Santiago de Chile: Meine 20 persönlichen Tipps für deinen Besuch

Santiago de Chile: Meine 20 persönlichen Tipps für deinen Besuch

Viele Reisende kommen auf ihrem Weg nach Chile oder Südamerika in Santiago an. Und doch wird die Hauptstadt Chiles oft als Reiseziel übersehen und links liegen gelassen, weil viele direkt in den Süden oder Norden Chiles reisen. In Wirklichkeit gibt es in Santiago viel zu sehen, und die spezielle Lage zwischen den majestätischen Anden und dem Pazifischen Ozean bietet zahlreiche Alternativen an Ausflügen inner- und außerhalb der Stadt. Mit dem mediterranen Klima und kaum Niederschlag zwischen Oktober und Mai ist sie perfekt, um die ersten Tage in Chile zu genießen.

Zusammengerechnet habe ich in den letzten Jahren etwas über 4 Monate in der chilenischen Haupstadt verbracht. Dieses Jahr war ich wieder längere Zeit in der Stadt und möchte gerne mit dir teilen, was für mich Santiago so besonders macht und was du unbedingt entdecken solltest:

1. Parque Bicentenario - Entspanne in der urbanen Oase

Radfahren, Tretboot fahren, Joggen, faulenzen. Santiagos Parks bieten eine Menge Freizeitpotential. Rund um die Stadt findest du eine Menge gepflegter Parkanlagen. Mein Liebling unter den urbanen Oasen ist der Parque Bicentenario ( Metrostation Tobalaba). Mit 27 Hektar, 4000 Bäumen, zahlreichen Radwegen, kostenlosen Sonnenliegen, einer großen Lagune und angeschlossenem Freizeitpark werden Parkträume Wirklichkeit. Hier kannst du locker einen ganzen Tag ohne Langeweile verbringen.

Mein Tipp: Trinke einen leckeren Pisco Sour auf der Terrasse im trendigen Mestizo Restaurant im nördlichen Teil des Parks. Salud! Santiago de Chile: Meine 20 persönlichen Tipps für deinen Besuch

2. Entdecke Santiago mit dem Fahrrad

Eine Stadt wie Santiago de Chile mit vielen Parks und recht nahe beieinander liegenden Sehenswürdigkeiten lässt sich super mit dem Fahrrad entdecken. Dafür gibt es Bike Santiago, den städtischen Fahrradverleih, der über 2000 Fahrräder mit ca. 200 Stationen in der ganzen Stadt unterhält. Ziemlich cool, da du variabel bei Start und Endpunkt deiner Entdeckungstour bist. Du erkennst sie leicht an ihrer knall - orangenen Farbe. Für Touristen gibt es eine spezielle Touristen Karte (Plan Turista). Man zahlt 5000 CLP (ca. 6,80€) für einen Tag, 3 Tage radeln gibt es für 10000 CLP (ca. 13,60 €)

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3. Hoch hinaus - Erlebe Santiago von oben

Mit seinen Wolkenkratzern, umgeben von der mächtigen Andenkordillere und den davor liegenden Hügeln bietet die Stadt einige Möglichkeiten, um coole Panoramabilder zu schießen.

Die klassische Sicht auf Santiago hast du vom Hausberg der Stadt, dem Cerro San Cristobal. Hinauf kommst du entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der beliebtesten Variante, der Seilbahn. Der Cerro befindet sich im bohemischen Stadtteil Bellavista. ( Metro Baquedano und dann über die Brücke des Rio Mapocho)

Ein anderer Spot, um Santiago von oben zu sehen, ist der Cerro Santa Lucia mitten im Centro. Ein kleiner Park mit einer spanischen Festung lädt zum Entspannen im hektischen Großstadtdschungel ein ( Metro: Santa Lucia).

Im Costanera Center, dem mit 300 Metern höchsten Gebäude Südamerikas hast du die Möglichkeit zum Besuch einer Aussichtsplattform, auf der dir die Stadt zu Füßen liegt . Dies ist der perfekte Platz für geniale Fotos von Santiago. Du bist nun hungrig und hast immer noch nicht genug Höhenluft geschnuppert? Dann statte dem Restaurant mit seinem rotierenden 360 Grad Gastraum einen Besuch ab. So kannst du schlemmen und gleichzeitig die Aussicht genießen. ( Metro: Los Leones)

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4. Ole, Ole, besuche ein Fußballspiel

Ein Fußballspiel in Chile und speziell in Santiago mit seinen Traditionsmannschaften zu erleben, ist ein wahres Spektakel. Wenn Colo-Colo gegen Universad de Chile spielt, herrscht absoluter Ausnahmezustand und die Fanlager schaukeln sich schon vor dem Spiel mit Gesängen auf. Chilenen lieben ihren "fútbol". Während eines Spiels kann es ziemlich laut und rowdyhaft zugehen, also solltest du es vermeiden, unmittelbar bei den la barra (so nennen sich die fanatischen Fans) zu sitzen. Bier wie in Bundesliga Stadien suchst du hier vergeblich - Alkohol ist in chilenischen Stadien verboten.

