Salbung in die Randgebiete

So müssen wir hinausgehen, um unsere Salbung zu erproben, ihre Macht und ihre erlösende Wirksamkeit: in den „Randgebieten“, wo Leiden herrscht, Blutvergießen; Blindheit, die sich danach sehnt zu sehen, wo es Gefangene so vieler schlechter Herren gibt.

Papst Franziskus hat in der heutigen Predigt zur Chrisammesse das salbungsvolle Wirken des Priesters beschrieben. Ein Gedanke, auf den ich wiederholt bei ihm stoße, ganz in der Kontinuität zu Papst Benedikt: Die Kirche hat sich der Welt zuzuwenden, um ihr das Heil und den Heiligen Geist in aller Demut und Armut anzubieten. Jedem. Überall, auch in die Randgebiete der menschlichen Existenz hinein. So dass zwar der Geruch der Schafe abfärbt, aber der Hirte weiterhin Hirte bleibt. Was bedeutet das für mein Leben: Zu welchen Randgebieten soll ich mich vorwagen? Welche Not und welches Leid lasse ich an mich heran? Wem wasche ich in meinem Alltag die Füße?


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