[Schreibzeugkiste] Die Tonlage unserer persönlichen Note ♫

Unsere Stimme ist eines unserer markanten Persönlichkeitsmerkmale und zugleich ein starkes Instrument, um nicht nur inhaltlich zu kommunizieren, sondern auch Emotionen zu transportieren. 

Nun geraten wir beim Schreiben an die eindeutige Grenze, keine akustischen Stimme zur Geltung bringen zu können. Nichtsdestotrotz sind wir in der Lage, unserem Geschriebene eine „Stimme“ und damit eine ganze Menge Individualität, Originalität und Charakter zu geben. Jeder, der schreibt – ob nun Blog, Kolumne oder Buch – sollte sich darüber im Klaren sein. Denn dieses Klarheit beflügelt zum einem beim Schreiben und weckt zum anderen das Interesse der Leser. Doch was meine ich nun genau? Ich versuche einmal, dem Ganzen auf den Zahn zu fühlen:Mit „seine eigene „Stimme“ finden“ meine ich insbesondere, seinen eigenen Stil, den eigenen Weg ausfindig zu machen, mit dem man an seine Leser herantritt. Dabei geht es nicht um die dargelegte Meinung, sondern um die Darstellung selbst. Möchte heißen, nicht das Was, sondern das Wie steht im Vordergrund.Genau wie im Sprachgebrauch entwickeln sich beim Schreiben individuelle Eigenheiten, die sich im besten Falle aus der Menge abheben und somit dem geübten bzw. dem treuen Leser ins Auge fallen. [Schreibzeugkiste] Die Tonlage unserer persönlichen Note ♫Kennen wir das nicht alle, dass wir bestimmte Autoren besonders gern lesen, weil wir ihren Stil als ansprechender, packender, lebendiger, ausgefeilter empfinden als den eines anderen Autoren. Mir geht es auf jeden Fall so!

Für diejenigen, die nicht nur gern lesen, sondern eben auch schreiben, sind derartige Lieblingsautoren durchaus Inspiration oder Orientierungshilfe. Ich finde das sehr gut und vor allem ebenso wichtig. Denn wenn ich als Autor mit dem Werkzeug – sprich den Worten – spielend umgehen, ja, beinahe nach Belieben jonglieren kann, dann sind wir auf dem Weg, unsere eigene „Stimme“ zu prägen, ein gutes Stück vorangeschritten.Auch wenn ich weiß, dass meine eigene Schriftsprache schon ein wenig vom gesprochenen Wortgebrauch abweicht – was generell wenig verwundert – so habe ich persönlich ganz klare Vorlieben beim Schreiben. Hierbei hat sich im Laufe der Zeit wirklich das Phänomen bestätigt, dass ich mich an dem orientiere, was ich selbst bevorzugt lese. Beispielsweise wären hier blumige und attributreiche (Schachtel-) Sätze zu nennen. Okay, das ist nicht jedermanns Sache, was ich verstehe, aber eben mein Stil. Dazu stehe ich! Die Hauptsache ist, dass wir uns als Schreiberlinge mit dem, was wir aufs Papier bringen, wohl fühlen und identifizieren. Denn nur dann ist die Möglichkeit gegeben, dass der Funke auf den Leser, der Authentizität absolut mag, überspringt.Aus diesem Grund kann ich nur empfehlen, sich auf die Suche nach einem ganz eigenen und ungestelzten Stil zu begeben. Es lohnt sich und wird von den Lesern honoriert. Ich meine, es ist wirklich ein schönes Gefühl, wenn die Leser einem gerade für die eine oder andere rhetorische Eigenheit die Treue halten. Denkt ihr nicht? Eine schöne Dreingabe ist das allemal!Nicht, dass das Wienun die Hauptrolle spielt, aber neben dem Was stellt es schon eine tragende Säule dar. Wie heißt's doch so schön: der Ton macht die Musik. Dies soll sich eben im unserem Fall gleichermaßen bewahrheiten. Mit eurer „Stimme“verleiht ihr euren Texten eine gehörige Portion an markiger Präzision, gebt ein Stück eurer eigenen Persönlichkeitpreis und verwandelt „ein paar Zeilen“ durchaus in ein Unikat! Dadurch gebt ihr sowohl euch (beim Schreiben) als auch dem Leser (beim Eintauchen in das Geschriebene) eine gewisse und durchaus wohlige Sicherheit und Vertrautheit. Und ehrlich, wer würde sich gegen ein wenig willkommene und gern gesehene/ gelesene Beständigkeit zur Wehr setzen?Nun dann, die eigenen Lese- und Schreibgewohnheiten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, ist demnach definitiv nicht von Nachteil. Was ist nun also eure ♫ persönliche Note ♫?  Stellt sie heraus, sodass sie glockenklar über allem erklingt!


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