Schoko-Karamell-Cupcakes und eine Ode an den Cupcake

Von Caro Von Zuckergewitter

Juchuuuu, es gibt schon wieder Cupcakes, ist das nicht wie der Himmel? Die Heidelbeer-Schoko-Cupcakes sind quasi gerade erst aufgegessen und – zack – gibt es schon die nächste Sorte!

In mancherlei Hinsicht gefallen mir die kleinen Törtchen tatsächlich besser als ihre großen Buddies. Zum einen hat man einen Kuchen ganz für sich alleine. Ja, okay, es ist nur ein kleiner Kuchen, aber immerhin muss man ihn mit niemandem teilen und es beschwert sich auch keiner, dass sein Stück zu klein geraten ist. Perfekt für alle Einzelkinder, oder so ähnlich.

Das zweite ist die Optik. So ein Cupcake macht einfach immer was her, er sieht immer irgendwie edel aus. Egal ob man einigermaßen gut mit Tülle und Spritzbeutel umgehen kann oder das Frosting einfach mit einem Löffel drauf streicht, es sieht immer hübsch aus. Und nach viel Arbeit (an dieser Stelle darf sich eine gewisse Person mit Matheschwäche angesprochen fühlen, hihi). Bringt man sie irgendwo mit hin, sind „Ohhhs“ und „Ahhhs“ eigentlich garantiert. Eine äußerst dankbare Kuchensorte also, weil sie viel weniger Zeit kosten als eine Torte und trotzdem genau so viel her machen.

Und zu guter Letzt sind sie perfekt als Mitbringsel für Geburtstagskinder, wenn man irgendwas braucht, in das man eine Kerze rein pieken kann. Früher gabs ja einfach ganz stumpf ein Yes-Törtchen. Kennt ihr bestimmt alle oder? Die Werbung hats da voll gebracht, wir sind ständig irgendwo aufgekreuzt und haben mit Kerzen aufgepimpte Yes-Törtchen angeschleppt. Manchmal hätte ich diese Form von Anspruch an mich selbst gern wieder, das würde weniger Arbeit bedeuten. Aber egal, ich will mich ganz bestimmt nicht beschweren, an so einem Cupcake ist auch viel mehr dran als an den fertigen Küchlein. Und mehr Kuchen ist immer gut, die Kerze ist ja eh nur als Alibi oben drauf.

Jetzt wo es für uns und den Freundeskreis aber so langsam auf die Dreißig zugeht (jaja, ich weiß, Heulerei auf hohem Niveau), müssen Geburtstagskinder aber leider auch immer auf die Plautze achten. Das bedeutet, dass ich leider auf wenig Verständnis stoßen würde, wenn ich für acht Personen drei Sorten Kuchen anschleppe. So ein Cupcake ist aber immer Willkommen, denn hier greift die schönste Form von Selbstbetrug am besten: „Ach, die sind ja so klein, da kann ich auch zwei von essen.“ Damit das nicht nach hinten losgeht, habe ich das Frosting ein wenig entschärft. Wer seinen Tee nicht mit vier Löffeln Zucker trinkt, wird auch diese Variante süß genug finden und voll auf seine Kosten kommen.

Schoko-Karamell-Cupcakes

reicht für 12 Cupcakes

200g Mehl
1 Tütchen Backpulver
2 Eier
100g Margarine
150ml Milch
65g Zucker
1 Tl Vanilleextrakt
2 El Kakaopulver

300g Frischkäse
50g Schokolade
45g Caramellaufstrich (z.B. von Bonne Maman)
1 El Puderzucker

Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen und 12 Muffinförmchen mit Papierförmchen auslegen. Die Margarine schmelzen und zum Abkühlen beiseite stellen. Mehl, Backpulver und den Kakao zusammen einmal sieben und bereit stellen.

Die Eier mit dem Zucker hell cremig rühren. Margarine und Vanilleextrakt dazu geben und dann abwechselnd die Mehlmischung und die Milch unterrühren.

Den Teig auf die Förmchen verteilen und ca. 20-25 Minuten backen, bis an einem Holzstäbchen nichts mehr kleben bleibt. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Während die Küchlein abkühlen kann es an das Frosting gehen. Dafür die Schokolade schmelzen und abkühlen lassen. In die nur noch lauwarme Schokolade die Karamellcreme hinein rühren. Die Temperatur der Schokolade ist sehr wichtig, denn die Mischung flockt, wenn sie noch zu warm ist. Je kälter, desto besser. In einer Rührschüssel den Frischkäse mit dem Puderzucker vorsichtig glatt rühren.

Nun ein paar Löffel vom Frischkäse zu Schokomasse geben und gut glatt rühren. Zum restlichen Frischkäse geben und unterheben. Nicht zu viel rühren, sonst wird das Frosting zu flüssig. Eine gute halbe Stunde kalt stellen und dann auf die ausgekühlten Küchlein spritzen.

Wer den Frischkäse nur ganz zärtlich rührt, wird mit einem Frosting mit genialer Konsistenz belohnt. Ich bin davon jedenfalls extrem angetan und habe es direkt auf meine Standardliste gesetzt.

Wie siehts bei euch aus? Nutzt ihr gerne mal Möglichkeiten, um Naschereien ein wenig zu entkalorisieren oder esst ihr lieber weniger davon, dafür dann aber so richtig mit Zuckerkawumm?

Machts euch schön!

Sonnige Grüße, Caro