Schutzgebiet Galoko-Kalobinono

Von Madagaskarhaus

Schutzgebiete im Norden von Madagaskar. Das Schutzgebiet "Harmonische Landschaft" Galoko-Kalobinono

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Identität:

  • 74.205 ha
  • Erstellt 2015. Der ehemalige Klassifizierte Wald von Antsakay-Kalobenono (61.000 ha und 1960 angelegt) sowie ein Teil des Haute Ramena Waldes (38.250 ha im Jahr 1963) sind in diese harmonische Landschaft integriert.
  • Verwaltung: Missouri Botanical Garden (MBG)

Infrastruktur sowie Zugang:

  • Das Schutzgebiet "Harmonische Landschaft" Galoko-Kalobinono befindet sich im Bezirk Ambilobe 47 km nördlich der Stadt in der DIANA-Region.
  • Das Verwaltungsbüro ist in Ambanja mit einer Zweigstelle in Anketrabe-Belinta. Es gibt keine touristische Infrastruktur, die Besuchsmodalitäten sind im Büro in Ambanja zu besprechen.
  • Eine Nebenstrasse nahe dem Dorf Ambatoharanana in östlicher Richtung führt zum Eingang des Schutzgebietes bei Anketrabe Belinta.
  • Ein zweiter Eingang existiert auf der RN6 in Beramanga in Richtung des Dorfes Anaborana Ifasy, 31 km von der Kreuzung entfernt, von hier aus ist führt auch der Weg ganz nach oben auf das Galokomassiv. Um das Kalibonono-Massiv zu erreichen, fahren Sie durch das Ifasy-Tal.

Klima - Fauna und Flora:

  • Das Klima entspricht dem subhumiden Klima des nördlichen Teils von Madagaskar. Die Regenzeit findet zwischen November bis April statt. Die kalte Jahreszeit ist vom Juni bis August mit einer Mindesttemperatur von 17 °C und die wärmste Jahreszeit ist von Dezember bis Februar mit einer Spitzentemperatur von bis zu 33 °C.
  • Das Gebiet ist mit immergrünem, trockenem, dichtem Wald bedeckt. Die Flora besteht aus Arten, die in den nordwestlichen Wäldern der Insel vorkommen, wie Cynometra lyallii, Pandanus sambiranensis. Endemisch in Galoko-Kalobinono sind 14 Arten, von denen 4 Arten Typusexemplare sind: Anacardiaceae - Micronychia benono; Annonaceae - Xylopia kalabenonensis; Araliaceae - Polyscias kalabenonensis sowie P. wohlhauseri; Arecaceae - Dypsis ligulata; Burseraceae - Canarium galokense etc.
  • Im Schutzgebiet Galoko-Kalobinono leben 12 Amphibien-, 19 Reptilien- sowie 87 Vogelarten.

Kultur sowie sozioökonomische Praktiken:

  • Dieser Ort hat mehrere Gipfel, aber Galoko sowie Kalobinono sind die wichtigsten. Kalobinono heisst so viel wie „starkbrüstige Prinzessin" und verdankt seinen Namen seiner symmetrischen Birnenform, die an eine weibliche Brust erinnert.
  • Das Gebiet ist, wie die ganze Region, die Heimat mehrerer Waldgeister, darunter Grossvater Galoko sowie Grossmutter Kalobinono.
  • Zu den wichtigsten Bedrohungen gehören die Brandrodung durch die Landwirtschaft, Beweidung mit Rindern, illegaler Holzeinschlag sowie auftretende Buschfeuer.