Sehenswert: “Joe Cross: Fat, sick and nearly dead”

Mittagessen nach Joe Cross ist fertig:  Grüner Saft aus Eisbergsalat, Feldsalat, Orangen und Birnen. (Bild: Di)

Mittagessen nach Joe Cross ist fertig: Grüner Saft aus Eisbergsalat, Feldsalat, Orangen und Birnen. (Bild: Di)

Die Entwickler, die u.a. meinen Entsafter hergestellt haben,  sind derzeit echt heftig unterwegs: Um den Verkauf ihrer Entsafter-Modelle anzukurbeln, haben sie den Joe Cross ausgegraben, der schon 2010 mit seiner Saftfasten-Kur zwei Monate durch die USA getingelt ist. Diese Tour hat Joe Cross seinerzeit in einem Videofilm dokumentiert, der auf Youtube unter dem Namen „Fat, sick and nearly dead“ in ganzer Länge abrufbar ist. Mir liegt nun dieser Film in übersetzter Fassung auf Deutsch vor – und ich könnte schreien.

Joe Cross ist Australier. Er reiste, gut gesegnet mit einem riesigen Bauch, den er über Jahre teuer mit  vielen Pizzen und Hamburgern, Pommes und Cola gepflegt hatte, aus Downunder in die USA, um hier zwei Monate lang zu fasten. Es war nötig, wie er fand: Seine chronische Nesselsucht plagte ihn seit neun Jahren und er musste viele Pillen schlucken, um die Auswirkungen täglich in Schach zu halten.

Zum Frühstück oder als Nachmittagssnack empfiehlt Joe Cross einen roten Saft aus Roter Bete, Grapefruit, Staudensellerie, Möhren, Äpfeln und Petersilie. (Bild: Di)

Zum Frühstück oder als Nachmittagssnack empfiehlt Joe Cross einen roten Saft aus Roter Bete, Grapefruit, Staudensellerie, Möhren, Äpfeln und Petersilie. (Bild: Di)

Seine Ernährung sollte auf dem Trip nur aus frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften bestehen.  Warum in den USA und nicht zu Hause? Zu Hause wär vielleicht zu einfach gewesen – die USA ist nicht nur das Land, in dem er die Hälfte seiner Kindheit verbracht hatte, sondern auch das Ursprungsland seiner Leibspeise, nämlich fette Hamburger. Dementsprechend  laufen ihm auch viele fette Menschen über den Weg, als er die ersten 30 Tage in und um New York seine Kur publik macht.
Und die Art ist äußerst sehenswert. Er schwatzt auf der Straße die Vorbeikommenden an. Hat seine Saftpresse auf der Straße aufgestellt und bietet Säfte zum Probieren  an.  Setzt sich in Restaurants einfach zu den Essenden und erzählt ihnen von seinem Projekt, ob sie es hören wollen oder nicht. Die meisten Menschen reagierten anfangs mit „Du bist bekloppt“ und vielen Neins.  Und ich dachte: Warum tut der sich das an?
Kurzweilig gemischt mit anschaulichen Zeichentrickeinlagen und Erklärungen von Ernährungsmedizinern über die Vorgänge im Körper und die Rolle der Mikronährstoffe  zog der Film mich immer tiefer in die Reise. Ich lernte viel über kuriose Diäten, erlebte dejá-vue-artig mir bekannte oberflächliche Einstellungen, lustige Falschinformationen und tiefe Ignoranz. Auch die täglichen Frustrationen, die Fallen, die sich beim Anblick nichtfastender Angehöriger auftun.

