Schluss…Aus…Vorbei…

Von Kunstdesbackens

...es tut mir wahnsinnig leid, dass heute kein richtiger Beitrag von mir kommt. Aber meine Gefühlswelt ist so durcheinander und ich kann im Moment keinen klaren Gedanken fassen.

Mein Freund mit dem ich nun 3 Monate zusammen war hat die Beziehung beendet. Gut 3 Monate mögen nicht viel sein...aber für mich war die Beziehung etwas Besonderes. Ich habe in meinem ganzen Leben und wirklich in meinem ganzen Leben noch nie so einen lieben gutmütigen netten Mann kennengelernt. Mit seiner lustigen und fürsorglichen lieben Art musste ich mich einfach in ihn verlieben. Jeder der jetzt weiß und nachfühlen kann, wie ich mich jetzt fühle...kann sich in dem Augenblick vorstellen...das mir die Tränen runter laufen...als ich diese Zeilen geschrieben habe.

Ich dachte wirklich nach unzähligen gescheiterten und komplizierten Beziehungen... hätte ich endlich den Mann fürs Leben gefunden... einen Mann mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann... einen Mann den ich mir vorstellen könnte zu heiraten und ja so verrückt wie es nun klingen mag... hätte er mich gefragt ich hätte ohne zu zögern „Ja" gesagt. Ich war mir so sicher den einen gefunden zu haben. Denn einen fürs Leben. Aber gibt es diesen Menschen überhaupt? Gibt es den einen Mann fürs Leben? Oder ist dass alles nur Humbug und Schöntuerei??

Na ja...nun wurde ich ja eines Besseren beleert. Meine heile Beziehungswelt wurde zerstört... in einem einzigen Augenblick.

So unfair ist das Leben.

Eigentlich sollte ich mich schon dran gewöhnt haben, weil mir geschieht nie wirklich Gutes im Leben... ich kenne es eigentlich gar nicht anders... ich habe Dinge mitgemacht... die ich niemanden auf der Welt wünsche.

Ich hatte als Kind Krebs im Stadium 4... den man zu spät entdeckt hat. Eigentlich hätte ich nach der Meinung der Ärzte sterben sollen... aber wie durch ein Wunder hab ich überlebt. In der Schule wurde ich oft gehänselt, weil ich so ein ruhiges schüchternes Mädchen war. Ich fühlte mich so allein und unverstanden. Es war doch nicht schlechtes an mir. Ich bin doch kein böser Mensch. Wieso tuen die mir dass an?

Meine Eltern haben sich getrennt als ich 15 Jahre alt war. Meine Familie war zerstört... mein Vater wollte nichts von mir und meinen Geschwistern wissen. Meine Mutter war am Boden zerstört, mein Bruder (9 Jahre) voller Zorn und Wut... und meine Schwester (5 Jahre) fragend warum der Papa weg ist. Als ich den Endschluss fasste, das Leben kann so nicht weiter gehen... wir müssen nach vorne schauen... habe ich meine ganze Gefühlswelt unterdrückt... habe nur noch still und leise für mich geweint...so dass es niemand mitbekam und war für meine Familie da. Ich habe meine Mutter unterstützt wo ich nur konnte und war für meine Geschwister da. Ich übernahm immer mehr die Rolle meiner Mutter und beschloss von heute auf morgen mein kindliches Dasein abzulegen und Erwachsen zu werden.

Durch die Trennung meiner Eltern kommt meine kleine Schwester mit ihrem Leben nicht klar. Sie war in einem Heim für schwer erziehbare Kinder, sie ist drogenabhängig und war schon ein paar mal in der ZfP (Zentren für Psychiatrie), weil sie eine schwere Psychose hat und mit ihrem Leben nicht klar kommt. Auf einmal ist sie von heute auf morgen spurlos verschwunden. Niemand weiß wo sie hin ist. Sie ist einfach weg. Hat sich nicht mehr gemeldet und die Polizei unternimmt einfach nichts. Sie ist zwar vermisst gemeldet, aber weil keine Entführung oder andere Straftat vorliegt und sie ja Volljährig ist und sie so machen kann was sie will... muss man sie ziehen lassen und daher wird sie auch nicht großartig von der Polizei gesucht. Jeder der eine kleine Schwester hat, kann wohl nachvollziehen wie ich mich fühle? Wo ist sie nur hin? Wieso meldet sie sich nicht? Das ist überhaupt nicht ihre Art? Sie ist ein totaler Familienmensch... Familie ist ihr wichtig... wo ist sie nur?

In meinen Beziehungen lief es später nicht besser... ich hab eigentlich fast alles erlebt was man sich nicht wünscht... ich wurde belogen, beklaut, betrogen...und dass nicht nur einmal. Ich möchte jetzt auch nicht genauer darauf eingehen.

Vielleicht bin ich ein viel zu gutmütiger und lieber Mensch!!

Aber um nochmals zurück zu kommen. Ich habe eigentlich gedacht ich hätte den Mann fürs Leben gefunden... aber so ist es nun ja nicht. Ich weiß das zu einer Beziehung immer zwei Menschen gehören und bei mir und meinem Freund habe nur ich diese besondere Verbindung zwischen uns gespürt. So ist das Leben... man kann es nicht ändern. Es ist nicht immer einfach und manchmal passieren Dinge, die kann man nicht ändern... die muss man so hin nehmen wie sie sind.

Ich hoffe, ich habe auch irgendwann mal Glück im Leben und begegne meinem Mann fürs Leben... wenn es ihn überhaupt gibt. Nun versuche ich aus der Situation das Beste zu machen und hoffe für mich für die Zukunft nur das Beste... man darf die Hoffnung ja nie aufgeben. Und wie war mein Motto doch gleich:

„Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen."