Schadensabwendung

Da ist heute ein interessanter Satz zu protokollieren:

„Ich übernehme die politische Verantwortung für die Folgen einer Indiskretion, an der ich persönlich nicht beteiligt war, um möglichen Schaden für das Verhältnis von Wirtschaft und Politik abzuwenden“

z.B. auf taz.de

Sie wundern sich vielleicht über den ersten Teil des Zitats, mit dem Werner Schnappauf vom Amt des Hauptgeschäftsführers des BDI zurücktritt. Und nein, ich weiß auch nicht, warum der jetzt zurücktritt, aber man sagt, der ehemalige bayrische Umweltminister wäre mit diesem Tätigkeitsfeld nicht allzu glücklich gewesen. Das ist so gut wie jede andere Erklärung.

Ich habe aber eher Probleme mit dem zweiten Teil des Satzes. Das Verhältnis von Wirtschaft und Politik wird also beschädigt, wenn die Wirtschaft nicht zufriedenstellend dabei mitwirkt, dass die Politik die Bevölkerung anlügen kann?! Ist Schnappauf also zurückgetreten, weil das Verhalten des BDI dazu geführt hat, dass die Karten seiner Parteifreunde offen auf dem Tisch liegen? Was genau würde denn das Verhältnis beschädigen, bliebe er im Amt?

Der Maximalschaden ist doch spätestens angerichtet, seit Teilnehmer der Sitzung bestätigt haben, dass das Protokoll schon ganz richtig wiedergibt, was sich zugetragen hat. Was im Klartext heisst: Schon wieder ist ein Minister dieser Regierung der Lüge überführt, diesmal hat es nicht mal 24 Stunden gedauert. Was insofern ein Witz ist, als dass ihm das Eingeständnis gerade bei FDP-Wählern eher genutzt hätte, die lieben alles, was strahlt.

Es ist ein bißchen spät für Wetter.

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