Sanitär-Kartell

Bad Potpourri

Sanitär-Kartell

Die Sendung Wiso berichtete unlängst über Kartelle in Deutschland. Absprachen unter Firmen zu Lasten des Endkunden.

Ein Thema betraf auch das “Sanitärkartell”. Hierbei sind es nicht die Herstellerfirmen, die die Absprachen tätigen, sondern der Großhandel.

Wer schon einmal gebaut hat, kennt die Situation eventuell. Man bittet den Installateur um ein Angebot für Sanitär-Objekte. Er schickt einen dann zum Großhandel, wo man sich etwas aussuchen soll. Er bekommt Mitteilung, was man ausgesucht hat und macht dann das entsprechende Angebot. Wenn man die Preise, die man hier gemacht bekommt dann mit Preisen aus dem Internet vergleicht, ist die Überraschung groß. Dort nämlich, kann man ca. für die Hälfte des Preises einkaufen. Die Krux ist allerdings, dass es nicht allzuviele Installateure gibt, die bereit sind Waren aus dem Internet einzubauen. Da wird dann auf Gewährleistung und was auch immer verwiesen. Oder sie sind doch bereit einzubauen, aber es werden nicht unerhebliche Aufschläge dafür genommen.

Zum Glück geht es auch anders: Bei einem meiner Bauvorhaben habe ich vom Installateur eine Aufstellung bekommen, wo der Einbau und das Objekt seperat ausgewiesen wurden. Der Kunde konnte aussuchen, ob er über den Installateur die Objekte ordert oder sie selber bestellt und nur einbauen lässt.

Aber was ist das nun mit dem Kartell? Die Hersteller verkaufen ihre Ware an den Großhändler oder eben an z.B. Online-Händler. Die Online-Händler pflegen eine (gesunde) Konkurrenz, wie man weiß. Die Großhändler waren da erfinderischer, wohlwissend, dass man auf die Installateure angewiesen ist und verhandelten Preise untereinander. Also keine Konkurrenz. Egal, wo man einkauft, die Preise sind gleich. Nun ist diese Praxis aber gesetzlich verboten! Es ist aber nicht ganz einfach den Gesetzesverstoß aufzudecken und wenn es dann doch mal passiert, sind die Strafen nicht einschneidend genug, um der Praxis Einhalt zu gebieten.

Ich bin aber dennoch der Meinung, dass man hier nicht mitspielen sollte. Es lohnt sich einen Handwerker zu suchen, der einen fairen Preis macht. Das muss nicht immer bedeuten, dass die Ware aus dem Internet kommt. Manch ein Installateur hat auch seine eigene Quellen oder erhebt nicht so große Aufschläge. Kleinlich sollte man hier nicht sein. Leben und leben lassen ist die Devise!

07 Sep Dieser Beitrag wurde am 7. September 2015 um 07:00 veröffentlicht. Er wurde unter Badezimmer, Bautipps, Gäste-WC, Innenarchitektur abgelegt und ist mit Badezimmer, Badezimmereinrichtung, Baubegleitung, Bauberatung, Einrichtungsberatung, Einrichtungstipps, Kartell, Tipps getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag. Bad Potpourri

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