Salemi entdecken: Schätze Italiens

Cruise Sisters | Reise- und Kreuzfahrtblog
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Unser erster Hafen in Italien auf unserer Kreuzfahrt mit der Costa Diadema war Palermo auf Sizilien. Wir haben uns entschlossen, hier einen Landausflug von Costa zu unternehmen. Und zwar nach Salemi – eine der schönsten Dörfer Italiens. Der Ausflug hieß „Die versteckten Schätze Italiens: Salemi“ und gehört zur neuen Ausflugsreihe der Partnerschaft zwischen Costa Crociere und der Vereinigung der Schönsten Dörfer Italiens (l’associazione dei Borghi più Belli d’Italia). Ziel ist es, die Schönheit des italienischen Hinterlandes zu fördern und den Dörfer somit die Chance zu geben, den Tourismus vor Ort zu entwickeln.

Salemi entdecken: Schätze Italiens

Und jetzt: Hand aufs Herz, wer von euch kennt schon Salemi? Wir kannten Salemi nicht, als wir die kleine Stadt auf Sizilien im Ausflugsprogramm von Costa entdeckten und freuten uns daher umso mehr auf den Ausflug ins italienische Hinterland. Doch vorher haben wir uns natürlich im Internet erstmal schlau gemacht. Unsere erste Recherche ergab, dass Salemi auf einem Berg nur 37 km südöstlich von Trapani liegt (in diesem Kreuzfahrthafen waren wir bereits mit der MS Berlin). Der Name Salemi stammt anscheinend aus dem Mittelalter, als die Araber dort herrschten und kommt vom arabischen Wort salam. Das bedeutet Gesundheit und Frieden. Es gibt in Salemi eine Burg und mehrere kleine Museen. Wir waren schon ganz neugierig.

Auf zum Ausflugstreffpunkt

Zunächst waren wir gespannt, wie der Ausflug bei Costa organisiert ist. Den Ausflug nach Salemi konnte man entweder vorab online, an Bord im Bord-TV auf der Kabine oder im Ausflugsbüro auf Deck 4 buchen. Er kostete für Erwachsene 35,00 Euro und für Kinder 24,50 Euro und sollte 6 Stunden dauern. Der Preis schien schon mal recht günstig. Die Tickets wurden uns in die Kabine gebracht. Auf dem Ticket stand Busnummer 18 ohne Treffpunkt. Das liegt daran, dass der Treffpunkt draußen bei den Bussen war und nicht wie bei anderen Reedereien an einem bestimmten Ort an Bord. Auch im Bordprogramm stand der Hinweis, dass wir uns für die Ausflüge zur beschriebenen Abfahrtszeit direkt am Pier bei den Bussen treffen würden. Unser Bus mit der Nummer 18 fuhr um 08:15 Uhr ab. Also gingen wir rechtzeitig um 08:00 Uhr von Bord und direkt zum Bus. Am Bus mussten wir dann unser Ticket abgeben, die Bordkarte vorzeigen und bekamen dafür einen Aufkleber mit der Nummer 18 für unsere Jacke. Dann konnten wir einsteigen. Im Bus war freie Platzwahl.

Willkommen in Salemi

Nach etwa 1 Stunde und 25 Minuten Bustransfer erreichten wir den versteckten Schatz Salemi. Angekommen auf dem Hauptplatz der kleinen Stadt gab es die Möglichkeit Salemi auf eigene Faust zu erkunden oder für 15 Euro an einer Führung mit einem lokalen Reiseführer teilzunehmen. Das diese 15 Euro dazukommen, hätte aus unserer Sicht vorher im Programm stehen sollen. Wir entschlossen uns dann aber Salemi mit seinen engen Gassen auf eigene Faust zu entdecken und zunächst etwas zum Frühstücken zu suchen, da wir es nicht mehr vorher geschafft hatten an Bord zu frühstücken.

Uns fiel sofort eine Eckbar mit weißen Sonnenschirmen vor der Tür ins Auge, vor der sich ein Polizist und mehrere einheimische Männer tummelten. Hier schien der Place to be in Salemi zu sein. Wir gingen also in die Extra Comfort Bar Di Vito & C. Sas und wurden fündig. Hier gab es jede Menge belegte Brote, Kuchen und Kaffee. Alles ohne Preisangabe, es sah aber super lecker aus. Wir entschlossen uns für zwei frische Brote mit Mozarella, Tomate und gekochtem Schinken und ließen uns den Weg zum besten Fotospot der Stadt erklären. Es sollte das Castello sein. Die echte Überraschung kam an der Kasse. Wir zahlten für beide Brote zusammen 2 Euro. Toll! Ein echter Geheimtipp, da die Brote auch sehr frisch und richtig gut geschmeckt haben! Dann ging es los zum Castello, welches wir bereits von unten sehen konnten.

Endeckungstour durch die Altstadt

Wir starteten an der Bar und gingen links die Via Francesco Crispi nach Nordosten zur Via Giuseppe Garibaldi den Berg hoch in Richtung Castello Normanno. Gepflasterte Straßen führen hier in schmalen Gassen hinauf. Die Via Francesco Crispi verläuft nach einigen Metern nach rechts und wird zu Via Giuseppe Garibaldi, der wir einfach immer nach oben folgten.

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Auf unserem Weg durch die Gassen sahen wir nicht nur bereits die ersten Schautafeln, sondern trafen auch auf einen Hund, der in der Sonne lag. Er sah uns kurz an und entschied dann, uns zu folgen. Zunächst schenkten wir ihm keine weitere Beachtung, aber dann merkten wir, dass er immer auf uns wartete. Bei jedem Foto, das wir machten, blieb er stehen und wartete. Dann trottete er neben uns her bis zur Piazza Alicia, dem höchsten Punkt des Hügels, auf dem das Castello Normanno im Sonnenschein glitzerte. Zu diesem Zeitpunkt schließten wir nicht nur Salemi ins Herz, sondern auch unseren lieben Gefolgshund.

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Das Castello von Salemi

Die Burg ist in der Normannenzeit von Friedrich II von Schwaben im XIII Jahrhundert auf vorhandenen griechisch-römisch-arabischen Befestigungsanlagen erbaut worden und wurde im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut. Im Mittelalter war sie Sitz des Gouverneurs und kann heutzutage besichtigt werden. Die Räume innen sind leer und die Besichtigung dauert nur eine kurze Zeit, aber es war schön, dieses gut erhaltene Gebäude von innen zusehen. Vor der Tür war unser Begleiter verschwunden, wir waren wohl zu lange im Castello. Also gingen wir noch einmal um das Castello herum, um die fantastische Aussicht zu genießen. Überall stehen Schautafeln, die mehr zur Geschichte auch auf englisch und deutsch erklären.

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Danach zog es uns zur Ruine der Chiesa Madre. Die starke Zerstörung der Kirche entstand beim Erdbeben 1968. Auf der Schautafel vor der Ruine ist die Krypta und deren Geschichte erklärt. Wir gingen um die Kirche mit Krypta herum.

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Hier war der Glockenturm der Kirche auf einer Tafel beschrieben. Es handelt sich um einen ehemaligen Wachturm aus dem 12. Jahrhundert mit dem Namen Torre Campanaria.

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Da es hinter dem Gebäude nicht mehr viel zu entdecken gab, kehrten wir um und gingen die Via Francesco Via Francesco D’Aguirre entlang. Sie sollte uns laut Stadtplan zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt bringen. Als wir hier einbogen trafen wir den in der Sonne wartenden Hund wieder und freuten uns nun doch einen einheimischen Führer an unserer Seite zu haben. Der Hund begleitet uns von Palazzo zu Palazzo und zu den Kirchen und Museen der Stadt und wartete brav darauf, dass wir unsere Fotos machten und die jeweiligen Informationstafeln lasen.

Die Museen von Salemi

So spazierten wir durch die malerischen alten Gassen auch zum ehemaligen Jesuitenkolleg, dass das Museo Civico beherbergt. Das Museum zeigt Kunst aus den Kirchen rund um Salemi, archäologische Funde und beherbergt den bekannten Abschnitt über die Geschichte der Mafia und ihre Opfer. In dem Abschnitt über die Mafia werden 150 Jahre Geschichte der Cosa Nostra gezeigt. Wir hatten nicht mehr so viel Zeit und wollten auch noch zum Brotmuseum, so dass wir nur kurz einen Blick in den Innenhof warfen.

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Auf dem Weg zum Brotmuseum kamen wir noch an der Chiesa S. Bartolomeo und auch am ehemaligen Jesuitenkolleg vorbei.

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Da diese Kirche sehr gut erhalten war und laut Infotafel sehr schön im Innenraum verziert sein sollte, gingen wir hinen. Die Tafel hatte nicht zu viel versprochen. Weiße barocke Stuckdekoration an den Wände und eine imposante Orgel, Marmorsäulen und Malereien aus dem 18. Jahrhundert schmücken den Innenraum. Wirklich ein schöner Ort.

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Das Brotmuseum

Danach ging es zur letzten Sehenswürdigkeit in Salemi, die wir noch ansehen wollten. Das Brotmuseum in der Via Giovanni Consenza 26. Salemi wird nämlich auch die Stadt der Brote genannt. Tatsächlich werden in Salemi zu verschiedenen Zeiten im Jahr unterschiedliche Brote gebacken, die verschiedenen Heiligen gewidmet sind. Erklärt werden die unterschiedlichen Brote im Brotmuseum, das aber nur aus einem kleinen Raum besteht. Besonders beeindruckt hat uns der Altar aus Brot. Dieser wurde für das am 19. März stattfindende San Giuseppe Fest hergestellt. Hier mussten wir unbedingt einen Magneten aus Brot mitnehmen und uns im Gästebuch verewigen.

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Zurück zum Bus über die Hauptgeschäftsstraße

Jetzt hatten wir nach unserer Tour durch diese verzauberten Gassen etwas Hunger und suchten auf der Via G. Amendola, der Hauptgeschäftsstraße,nach einem weiteren Bäcker. Wir schlenderten vorbei an kleinen Schuhgeschäften, einem Juwelier und verschiedenen renovierten Häusern. Kurz vor dem Platz, an dem uns der Bus abgesetzt hatte, fanden wir einen kleinen Laden und kauften dort Wasser und ein leckeres Schokocroissant.

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Dann war unsere Zeit in Salemi schon vorüber und wir fuhren mit dem Bus zurück zum Schiff. Zu unserer großen Freude bekamen wir im Bus noch eine echte sizilianische Cremerolle, genannt Cannolo, geschenkt. Die mit Ricotta und Schokostückchen gefüllte Gebäckrolle versüßte uns die etwa 1,5 Stunden Rückfahrt zum Schiff und wir waren froh, dieses süße Dorf entdeckt zu haben.

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