Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher

Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher"Zum Glück war alles nur ein Traum."
Ein Krankenhaus mitten im Wald, ein Mann ohne Gedächtnis und ein Psychopat, der sein Unwesen treibt. Klingt nach einem perfekten Setting für einen Psychothriller! - Und wenn dann auf dem Cover auch noch der Name Sebstian Fitzek steht, geht man ja eigentlich von einem richtig guten Psychothriller aus. Eigentlich...
Der Seelenbrecher ist mein erster Fitzek. Eine gute Freundin hatte Glück im letzten Jahr beim Welttag des Buches und durfte einige Exemplare verschenken. Ich wiederum hatte das Glück, dass sie mir eines abgegeben hat. Naja, das dachte ich zumindest. Denn ich wollte unbedingt mal einen Fitzek lesen. Man hört ja so viel über seine Thriller. Wie spannend sie sind. Und was für tolle Storys er schreibt. Ihr könnt euch mein Urteil jetzt wahrscheinlich schon denken. Aber hier noch mal ganz offiziell: Ich war maßlos enttäuscht. Ich bin mit so viel Vorfreude an dieses Buch gegangen und hatte - zugegeben - ziemlich hohe Erwartungen. Aber was mich da lesen musste, hat mich nicht nur auf den Boden zurückgeholt. Es war unterirdisch!Der Plot dieses auch nur knapp 300 Seiten "starken" Buches ist schnell erzählt: Drei Frauen verschwinden plötzlich und als sie jeweils nach einer Woche wiedergefunden werden ist ihre Psycho komplett gebrochen. Sie sprechen nicht mehr, wirken verwahrlost, als ob sie in ihrem Körper gefangen sind. Ganz klar: ein Psychopat treibt hier sein Unwesen und wird von der Polizei nur "Der Seelenbrecher" genannt. Kurz vor Weihnachten schlägt dieser wieder zu. Ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Die Patienten, Ärzte und Angestellten sind durch einen Schneesturm und ausgerechnet auch noch durch das eingebaute Sicherheitssystem der Klink von der Außenwelt abgeschnitten und müssen sich nun alleine gegen den Täter wehren. Doch wer steckt wirklich hinter der Maske des Seelenbrechers?
Wie schon gesagt: Eigentlich geben Plot und Setting unheimlich viel her. Doch das einzig gruselige für mich war der Schreibstil von Fitzek. Der war einfach nur stumpf und abgehackt. Als ob nur lieblos Gedankenfetzen aneinander gesetzt wurden. Das sieht man auch schon, wenn man das Buch aufschlägt. Drei Sätze - Absatz - Fünf Sätze - Absatz und so weiter. Immer wenn ich dachte, jetzt könnte es mal richtig losgehen oder spannend werden - Absatz. Da macht das Lesen wirklich keinen Spaß! Und dadurch fand ich auch den Inhalt und die Lösung hinter dem Rätsel um den Seelenbrecher nicht wirklich befriedigend erklärt bzw. habe das dem Erzähler einfach nicht abgekauft.
Und was soll eigentlich die Idee mit der Krankenakte und der Rahmenhandlung? Die Geschichte ist nämlich aufgeteilt in eine Rahmenerzählung, in der ein Professor seinen Studenten eine Krankenakte zum Lesen gibt, und in die Geschichte in der Krankenakte. Mir ist schon klar, dass die Studenten das Leseerlebnis vom Leser widerspiegeln sollen. Aber meiner Meinung nach hätte man das überhaupt nicht gebraucht. Das hätte man wirklich ganz anders verpacken können. Und ganz ehrlich, welche Krankenakte ist wie eine Geschichte geschrieben? Völlig realitätsfern.
Ich war nach dem Lesen ja wenigstens beruhigt, dass alle in meinem Freundeskreis, die das Buch auch kannten, ebenso wenig begeistert waren. Denn den Hype um Fitzeks Thriller konnte ich zumindest nach diesem Buch überhaupt nicht verstehen, Mein Mitbewohner hat es zum Beispiel nach 20 Seiten wieder weggelegt.
Wie seht ihr das? Seid ihr Fitzek-Fans? Könnt ihr mir vielleicht ein anderes Buch von ihm empfehlen, das besser ist?
LG Cat 

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