Säbelrasseln zwischen Israel und dem Iran


Ladies & Gentlemen,
in Europa wird merkwürdigerweise drohenden Kriegshandlungen zwischen Israel und dem Iran bisher wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Dabei ist das Säbelrasseln unüberhörbar. Es scheint nicht mehr eine Frage ob, sondern nur noch eine Frage zu sein, wann der militärische Angriff Israels auf die Atomanlagen des Iran erfolgen wird.Eile scheint für Israel geboten. Israelis befürchten, dass der Iran seine nuklearen Anlagen in unzerstörbare Bunker tief unter die Erde verlegen könnte. Dann wäre man in Israel nicht mehr unabhängig von eigenen Entscheidungen, sondern gänzlich auf amerikanische Hilfe angewiesen, da nur die US-Streitmächte über bunkersprengende Waffen verfügen.Nun war Netanjahu bei Obama. Dem Wunsch Israels, den großen Bruder USA als aktiven Waffenbruder zu gewinnen, scheint Obama nur zögerlich nachzukommen. Der US-Präsident hat offenbar gelernt aus den erfolglosen und sehr verlustreichen Kriegen der Amerikaner in Vietnam, Afghanistan und dem irrsinnigen Kriegs-Abenteuer gegen den Irak. Deshalb bevorzugt der US-Präsident weiterhin Sanktionen gegen den Iran in Verbindung mit diplomatischen Lösungen. - Das Problem jedoch besteht nach wie vor, dass der blinde religiöse Fanatismus der Machthaber in Teheran nicht einzuschätzen ist. Wie kann man verhandeln mit Menschen, für die der Selbstmord möglicherweise zur religiösen Pflicht werden kann?  

Sollte es zu einem Militärschlag kommen, dann wäre die Gefahr groß, dass daraus wieder ein Krieg mit unabsehbaren Folgen entsteht. Und das in einer Region der Welt, die einem Pulverfass gleichzusetzen ist! 

Europa und die ganze Welt hätten darunter zu leiden - und zwar nicht nur was die Energieversorgung und den Ölpreis betrifft. --- Peter Broell