Schnupperstunden in der Kita

Von Bine

Ursprünglich sollte der Mini jetzt schon in seine Kitazeit starten. Da sich der Hausbau verzögert, wird es noch ein paar Wochen dauern. Trotzdem waren wir schon zum Schnuppervormittag in seiner Gruppe. In der Einrichtung ist es Usus, dass die Kinder bereits einige Zeit vor Beginn einen Vormittag und Nachmittag zum Kennenlernen dort verbringen. Sie dürfen ihren Gruppenraum erkunden, nehmen an den Mahlzeiten teil und lernen die anderen Kindern kennen. Die Mama darf dabei sein.

So fuhren wir Montag morgen frohen Mutes Richtung Kita. Mini war offensichtlich erstaunt, warum wir in der Früh zum Spielen fahren. Auf der Fahrt erklärte ich ihm immer wieder, dass wir jetzt seine Kita besuchen werden, wo er mit anderen Kindern spielen darf und es ein leckeres Frühstück gibt. Ich musste ihm auch mehrfach versichern, dass es dort Bausteine und Autos gibt :-) Typisch mein Sohn.
Bei der Ankunft war er noch schüchtern und versteckte sich in meiner Armbeuge. Das legte sich nach einigen Minuten und er steuerte zielsicher eine Kiste mit Bausteinen an (hatte Mutti doch Recht mit den Dingern). Wir beschäftigen uns eine Weile zusammen, bevor ich mich auf einen naheglegenen Stuhl setzte, um die Situation mit dem "Alleinspielen" zu testen. Es klappte gut. Schnell kam ein anderer Junge herbei und die beiden wuselten mit den Steinen herum. Derweil besprach ich einige Dinge mit seiner wirklich netten Gurppenleiterin und wir vereinbarten, dass ich and diesem Vormittag auf jeden Fall dort bleiben würde, um in der kommenden Woche für eine Stunde die Einrichtung zu verlassen. Natürlich bleibe ich in Reichweite.

Mini wurde derweil immer neugieriger und ging auch ganz alleine in die Nebenräume. Er fuhr mit dem Puppenwagen umher, kochte in der Spielküche und malte mit seiner Erzieherin ein Bild. Ich war mächtig stolz auf meinen Sohn. Hin und wieder fragte er nach mir. Dann war ich zur Stelle und wir spielten eine wenig zusammen, bevor ich mich wieder zurückzog. Das klappte sehr gut. Zwischendurch durfte er am Frühstücksbuffet teilnehmen. Das müsst ihr auch bildlich vorstellen. Ein kleines Buffet mit Brot, Aufschnitt und Getränken wie im Hotel und alle Kinder standen brav in einer Schlange und bedienten sich. Zum Niederknien. Wie bei den Großen nur in Kleinformat. An Gruppentischen nahmen die Kinder Platz und aßen ihre Frühstück. Anschließend musste jeder seinen Teller wegbringen und den Platz neu eindecken. Das machten Mini und ich gemeinsam. Den Neuen oder ganz Kleinen wird bei Allem geholfen. Es ging erstaunlich gesittet zu.

Nach zwei Stunden machten wir uns auf den Heimweg. Mini schien zufrieden und war regelrecht platt gespielt. Noch den ganzen Tag plapperte er von seinen Erlebnissen in der Kita. Ich bin froh, dass dieser erste Eindruck so positiv für ihn verlief, obgleich ich weiß, dass das Nichts zu bedeuten hat. Ich gehe das Projekt "Kitastart" gelassen an. Es wird immer Zeiten geben, wo er nicht gerne hingehen mag und an anderen Tagen wiederum nicht weg von dort möchte. Ich freue mich auf die nächste Schnupperstunde und den eigentlichen Start im Herbst.

Bine