Schwindel – Wenn die Welt sich dreht

Von Doris Jäger @naturheilzentru

Schwindel und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Symptomen mit denen sich Ärzte und Heilpraktiker beschäftigen. Zwischen 10 und 17 Prozent der deutschen Bevölkerung kennen das Gefühl des Schwindels und waren diesem bereits einmal oder mehrmals in ihrem Leben ausgesetzt. Schwindel kann spontan auftreten, aber auch als Dauerschwindel wie eine schwere Last über dem täglichen Leben liegen.

Schwindel aus Sicht von Louise Hay

Louise Hay sieht in körperlichem Schwindel die Ursache in folgendem:

„Flüchtige, zerstreute Gedanken, Weigerung der Realität ins Auge zu blicken.“

Wer in der Psyche etwas tiefer blickt, könnte auch fragen: „Mache ich mir selbst etwas vor?“

Wie dem auch sei, in beiden Fällen kommt die innere Ausgewogenheit ins Schwanken. Die Folge daraus kann Schwindel sein. Eine Beziehung, die zum Beispiel auf Lügen basiert, kann ebenfalls zu Schwindel führen, denn das Unterbewusstsein nimmt diese sehr wohl war. Auch die Frage: „Was zieht mir den Boden unter den Füßen weg“ ist ein hilfreicher Input, um der Ursache auf die Spur zu kommen.

Bei Schwindel ist das sogenannte Kronen-Chakra betroffen. Es fehlt die Übersicht und der Betroffene möchte alles mit dem Kopf erfassen.

Louise Hay empfiehlt folgendes neues Gedankenmuster:

„Ich lebe in der ganzen Fülle der Möglichkeiten. Es gibt immer einen anderen Weg. Ich bin in Sicherheit.“

Die Ursachen für Schwindel

Wenn der Schwindel kurz nach dem Aufstehen oder beim Bücken auftritt und dieser von Ohrensausen und Kopfschmerzen begleitet ist, eventuell sogar ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust auftritt, dann kann eine orthostatische Dysregulation vorliegen. Das Gehirn wird in diesem Fall kurzfristig mit zu wenig Blut versorgt. Gründe dafür können sein:

  • Großer Stress
  • Hitze
  • Niedriger Blutdruck
  • Blutarmut
  • Zu langes Stehen
  • Bestehende Herzkrankheiten

Eine weitere Form des Schwindels ist der sogenannte Drehschwindel. Dieser ist meistens von kurzer Dauer und wird von Übelkeit, Schweißausbrüchen, Angst und Erbrechen begleitet. Bei dieser Art von Schwindel liegt meistens eine Störung des Gleichgewichtsorganes vor.

Den Schwindel auf diese Ursachen zu beschränken, wäre aber zu einfach und auch zu gefährlich. Denn er kann viele weitere Ursachen haben, die in jedem Fall erhoben werden müssen.

Wichtig:

Schwindel kann auch ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein. Bei regelmäßigem Schwindelgefühl oder gar Bewusstseinsverlust sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Erste, wichtige Maßnahmen

Gerade bei „Leidensdruck Schwindel“ ist es wichtig, wieder Selbstvertrauen und Sicherheit zu erlangen. Beherzigen Sie folgendes: Bewegen Sie sich wieder – vertrauen Sie auf sich selbst und „kasteln“ Sie sich nicht ein

  • Machen Sie Wechselduschen und stärken Sie damit den Kreislauf
  • Machen Sie Atemübungen und lernen Sie sich zu entspannen
  • Leiden Sie unter Angstzuständen, ausgelöst vom Schwindel, dann sollten Sie eine begleitende Psychotherapie ins Auge fassen

Schwindel aus Sicht der chinesischen Medizin

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) wird Schwindel mit dem Leber-Organsystem in Verbindung gebracht. Die chinesische Medizin kennt folgende Krankheitsbilder:

  • Leber Qi Stagnation
  • Leber Yang Überschuss
  • Leber Feuer
  • Leber Wind

Der Schwindel gehört zu jenen Symptomen, mit der sich die chinesische Medizin besonders ausführlich beschäftigt. In vielen Fällen wird mit Kräutern behandelt.

Folgende Heilkräuter haben sich bei der Behandlung von Schwindel bewährt:

  • Tian Ma (Himmelshanfwurzelstock)
  • Gou Teng (Indischer Morgensternzweig)
  • Chuan Xiong (Szechuanliebstöckel-Wurzelstock)

Hausmittel-Rezept:

  • 7-10 frische Frühlingszwiebeln
  • 15 rote Datteln
  • Ein Prise Zucker

Das Gemisch 15 Minuten in Wasser aufkochen. Danach den Sud filtern und täglich vor dem Schlafen gehen etwas davon trinken.

Grundsätzlich arbeitet der erfahrene Therapeut, um die Ursache an der Wurzel zu ergründen, mit Hilfe der Puls- und Zungendiagnostik.

Gerade bei der Behandlung hat sich Akupunktur als sehr hilfreich erwiesen. Dabei werden, je nach Ursache, die entsprechenden Meridiane stimuliert und der Energiefluss angeregt.

Homöopathische Behandlung von Schwindel

Auch in der Homöopathie gibt es mehrere Mittel, die zur Behandlung eingesetzt werden. Aufgrund der verschiedenen Ursachen von Schwindel, empfiehlt es sich auch hier, einen Fachmann zu konsultieren und die Behandlung abzustimmen zu lassen.

  • Barium Jodatum D3-D6
  • Cocculus D4-D6
  • Conium D6-D12
  • Crataegus D2-D6
  • Ferrum metallicum D3-D6
  • Kalium Jodatum D2-D6
  • Viscum Album D2-D12

Linderung durch Schüssler Salze

Linderung kann auch mit dem Einsatz von Schüssler Salzen erreicht werden. Dabei werden Nr. 5 Kalium phosphoricum (D6) und Nr. 7 Magnesium phosphoricum (D6) eingesetzt.

Heilkräuter, die bei Schwindel helfen

Schwedenkräuter

Für eine Behandlung mit Schwedenbitter – Tropfen werden in der Regel zwei bis dreimal täglich je ein Teelöffel eingenommen. Die Tropfen sind entweder fertig in der Apotheke erhältlich oder können nach Rezept selbst hergestellt werden.

Knoblauch-Saft

Knoblauch ist eine wahre Wunderzehe und wird bei vielen Krankheiten zur Anwendung gebracht. So auch bei Schwindel. Knoblauch regt die Durchblutung an. Wer keine Knoblauchzehen essen möchte, kann Knoblauch auch in Form von Kapseln einnehmen.

Gingko

Auch Gingko fördert die Durchblutung und wird zur Linderung der Symptome eingesetzt. Die Gingko Blätter können entweder in Form von Tee konsumiert werden oder aber (die bessere Form) als hochdosiertes Fertigpräparat.

Ohrkerzen

Gerade wenn die Ursache des Schwindels im Gleichgewichtsorgan wurzelt, ist der Einsatz von Ohrkerzen erfolgsversprechend. Bei akuten Schwindelattacken ist der Einsatz zwar sinnlos, aber gerade bei angehenden oder leichten Symptomen können damit gute Ergebnisse erzielt werden.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt