Samsung wird Handy Marktführer in Westeuropa

Von Gundula

Samsung hat den langjährigen Spitzenreiter Nokia als Handy-Marktführer in Westeuropa abgelöst. Das legt eine aktuelle Studie der Marktforscher der IDC (International Data Corporation) nahe.
Demzufolge musste Nokia sowohl hinsichtlich der Stückzahlen als auch hinsichtlich des Marktanteils herbe Verluste hinnehmen. Im ersten Quartal diesen Jahres konnte das finnische Unternehmen “nur” noch 12,6 Millionen Mobiltelefone absetzen, während es im vergangenen Jahr noch 14 Millionen waren.
Mit einem Marktanteil von 27,9 Prozent sind sie damit hinter Samsung (29,3 Prozent) zurückgefallen, die sich der IDC zufolge in Westeuropa nun “Marktführer” nennen dürften. Der taiwanesische Elektronikkonzern konnte im vergangenen Quartal 13,2 Millionen Handys – 0,7 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum – verkaufen.
In auf den gesamten Mobiltelefonmarkt bezogenen Statistik liegt Apple mit einem Marktanteil von 9,8 Prozent etwas abgeschlagen auf dem dritten Platz. Ebenso sieht es bei Blackberry-Hersteller RIM (Research in Motion) und dem taiwanesischen Unternehmen HTC aus, die mit jeweils auf 7,8 Prozent auf den weiteren Plätzen landen.
Sowohl Apple, RIM und vor allem HTC haben jedoch stolze Wachstumszahlen zu verzeichnen, was sich in der ebenfalls von der ICD erfassten Smartphone-Statistik widerspiegelt. Auch hier wurde Nokia verdrängt – und zwar vom iPhone-Hersteller Apple, der den Smartphone-Markt mit 20,8 Prozent Anteil und 4,4 Millionen verkauften Einheiten anführt.
Auf den weiteren Plätzen folgen Nokia, RIM und HTC. Samsung muss sich auf dem (westeuropäischen) Smartphone-Markt sogar mit dem fünften Platz zufriedengeben. Grund zur Enttäuschung dürfte das jedoch nicht geben – schließlich kann Samsung mit 744 Prozent mit Abstand größte Wachstumsrate sein Eigen nennen.
Der westeuropäische Mobilfunkmarkt wächst weiter – jedoch mit einer vergleichsweise geringen Rate von 5 Prozent. Ein großes Wachstum findet jedoch auf dem Smartphone-Markt statt. 76 Prozent mehr Smartphones wurden in den ersten drei Monaten diesen Jahr im Vergleich zum Vorjahresquartal verkauft. Mit 21,2 Millionen verkauften Smartphones von insgesamt 45 Millionen Mobiltelefonen ist jetzt schon fast jedes zweite Handy eins mit erweiterbarem Betriebssystem.