5. Iss Fisch & Seafood

Die Hauptstadt ist nur knappe 1,5 Stunden vom Pazifik entfernt. Von daher ist Santiago für Freunde von leckerem Fisch & Seafood ein wahres Paradies. Besonders beliebt ist der Mercado Central, wo jeden Morgen frischer Fisch angeliefert wird. Mittags solltest du bei Donde Augusto, einem Klassiker der chilenischen Gastronomie, leckere Gerichte wie Ostiones a la parmesana (Muscheln mit Parmesan überbacken), Pastel de Jaiba (Krebssuppe) oder Gambas al pilpil (Garnelen mit scharfer Salsa) probieren.

Ebenfalls sehr gutes Seafood gibt es bei wo du leckere Fischgerichte wie Merluza (Seehecht) oder Reineta (Eine Art Flunder) oder Congrio (Seeaal) serviert bekommst.

Sushiliebhaber finden in Santiago einige gute Optionen. Ich liebe das , ein trendiges Restaurant im Szeneviertel Bellavista mit einer exzellenten Sushiauswahl. (wo du auch superleckere japanische Ramen Suppe essen kannst. Calle Constitucion 172, Santiago,
Chile). Ebenfalls sehr gut & authentisch: Das Goemon (

6. La Vega Markt - Einkaufen wie die Locals

Der größte Markt in Santiago, der Mercado La Vega, wird dich auf den ersten Blick überfordern. Unzählige Gänge mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und allem, was man sonst noch für den täglichen Bedarf benötigt. Riesige Menschenmengen quetschen sich durch die engen, dunklen Gänge und lautstark werden die Angebote des Tages kundgetan. Der ideale Ort, um sich in Santiago selbst zu versorgen und so richtig in das typisch chilenische Markttreiben einzutauchen.

Der La Vega Markt befindet sich südlich des Barrio Bellavista. Hier solltest du ein wenig Vorsicht walten lassen und keine Wertsachen mit dir rumtragen.

7. Bailar! Musik & Tanz in Santiago

Wenn du authentische südamerikanische Rythmen erleben willst, solltest du auf jeden Fall eine Salsa Show besuchen. Das geht am besten im Ilé Habana ( Metro: Patronato / Los Leones).

Tango ist in Chile nicht so populär wie in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, aber es finden sich trotzdem einige Orte, um den Tanz hautnah zu erleben. Ein traditioneller Tango Club ist der Buenos Aires Tango Club ( Avenida Recoleta 1267). El Cachfaz bietet Tangokurse und Milongas (Tanzabende) an. Takuu Tango in Providencia hat ebenfalls Kurse und Milongas im Angebot ( Metro: Cementerios, Irarrázaval)

Santiago hat eine lebendige Jazzszene. Im berühmten Club de Jazz haben sogar schon Jazzlegenden wie Louis Armstrong and Wynton Marsalis gespielt. ( Plaza Nuñoa)

Wer es moderner mag und auf elektronische Musik steht, dem sei das La Feria in Bellavista ans Herz gelegt. Hier finden sich regelmäßig internationale Dj-Größen hinter den Decks.

Mein Tipp: Auch die lokale Szene in Santiago hat ihre Spots wie das Cafe con Cables, wo regelmäßig Sonntags eine Art Mini Festival mit elektronischer Musik in entspannter Atmosphäre stattfindet. (Casa de los Diez, Sta. Rosa #179)

8. Besuche Pablo Nerudas Stadthaus "La Chascona"

Als der Dichter Pablo Neruda einen heimlichen Zufluchtsort brauchte, um Zeit mit seiner Geliebten Matilde Urrutia zu verbringen, baute er sein Stadthaus La Chascona ("unordentliches Haar", inspiriert von ihren widerspenstigen Locken). Neruda war ein leidenschaftlicher Sammler und großer Liebhaber des Meeres, was man am Speisesaal in Form einer Schiffskabine erkennen kann.

Audioführungen (auch in Deutsch) führen dich durch die Geschichte des Gebäudes mit einer umfangreichen Sammlung von Muscheln, Möbeln und Kunstwerken berühmter Freunde - leider ging während der Diktaturzeit einiges verloren oder wurde zerstört. Dazu gibt es diverse Schriften und den Literatur-Nobelpreis des 1973 verstorbenen Nerudas zu bewundern. Die Fundación Neruda, die die Häuser von Neruda (Die beiden anderen stehen Valparaiso und Isla Negra) unterhält, hat hier ihren Hauptsitz und betreibt ein hübsches Café und Souvenirladen.

Du findest La Chascona im bohemischen Viertel Bellavista nahe des Cerro San Cristobal ( Fernando Márquez de La Plata 0192, Eintritt CLP $7,000 = 9,50 € ).

Wer mehr über Pablo Neruda erfahren möchte, dem empfehle ich seine lesenswerte Biografie " Ich bekenne ich habe gelebt ".

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9. Lastarria - Kultur, Szeneviertel und Hipstertreff

Santiago ist eine Stadt der Barrios (Viertel), alle mit einer unverwechselbaren Persönlichkeit. Lastarria ist eines der schönsten. Ein geschäftiges Viertel mit eleganter Architektur aus dem frühen 20. Jahrhundert, in der du Theater, Cafés und Restaurants, Designläden und Galerien findest. Gerade am Wochenende treffen sich hier viele junge, schick aussehende Menschen, um sich auf die Nacht einzustimmen.

Schlendere durch die südeuropäisch wirkenden Gassen vorbei an den Flohmärkten, wo Antiquitäten, Bücher und Handwerkskunst angeboten werden. Wenn du eine kleine Auszeit vom wuseligen Stadtleben brauchst, kannst du im nahegelegenen Parque Forestal herrlich entspannen. Um nach Lastarria zu gelangen, steige an der Metrostation Bellas Artes aus und laufe ca. 300 Meter Richtung Norden.

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10. Santiago - Stadt der Museen

Das Museo Nacional de Bellas Artes ( José Miguel de La Barra 650, Metrostation Bellas Artes ) zählt mit seiner großen Sammlung chilenischer und südamerikanischer Kunst zu den bedeutendsten Kunstmuseen Lateinamerikas. Der im Barock- und Art Nouveau-Stil erbaute Palast gehört für mich zu den schönsten Bauwerken in Santiago. Mein Tipp: Der Eintritt ist sonntags frei.

Mein absolutes Lieblingsmuseum in Santiago ist jedoch das Museo Chileno de Arte Precolombino ( Bandera 361 ). Wer sich für die alten Kulturen Lateinamerikas und ihre Geschichte interessiert, sollte dieses Museum auf keinen Fall versäumen. Hier findest du eine umfassende Sammlung von Kunstgegenständen, Statuen und Skulpturen aus Mittel- und Südamerika aus der Zeit vor der europäischen Entdeckung.

Weitere interessante Museen in Santiago:
  • Museo de Artes Visuales (MAVI -José Victorino Lastarria 307, Metro Santa Lucia ) - Visuelle & moderne Kunst
  • Centro Cultural Gabriela Mistral (Av Libertador Bernardo O'Higgins 227, Metro Bellas Artes ) - wechselnde Ausstellungen chilenischer Künstler
  • El Museo de la Memoria y los Derechos Humanos (Matucana 501, Metro Quinta Normal) - Das Museum für Erinnerung und Menschenrechte zeigt Pinochets Schreckensherrschaft in Form von Foltergeräten, Fotografien und Dokumenten.
  • Museo Nacional de Historia Natural (Quinta Normal) - Naturkundemuseum
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11. Atme chilenische Geschichte im historischen Zentrum ein

Der spanische Feldherr Pedro de Valdivia gründete 1541 Santiago und die Statue des Eroberers auf der Plaza de Armas ist ein guter Ausgangspunkt, um der Geschichte Chiles zu folgen. Man spürt die turbulente Vergangenheit der Stadt auf dem weitläufigen Platz, flankiert von der imposanten Kathedrale, der Catedral Metropolitano mit ihrem reich verzierten Interieur. Der Weg führt vorbei an historischen Gebäuden, die das Museum für präkolumbische Kunst und das ehemalige Kongressgebäude beherbergen.

Von hier erreichst du den Palacio La Moneda. Die einstige Münzprägeanstalt Chiles wurde später zum Präsidentenpalast auserkoren. Auf dem großen, abgesperrten Vorplatz finden Tag für Tag Militärparaden vor der größten chilenischen Flagge der Welt statt. Traurige Berühmtheit erlangte das Gebäude als Schauplatz des blutigen Militärputsches vom 11. September 1973 gegen Salvador Allende durch den General und späteren Diktator Augusto Pinochet. Nach den Schäden der schweren Bombardierung wurde es äußerlich renoviert. Im Untergeschoss des Palastes befindet sich das Kulturzentrum La Moneda.

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12. Trinke Pisco im Chipe Libre - Républica Independiente del Pisco

Die Nachbarn Peru und Chile streiten sich bis heute, wer der Erfinder des Traubenschnaps Pisco ist. Pablo Neruda ergriff natürlich Partei für sein Heimatland Chile und nannte ihn "unser süßes und heimtückisches Nationalgetränk". Die coole Bar Chipe Libre - Républica Independiente del Pisco (Unabhängige Republik des Pisco) in Lastarria ( José Victorino Lastarria 282 ) vermeidet jegliche Konfrontationen und bietet ganz neutral eine reiche Auswahl an Pisco Kreationen aus beiden Ländern an.

Pisco Sour ist natürlich der bekannteste Cocktail, der typischerweise mit Traubenschnaps, Eiweiß, Limettensaft, Zuckersirup und Bitterlikör hergestellt wird. Damit nicht genug - Die Variationen reichen von Piscola (Pisco mit Cola - sehr beliebt bei den Chileninnen) bis hin zu noch süßeren Mischungen wie dem Serena Libre. Achtung, akute Katergefahr!

13. Yungay - das unbekannte Barrio

Yungay ist eines der ältesten Viertel von Santiago und lädt mit anmutigen Herrenhäusern und kopfsteingepflasterten Straßen zum flanieren ein. Das Denkmal eines Soldaten erinnert an den Sieg der chilenischen Armee gegen Peru von 1839. Die Cerveceria Nacional, die Dutzende von Bieren anbietet, könnte jedoch für viele Reisende das interessantere Ziel sein. Der hübsche Boulevard Lavaud beherbergt den berühmten Friseursalon Peluqueria Francesa, der gleichzeitg auch ein beliebtes Restaurant ist.

14. Mache eine Streetart Tour in Santiago

Santiago ist zwar in Sachen Streetart nicht Valparaiso, doch dank der aktiven Graffitiszene der Stadt findest du auch hier einige bunt bemalte Wände und Häuser. Politik und Protest vermischen sich mit farbenfroher, typisch südamerikanischer Streetart. Die Barrios Bellavista und Yungay verfügen über die schönsten und aufwendigsten Wandbilder. Santiago Street Art Tours führt organisierte Touren an den besten Spots durch und bietet Graffitikurse mit lokalen Straßenkünstlern an.

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15. Mache eine Wein-Tour vor den Toren Santiagos

Die Gegend rund um Santiago gehört zu einem der besten Weinanbaugebiete der Welt. Hier befinden sich die renommiertesten und ältesten Weingüter Chiles, von denen einige Touren und Verkostungen anbieten. Vor allem die Region rund um den Rio Maipo ist wunderschön gelegen, mit smaragdgrünen Weinbergen, eingerahmt von den schneebedeckten Kordilleren der Anden.

Diese Weingüter sind besonders sehenswert:

Viña Concha y Toro ( Virginia Subercaseaux 210, Pirque) Metro nach Las Mercedes nehmen, von wo aus es nur eine kurze Taxifahrt in Richtung Weinberge ist. Dieses hübsche Weingut wurde 1883 gegründet und war 1994 das erste, das an der New Yorker Börse gehandelt wurde. Heute ist Concha y Toro der größte Weinproduzent in Lateinamerika.
Eintritt CLP $ 8000. Täglich 10-17 Uhr.

Viña Cousiño Macul ( 7100 Av Quilin) Metro bis Quilin Station, dann weiter mit einem Taxi oder zu Fuß, 30min östlich der Avenida Quilin. Das Haupthaus und der Park von Chiles ältestem Weingut (aus dem Jahr 1550) verprechen einen schönen Ausflug vom Zentrum Santiagos.
Zweisprachige Touren, Eintritt CLP $ 7000. Mo-Fr 11 Uhr, 12 Uhr und 16 Uhr, Sa 11 Uhr und 12 Uhr.

Viña Undurraga ( Straße nach Melipilla, Km 34) Bus nach Talagante vom Terminal San Borja (Abfahrt alle 15 Min., Fahrtdauer 30 Min.) Bitte den Busfahrer, dich beim Weingut abzusetzen. Das Weingut, das noch von der Familie Undurraga betrieben wird, wurde 1885 gegründet. Sehenswert ist das alte Herrenhaus inmitten einer weitläufigen Parkanlage.
Eintritt CLP $ 8000. Mo-Fr 10.15, 12.00, 14.00 und 15.30 Uhr, Sa & So 10.15, 12.00 und 15.30 Uhr.

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16. Skispaß in den Anden

Wie viele Hauptstädte haben hervorragende Pisten direkt vor ihrer Haustür? Nahe der Stadt findest du die Skigebiete Valle Nevado, El Colorado oder La Parva, alle nur eine bis eineinhalb Stunden entfernt. Für waghalsige Abfahrten besuche das beste Skiresort in Chile, Portillo, auf 2900 Metern Höhe. Als Anfänger und mit wenig Geld empfehle ich dir das 70 Kilometer von Santiago entfernte Lagunillas, einem kleinen Skigebiet auf 2200 Meter im Cajon del Maipo.

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17. Helado, Helado! Das beste Eis Südamerikas

Chilenen lieben Süßspeisen, vor allem Eis und Santiago ist voll mit Heladerias (Eisdielen). Wenn du im heißen chilenischen Sommer etwas Kühles und Erfrischendes suchst, ist ein Helados de Fruta, Fruchteis ohne Sahne genau das Richtige. Das beste Eis findest du bei Emporio La Rosa. Diese legendäre Heladeria zählt zu den 25 besten Eisdielen der Welt und hat schon diverse Auszeichungen erhalten. Sie haben auch einige ungewöhnliche Aromen wie Rosenwasser oder schwarzer Pfeffer im Angebot.

18. Barrio Bellavista - Clubs, Streetart und Edelsteine

Bellavista ist DAS Ausgehviertel Santiagos und befindet sich in zentraler Lage an der Metro Baquedano. Das alternative Flair dieses Barrio kommt in den vielen Kunstgalerien, bunt bemalten Häusern und der Kneipenszene mit ihrer lockeren, entspannten Atmosphäre zum Ausdruck. Nach Anbruch der Dunkelheit herrscht in ganz Bellavista Trubel & Heiterkeit. Viele verschiedene Bars und Clubs laden dazu ein, um durch die Nacht zu feiern. Einer der berühmtesten Clubs ist die Bar Constitución auf der Calle Constitución. Live-Bands und beliebte DJs ziehen hier Locals und Touristen gleichermaßen auf die Tanzfläche.

Es gibt auch während des Tages einiges zu erkunden. Das Viertel der ideale Ort, um Lapislazuli zu kaufen Der tiefblaue Edelstein ist ein willkommenes Mitbringsel aus Chile. Die schicken Läden rund um das beliebte Patio Bellavista ( Bellavista 52) bieten Kleidung, Schmuck und Souvenirs zum Verkauf an.

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19. Schlemme wie die Santiaguinos

Probiere bei deinem Besuch in Santiago traditionelle Gerichte wie Pastel de Choclo (Ein Maisauflauf mit Fleisch und Gemüse). Wer Hot Dogs mag, kommt an der chilenischen Variante Completo mit der typischen Mischung aus Avocadocreme (In Chile heißt sie übrigens Palta), Tomaten und einer ordentlichen Portion Mayonnaise nicht vorbei. Sehr beliebt ist auch Churrasco, ähnlich dem Completo, aber statt der Wurst wird hier ein großes Stück gegrilltes Rindfleisch zwischen das Brötchen gelegt. Empanadas (Teigtaschen mit herzhafter Füllung) findest du an jeder Ecke. Die besten gibt es meiner Meinung nach bei La Tinita ( Antonio Bellet 58, Local 1, Providencia) im Stadtteil Providencia.

Wer auf innovative, nicht ganz so günstige Küche steht, dem sei das Peumayen ( Constitución 136) in Bellavista an Herz gelegt. Hier werden alte Gerichte der Mapuche- und Quechua Indianer neu interpretiert. Also nicht wundern, wenn sich ein Stück Lama auf dem Teller wiederfindet.

20. Der Friedhof von Santiago

Du wirst jetzt denken, ich spinne, aber dies ist kein gewöhnlicher Friedhof. Er gleicht einem riesigen Freiluftmuseum mit seinen vielen Statuen und prächtigen Mausoleen. Alle bis auf zwei der chilenischen Präsidenten (Bernardo O'Higgins und Diktator Augusto Pinochet) sind hier begraben. Die beeindruckenden Grabstätten eines jeden Staatsmanns sind zwischen 2 und 3 Stockwerken hoch und aufwendig verziert. Übrigens besitzt der Friedhof mit dem Grab von Erich Honecker auch ein Stück deutscher Geschichte. Wenn du Santiago im Oktober besuchst, halte Ausschau nach den Dia del Muertes Touren. Nächste Metro: Cementerios.

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Hast du noch mehr Tipps für die chilenische Haupstadt Santiago? Dann hau sie doch einfach in die Kommentare!

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