Sauberer Strom aus Pflanzen – aus lebenden Pflanzen

In den letzten Jahrzehnten und Jahren haben immer mehr Menschen erkannt, dass es bei der Energieerzeugung nicht bis in alle Ewigkeit so weiter gehen kann wie bisher. Schließlich werden fossile Energieträger wie Erdöl, Kohle oder Gas, die in Millionen Jahren entstanden sind, in rasantem Tempo und gigantischem Ausmaß verfeuert um Strom und Wärme zu erzeugen oder Autos, Schiffe und Flugzeuge anzutreiben. Mit dieser Erkenntnis sind die regenerativen Energien immer populärer geworden, zu denen neben der Nutzung von Wasser- und Windkraft oder Solarenergie auch die Energieerzeugung mittels Biomasse zählt. Mit Hilfe des Projekts “Plant Microbial Fuel Cell” wollen Wissenschaftler verschiedener europäischer Universitäten und Forschungseinrichtungen Pflanzen aber auf eine ganz neue Weise nutzen.

Denkt man an Energieerzeugung mittels Pflanzen, fällt einem schließlich zuerst das Verbrennen von Holz im Ofen ein, an neuen Technologien Interessierten dann vielleicht noch Biogasanlagen. In letzteren werden Pflanzenreste vergärt um so ein brennbares Gas (Ökogas) zu gewinnen, dass dann zur Wärme- oder Stromerzeugung ebenfalls verbrannt werden kann.

Die Besonderheit bei Plant Microbial Fuel Cell ist jedoch, dass der Strom mit Hilfe lebender Pflanzen erzeugt wird, so dass dieser dauerhaft zur Verfügung steht. Das Prinzip ist das folgende: Die Blätter der Pflanzen nehmen Sonnenlicht auf und verwenden diese um aus CO2 und Wasser Kohlenhydrate herzustellen. Dieses wird dann teilweise über die Wurzeln an den Boden abgegeben, in dem Mikroorganismen die Kohlenhydrate nutzen und dafür CO2 in die Atmosphäre abgeben. Darüber hinaus geben die Microorganismen aber auch Protonen und Elektronen ab, welche die Forscher nutzbar machen wollen. Mittels Anode und Kathode lässt sich so sauberer Strom erzeugen.

Nach Jahren der Planung im Labor wurde in modularer Bauweise das erste stromproduzierende begrünte Hausdach in den Niederlanden angelegt. Auch wenn die Leistung noch keine weltbewegende Energiewende verspricht – die 15 begrünten Quadratmeter reichen gerade einmal zum Aufladen eines Mobiltelefons – so ist die Idee die dahinter steckt doch sehr interessant.

Weitere Informationen dazu sind auch im Beitrag “Energie von lebenden Pflanzen” des Love Green Magazins zu finden, sowie auf der offiziellen Webseite des Projekt unter www.plantpower.eu (auf Englisch).


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