Run Rudolph, Run

Rudolph

Run Rudolph, Run (zur Musik aufs Foto klicken)

Die Eifel schneit wieder zu. Rudolph, the blue nose mule, hat mich tapfer und ohne zu mucken durch das verweißte Simmerath City gebracht und das ohne zu murren und ohne zu bocken. Meterweise türmt sich mittlerweile der Schneeabraum entlang der Parkplätze der Konsumtempel, die heute überraschend relaxt zu begehen sind. Kein Geschlängel an den Kassen, die so zuckersüß zu klingeln gewillt sind. Insgeheim habe ich mich darauf schon eingestellt, nur noch mit den traurigen Überbleibseln käuflich zu erstehender Waren konfrontiert zu werden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es gibt noch genug, um den öffentlich praktizierten Kaufwahn lustvoll umzusetzen. Die Regale sind bestens gefüllt mit allerlei Leckereien in festen und flüssigen Aggregatzuständen und jeglichem anderen Unsinn, der sich zu weihnachtlichen Gebräuchen missbrauchen lässt. Last- Minute Geschenke für die bisher Ideenlosen oder Zeitpokerer sind in dramatischer Hülle und Fülle immer noch erstehbar. Ist dem Deutschen und seinen beneluxischen Nachbarn etwa schon die Weihnachtsknete ausgegangen? Oder haben die längst alles gebunkert und gehamstert, bevor das Fahrverbot auch für PKW ausgesprochen wird? Einen dieser mittlerweile legendären liegen gebliebenen LKW, so wie sie der tägliche Hörfunk immer und überhaupt nicht müde werdend – vornehmlich auf den Bundesautobahnen – beschreibt, darf ich dann heute auch einmal bewundern hier bei uns auf dem Lande, und das lange genug, bis ich endlich an der Reihe bin, das verwaiste Geisterschiff der Landstraße und der BABs zu passieren. Rudolph grinst klamm heimlich und nur für mich ersichtlich den Stinkefinger erhebend vor sich hin, als wir zügig an dem der Fahrtüchtigkeit beraubten PS- Giganten und seinem Anhänger vorbeistampfen. Jetzt steht mein tapferer(es) Gefährt(e) im Stall und schnauft ein wenig aus. Morgen ist sozusagen Ruhetag, aber übermorgen, werde ich ihm wieder flüstern: «Run Rudolph, Run», ohne mit der Peitsche zu knallen,  und er wird mich dorthin bringen, brav, sicher und sanft, wo ich am liebsten jetzt schon wäre. Aber es ist ja noch Advent. Und das bedeutet Warten. Und Gedulden. Ja, nee. Ist schon klar. Achja…Frohe Feste überall…



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