Nomnomnom, Joe Cross - der Saft aus Möhren, Äpfeln, Orangen, Chicorée und Staudensellerie labt das Seelchen, wenn´s mal nicht so gut geht. (Bild: Di)

Nomnomnom, Joe Cross – der Saft aus Möhren, Äpfeln, Orangen, Chicorée und Staudensellerie labt das Seelchen, wenn´s mal nicht so gut geht. (Bild: Di)

Doch je mehr Joes Bauch schwand und je bekannter er wurde mit seiner Aktion, desto aufgeschlossener schienen die Menschen und desto mehr Nachahmer gab es plötzlich. Der Film verlagerte den Schwerpunkt auf Erfolgsmeldungen: Mehr Energie, mehr Bewegungsfähigkeit, weniger bis gar keine Medikamente mehr. Kein Film für die  Pharmaindustrie.
Schließlich trifft Joe auf einem Parkplatz  Phil, einen Fernfahrer mit noch größerem Bauch und ebenfalls chronischer Nesselsucht. Hat die Kur bei Joe im ersten Filmteil schon enorme positive Auswirkungen, Phil bestreitet den zweiten Teil und toppt alles. Seine Entwicklung zu einem gesunden, sportlichen Mann mitzuerleben, ist einfach nur schön.

Ebenso geht einem das Herz auf, wenn man sieht, wie sich das Umfeld ganz vorsichtig zu drehen beginnt. Seriöse Information über die Einflüsse unserer Ernährung auf unsere Gesundheit ist wichtig. Der Einfluss ist zwar bekannt seit Hildgard von Bingen und später Paracelsus, doch er ist nicht mehr präsent. Der Film von Joe Cross veranschaulicht ihn wieder auf eindrucksvolle Weise.

Sehenswert: “Joe Cross:  Fat, sick and nearly dead”

“Grüner Kohlsaft” nach Joe Cross. Darin enthalten: Kohlrabi, Äpfl, Limetten,Wirsing.
(Bild: Di)

Aber wie würden wohl die Deutschen reagieren, wenn da plötzlich jemand auftaucht und ihnen beim Essen Vorträge über Gesundheit hält? Meiner Erfahrung nach – ich frag nämlich auch gern nach – ernähren sich alle Deutschen ganz furchtbar gesund. Natürlich brauchen sie sowas nicht. Natürlich essen sie täglich Gemüse und Obst, „man soll ja“ 5 x am Tag, man lebt ja regeltreu. Und lügt.

Fragt sich nämlich, wieso 81 Prozent der deutschen Bevölkerung nährstoffunterversorgt ist und chronische Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes II, Herz-Kreislauf-Probleme und Krebs leichtes Spiel  haben und auf dem Vormarsch sind. Essen hat halt was Sinnliches, was zum Festhalten mit den Kauwerkzeugen. Essen ist Emotion. Essen ist Ersatzbefriedigung. Essen ist Genuss, wenn auch ein fragwürdiger, denn kosten darf er fast nichts.
Womit wir auch schon beim größten Nachteil des Saftfastens wären. Im Gegensatz zu Fleischwaren und Milchprodukte werden Obst und Gemüse in Deutschland nicht subventioniert. Ihr Anteil am Umsatz macht gerade mal 5 % aus – im Vergleich zu Fleisch und Wurst mit 21 %, Milchprodukte 16% und Süßwaren 9%. Dementsprechend ist Saftfasten teuer. Tatsächlich kann die Kur bei drei Saft-Mahlzeiten am Tag pro Person zwischen 250 und 400 Euro im Monat kosten, den Entsafter noch nicht mit eingerechnet.
Und auch beim Gerät macht die Qualität des Materials und seiner Verarbeitung, die leichte Zusammenbaubarkeit und das leichte Reinigen den Preis aus, aber von all dem hängt auch ab, ob man das Gerät gern benutzt.

Anders als in den USA bestimmt in Deutschland der Preis alle Aktivitäten, mit denen wir die Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen.  Doch es gibt auch eine günstigere Lösung, wie wir alle Mikronährstoffe täglich bekommen und frischgepresste Säfte nebenbei genießen können. Und für die trete ich ein.
Neugierig geworden? Dann fordern Sie meinen Rückruf an!

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