Sebastian Burger: Baku – Stadt der schlagenden Winde

Baku – Stadt der schlagenden Winde, Foto: Sebastian BurgerDer Fotograf Sebastian Burger hat in den vergangenen Jahren die rasanten baulichen Veränderungen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku mit ihren erheblichen Auswirkungen auf das Stadtbild und die Bewohner mit der Kamera begleitet. Das Projekt wurde bereits mehrfach in Ausstellungen gezeigt und in einer Buchveröffentlichung dokumentiert. Ab 6. Juni 2011 präsentiert das Augustinum Heidelberg die Fotografien.

War die Stadt Baku den meisten Westeuropäern bis vor kurzem weitgehend unbekannt, dürfte sich dies nach dem kürzlich entschiedenen “Eurovision Song Contest” geändert haben. Denn den Schlager-Wettbewerb gewannen in diesem Jahr Musiker aus Aserbaidschan, so dass die Austragung im Jahr 2012 in Baku stattfinden wird.

Mehr zu den Arbeiten von Sebastian Burger auch im Blog-Artikel vom 4. Oktober 2010 und auf der Website “Fotofeinkost” von Martina Mettner.

Projektbeschreibung

Der persische Name Baku der kaspischen Metropole verweist nicht nur auf ihr windiges Wetter, sondern auch auf ihre kontrastreiche städtebauliche Geschichte. Die Entwicklung im angebrochenen 21. Jahrhundert ist dabei von besonderer Bedeutung und unterstreicht den Wandel: Allein in den Jahren von 2000 bis 2008 wurden mehr als 800 neue Hochhäuser in der Innenstadt Bakus errichtet, Grundstückspreise steigen rasant, alte Bausubstanz muss weichen, Menschen verlieren ihre Wohnungen, die Neubauten werden oft mangelhaft errichtet.

Dabei blickt Baku auf ein reiches architektonisches Erbe zurück. Gründerzeitartige und große Promenaden prägen das Stadtbild und geben der im Kern orientalischen Stadt eine europäische Anmutung, ähnlich wie Paris oder Berlin. Dabei stehen die neu gebauten Appartements stehen oft leer, Wohnungen werden nicht selten nur als Geldanlage gekauft. Das alte Stadtbild Bakus verändert sich rasant, der Wandel geht einher mit der Verdrängung des aserbaidschanischen Kulturerbes aus der Zeit um 1900.

Sowohl das Buch als auch die Ausstellung beabsichtigen, den Blick auf das verschwindende kulturelle Erbe Bakus freizugeben, stellvertretend für die globalisierte Entwicklung vieler Staaten des ehemaligen Ostblocks.Bauten reihen sich aneinander, Boulevards Ziel ist es, ein Publikum für die Verantwortung in dieser Entwicklung zu sensibilisieren, den Blick für globale gegenseitige Abhängigkeiten zu schärfen.

Quelle: Sebastian Burger

Buchveröffentlichung

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Wann und wo

Augustinum Heidelberg
Jaspersstraße 2
69126 Heidelberg

6. Juni bis 10. Juli 2011
täglich geöffnet von 8:00 bis 21:00 Uhr
Vernissage am 6. Juni um  17:00 Uhr


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