholungszwänge und Muster, deren Ursprung typischerweise in der Selbstbeziehung der Persönlichkeit zu finden ist.
Eine genaue Beobachtung legt es nahe, Funktionen und Einflüssen dieser Selbstbeziehungsmuster bis in feinste Verästelungen der Biografie der Seele zu folgen. Was ist das Selbstbild des Menschen? Welche Geschichte, die ja in der Regel eine Opfergeschichte ist, begründet sein Selbstbild? Wie realistisch ist dieses Selbstbild? In welchen Lebenszusammenhängen kollidieren Selbstbild und (Beziehungs-)realität? Kann ein Mensch dem Ausdruck seines Herzens Raum geben oder lieben (z. B. eine Mutter kann dies gegenüber ihrem Kind, aber nicht – mehr – einem Mann geben) und in welchen Lebensbereichen ist die Liebesfähigkeit blockiert?
Die prägenden Beziehungsmuster der Herkunftsfamilie inszenieren sich also in der Selbstbeziehung und den Objektbeziehungen. Auf einer tieferen Ebene ist insbesondere die energetische Verbindung der Herzcode-Information (HCI) mit den körperlichen und seelischen Subsystemen von Bedeutung. Diese und andere Fragen enthalten wichtige diagnostische Kriterien für die transformatorische Arbeit.
Um den Bereich der Diagnostik zu vervollständigen, sollte ein weiterer, sehr wesentlicher Bereich nicht unerwähnt bleiben, nämlich das Übertragungsmodell der seinsorientierten Körpertherapie.
Allgemein gesagt spiegelt sich das, was die Persönlichkeit des Menschen in seiner Selbstbeziehung abbildet, in der Übertragungsdynamik in auffälliger Weise wider. Was der Klient in der Beziehung zu seinem Herzen an Persönlichkeitsmustern entwickelt hat, bildet die Matrix derjenigen Übertragungen, die den Prozess seiner Transformation begleiten. Die Bejahungs- und Verleugnungsanteile gegenüber der Stimme des Herzens bilden die Basis der positiven und negativen Übertragungsanteile. Deshalb ist ein wichtiges Element des seinsorientieren Transformationsmodells die Charakter- und Persönlichkeitsanalyse. Diese basiert also auf der funktionellen Identität von Selbstbeziehung und Objektbeziehung, von Selbstbeziehung und Übertragungsbeziehung und von Objektbeziehung und Übertragungsbeziehung. Das, was sich also in den Kontaktstörungen innerhalb der Selbstbeziehung manifestiert, wird in ähnlicher Weise inObjektbeziehung und in der Übertragungsbeziehung zutage treten.
Die folgende Fallvignette soll diese Zusammenhänge illustrieren:
(Fortsetzung folgt)

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